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Zum faszinierendsten Erlebnis einer Indienreise gehört die Begegnung mit seiner Majestät dem Tiger. Bei dieser Tour durch drei Nationalparks im Norden Indiens haben Sie gute Chancen, die elegante Großkatze vor die Kamera zu bekommen. Etwas Glück gehört allerdings dazu. Der "König des Dschungels" hat keine festen Sprechstunden. Die Tour beginnt in Nagpur und endet in Delhi, kann aber auch in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt werden.

1. Tag: Ankunft in Nagpur aus Bombay oder Delhi. Transfer zum Hotel. Weiterfahrt zum Pench Nationalpark (ca. 90 Minuten). Rest des Tages zur freien Verfügung.
2. Tag: Morgens und nachmittags Jeepsafari. In dem dicht bewaldeten 300 qkm großen Gebiet leben Tiger und etwa 30 verschiedene Arten von Säugetieren (darunter je 30 Tiger und Leoparden) sowie über 160 Vogel-, 50 Fisch- und 30 Reptilienarten.
3. Tag: Morgens weitere Safari in Pench, dann Weiterfahrt (ca. 3 Stunden) zum Kanha Nationalpark, "Originalschauplatz" von Rudyard Kiplings "Dschungelbuch". Das Naturschutzgebiet ist berühmt für Tiger, Leoparden, Bisons und anderes Großwild. Der Park erlebte einen großen Aufschwung mit Gründung des "Project Tiger" zum Schutz der Großkatze. Im Kanha-Reservat, dessen 940 Quadratkilometer große Kernzone gleichzeitig Nationalpark ist, hat sich die Anzahl der Tiger seit Beginn des Projekts 1973 auf rund 100 Exemplare verdoppelt. Die Leoparden Population ist etwa halb so groß. Im Schutzgebiet werden auch Goldschakale und gelegentlich Dekkan-Rothunde gesichtet. In einer Ecke des Parks jagt auch noch ein Rudel der äußerst selten gewordenen indischen Wölfe. Nachmittags erste Pirschfahrt.
4. Tag: Morgens und abends Exkursionen mit einem kundigen Führer im Park.
5. Tag: Fahrt zum 450 qkm großen Bandhavgarh-Nationalpark, auf dem Dekkan-Plateau. Felsen und Bambusdickicht prägen die ideale Landschaft für den scheuen Tiger. Auch Leoparden, Hirsche, Gaur und der seltene Sumpfhirsch sind hier heimisch. Nachmittags erste Pirschtour mit dem Jeep.
6. Tag: Morgens und abends Exkursionen im einstigen Jagdrevier des Maharajas von Rewa, seit 1968 Nationalpark. Die Chancen, Tiger in freier Wildbahn zu sehen, gelten in Bandhavgarh als sehr gut.

7. Tag: Fahrt nach Khajuraho. Khajuraho war vom 9. bis 13. Jh. Hauptstadt der mächtigen Chandela-Könige, die eine Vielzahl von Tempeln errichteten. Sie sind vor allem wegen ihrer oft drastischen erotischen Reliefs bekannt. Einige Wissenschaftler vertreten die Auffassung, die erotischen Skulpturen stellten eine Art Kamasutra in Stein dar. Doch neben den geradezu akrobatischen Positionen und gelegentlich auch recht humorvollen Darstellungen des Liebesakts, sind auch viele lebendige Alltagsszenen zu sehen.
8. Tag: Weiterfahrt nach Orcha. Die heute un-bedeutende Ortschaft wurde im 16. Jahrhundert gegründet und vereint eine große Zahl unterschiedlichster Stilrichtungen. Besonders imposant ist der Jehangir Mahal Palast, von dessen oberen Stockwerken aus sich ein grandioser Blick über die Landschaft bietet. Der Palast wurde eigens für den Besuch von Kasier Jehangir im Jahr 1606 gebaut und seither nie wieder bewohnt.

