Badeurlaub Karnataka
An der Westküste zwischen Kerala und Goa gibt es endlose Strände, doch nur wenige sind touristisch erschlossen.
Entstanden ist der heutige Bundesstaat Karnataka aus den Fürstentümern Mysore und den Kannada-sprachigen Provinzen Madras. Einerseits modernste Industriemetropolen wie Bangalore und andererseits riesige landwirtschaftlich genutzte Flächen: Dieser Staat der Kontraste hat aufgrund seiner bewegten Vergangenheit auch ein reiches kulturelles Erbe zu bieten. Die Stätten der frühen westlichen Chalukyas (6. bis 8. Jh.) zeugen in Badami, Aihole und Pattadakal von architektonischer Experimentierfreudigkeit auf hohem Niveau und hochentwickelter Handwerkskunst. Die Tempelbauten der viel später regierenden Hoysalas (10.-13. Jh.) in Belur, Halebid und Somnathpur bestechen durch ihre äußere Form und ihr reiches Skulpturenwerk. Vom Herrschaftsanspruch des letzten hinduistischen Großreiches im Süden zeugen die Ruinen von Hampi in Zentral-Karnataka. Sein Untergang wurde besiegelt durch die Macht der muslimischen Dekkan-Sultanate. Die Städte Gulbarga, Bidar und vor allem Bijapur bewahren das reiche Erbe jener Dynastien.
Lage
Karnatakas Küste reicht von Goa im Norden bis an die Grenze zu Kerala im Süden, doch sind die vielen Strände bis heute relativ unbekannt. Der Gebirgszug Western Ghats im Landesinneren erreicht hier nur eine durchschnittliche Höhe von 488 Metern. Beide Seiten des Gebirgsmassivs, das sich von Bombay bis zum Indischen Südkap zieht, sind bewaldet und haben große Teak-, Sandelholz- und Bambuspflanzungen. Der größte Teil Karnatakas liegt auf dem Dekkan-Plateau. Dieser Teil Indiens bietet die meisten Monate im Jahr ein angenehmes Klima und darüber hinaus reiche Wildschutzgebiete und hervorragendes Kulturerbe.