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Orcha |
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9. Tag: Morgens Fahrt nach Agra. Dort besuchen Sie das unvergleichliche Grabmal Taj Mahal, erbaut vom Großmogul Shah Jahan für seine Lieblingsfrau Mumtaz Mahal. 1630 begonnen, wurde es erst nach 22 Jahren fertiggestellt und gilt seitdem als das Meisterstück der Architektur. Am Plan, ein ebenbürtiges Grabmahl aus schwarzem Marmor für sich selbst errichten zu lassen, wurde Shah Jahan von seinem Sohn Aurangzeb gehindert. Der stürzte seinen Vater aus Entrüstung über solche Verschwendung. Shah Jahan ruht heute neben seiner Frau im Mausoleum des Taj Mahal. Sie werden selbst feststellen, daß das Bauwerk aus weißem Marmor zu Recht als eines der sieben Weltwunder gilt. Weiter geht die Fahrt zum Agra Fort (auch Red Fort genannt). Einst standen 500 Bauten innerhalb des Doppelwalls! Die Säulenhalle, die Perlen- und die Haremsmoschee sind einen Besuch wert, ebenso wie der Jasmin-Turm, in dem der Erbauer des Taj Mahal Shah Jahan jahrelang von seinem Sohn Aurangzeb gefangengehalten wurde. Übernachtung.
10. Tag: Weiterfahrt Fahrt nach Bharatpur. Am Nachmittag Exkursion in den Nationalpark Keoladeo Ghana, ein berühmtes Schutzgebiet für Wasservögel. Auf den im Zentrum dieses kleinflächigen Schutzgebietes vor Jahrzehnten künstlich angelegten Wasserflächen lassen sich eine außerordentliche Vielzahl an Vogelarten sehr gut beobachten (u.a. mehrere Reiher-, Storch-, und Kranicharten). Darüber hinaus kommen im Schutzgebieten neben Axis- und Sambarhirschen auch Nilgai- und Hirschziegenantilopen vor. Übernachtung.
11. Tag: Fahrt mit dem Schnellzug nach Sawai Madhopur zum Ranthambore Nationalpark, in dem heute etwa 40 Tiger leben. Die gebirgige, Trockenwald-Landschaft bietet gute Chancen zur Tierbeobachtung. Mitten im Park liegen die Ruinen des Forts von Ranthambore. Es ist ein unvergesslicher Anblick, Tiger durch die verlassenen Mauern streifen zu sehen.
12. Tag: Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Fotosafari. Hirsche, Krokodile, Schakale und Leoparden sowie viele Vogelarten sind im Ranthambore Nationalpark heimisch. Frühmorgens und spätnachmittags streifen Sie mit einem Führer durch das Schutzgebiet.

13. Tag: Fahrt nach Jaipur: Nachmittags Besichtigung von Jaipur (heute Hauptstadt von Rajasthan): Palast der Winde „Hawa Mahal“, hinter dessen Scheinfassade die Damen des Hofes das städtische Leben heimlich beobachten konnten; Stadtpalast, in dessen Audienzhalle riesige, aus reinem Silber gefertigte Amphoren zu bestaunen sind, die dem Transport von heiligem Gangeswasser auf Reisen des Maharajas dienten. Neben dem Palast befindet sich das legendäre Freilichtobservatorium, das als einziges der vier in Indien noch erhaltenen Anlagen vollständig mit historischen Instrumenten ausgestattet ist.
14. Tag: Morgens Ausflug zum zwölf Kilometer entfernten Amber Fort, einer imposanten Bergfestung, zu der Sie auf Elefanten hinaufreiten. Die Kachhawa-Rajputen gründeten hier im 11. Jahrhundert ihre Hauptstadt, die erst 1728 mit der Errichtung der neuen Stadt Jaipur an Bedeutung verlor. Innerhalb des Forts gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten: das Hauptheiligtum – der Kali-Tempel –, der der Herrscherfamilie vorbehalten war, die Säulenhalle Diwan-i-Am aus rotem Sandstein, der Spiegelpalast Sheesh Mahal, die Ruhmeshalle Jag Mandir. Am Nachmittag Rückfahrt nach Delhi. Ende des Programms.
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