Heftige Monsunregen haben deutliche Spuren an den Baumhäusern des Green Magic Nature Resorts hinterlassen. Dringend notwendige Reparatur-Arbeiten können während der Regenzeit nicht durchgeführt werden, so dass das Green Magic Nature derzeit nicht zur Verfügung steht. Zudem gibt es einen Disput mit der Landesregierung in Kerala, die sich auf den Standpunkt stellt, dass das Gelände des Green Magic Resorts landwirtschaftliches Gebiet sei, das nicht für touristisische Zwecke genutzt werden dürfe - auch wenn die einstige Kardamom-Plantage seit Jahrzehnten nicht mehr bewirtschaftet wird. Möglicherweise lässt sich diese Frage erst nach den nächsten Wahlen in Kerala endgültig klären.
Dennoch brauchen COMTOUR-Gäste nicht auf das Baumhaus-Abenteuer zu verzichten. Nur wenige Kilometer entfernt, in der Nähe des Vithiry Resorts, sind inzwischen zwei weitere Baumhäuser entstanden. Sie wurden von den selben Handwerkern gebaut, die auch die Baumhäuser des Green Magic Nature Resorts errichtet haben, und sind auch im gleichen Stil eingerichtet.
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Ein Beitrag zur Wiederbelebung eines der letzten Urwälder in Südindien: Auf einer ehemaligen, seit rund 40 Jahren ungenutzten, viele Quadratkilometer großen Plantage entstand mit dem Green Magic Nature Resort das erste nach internationalen Standards geführte Öko-Tourismus-Projekt in Indien. Mit Hilfe der lokalen Dschungelbewohner wurden in den Kronen uralter Urwaldriesen komfortable "Baumhäuser" gebaut, ohne dass die Bäume dadurch beschädigt wurden. Das erste dieser luftigen Quartiere ist mit einem raffiniert-simplen Lift zu erreichen, das zweite über eine Hängebrücke. Im ersten Baumhaus gibt es auf zwei Etagen zwei Schlafzimmer (jeweils mit Dusche und WC, fließend Kaltwasser). Das Zimmer in der unteren Etage hat eine großzügige Veranda, von der zweiten Etage führt eine Wendeltreppe noch höher auf eine kleine Aussichtsplattform auf dem Dach. Im zweiten Baumhaus gibt es zwei ähnlich ausgestattete Wohneinheiten auf zwei Etagen. Von beiden Baumhäusern aus bietet sich eine herrliche Sicht über den umliegenden Dschungel und über die Bergzüge der Western Ghats.
Nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren werden die Baumhäuser mit frischen Wasser aus einer höher gelegenen Quelle versorgt. Abwasser wird in einem Zweikammernsystem geklärt. Als Seife und Shampoo werden traditionelle Naturprodukte der Region verwendet werden. Plastik ist verpönt. Das Essen wird auf Bananenblättern oder handgefertigtem Tongeschirr serviert. Kraftfahrzeuge sollen möglichst nicht ins Resort vordringen. Die Gäste können zu Fuß durch den Urwald streifen.
Vithiry, die nächste Siedlung, ist 30 Autominuten vom Basislager entfernt. Von hier geht es nur zu Fuß oder mit Geländewagen weiter. Weniger abenteuerlustige Besucher können (zu ebener Erde) in gut ausgestatteten Cottages, den umgebauten ehemaligen Quartieren einstiger Plantagenarbeiter, wohnen. Eine weitere Alternative bietet sich im etwas höher gelegenen Jungle Park Resort, das den selben Betreibern gehört.
| BAUMHAUS BAUSTEINE: |
Sie können einen Aufenthalt in den genannten Baumhäusern als Baustein zu den meisten anderen Südindien-Touren aus unserem Katalog buchen und haben die Wahl zwischen der Übernachtung im Baumhaus oder im Cottage am Boden. Falls Sie ein Cottage gebucht haben, können Sie in ein Baumhaus umsteigen, sofern dort Platz ist. Den Aufpreis zahlen Sie vor Ort direkt. Bei einem Umstieg vom Baumhaus ins Cottage kann die Preisdifferenz jedoch nicht erstattet werden. |
B8 (8-tägige Rundreise) |
| B11 (11-tägige Rundreise) |

Quartiere für Bodenständige
Weniger abenteuerlustige Besucher können (zu ebener Erde) in gut ausgestatteten Cottages, den umgebauten ehemaligen Quartieren einstiger Plantagenarbeiter, wohnen.
Lage, Klima, Gesundheit
Das Green Magic Nature Resort liegt ca. 85 Kilometer (drei Autostunden) vom Flughafen Calicut entfernt in 1.000 bis 1.300 Metern Höhe. Die Gegend gehört zu Indiens regenreichsten Gebieten. Beste Reisezeit ist der "trockene Winter" von Dezember bis Mai mit warmen Tagen (bis ca. 28° C) und meist kühlen Nächten (im Januar bis zu 8° C). Wie in ganz Kerala ist die Gesundheitsversorgung auch in Wynad gut. Das gut ausgestattete "Good Shepherd"-Missionskrankenhaus ist per Jeep in etwa 50 Minuten zu erreichen.
Kulinarische Genüsse
Die Küchenchefs des Resorts servieren ausschließlich Gerichte der phantasievollen und bekömmlichen keralitischen Küche, zubereitet vor den Augen der Gäste mit ökologisch erzeugten Produkten der Region.
Was da kreucht und fleucht
Der Urwald ist die Heimat unzähliger Vögel, bunte Schmetterlinge umflattern die Blüten stark duftender Bäume, Büsche und Blumen. Grellfarbige Frösche, seltene Schlangen und riesige Schnecken bevölkern das Unterholz. Affen, Wildschweine, Riesenflughörnchen, Hirsche sind regelmäßig, wilde Elefantenherden gelegentlich anzutreffen. Auch Panther, Wildkatzen, Schakale, Wildhunde, Füchse und Bären kommen hier vor. Unangenehm kann die Begegnung mit "Leeches" (Blutegeln) werden: Die Tierchen lauern im feuchten Unterholz. Fest schließende Schuhe gehören unbedingt zur Ausrüstung. Guten Schutz bietet das Einreiben mit duftenden Ölen, z.B. von Eukalyptus oder Zitronengras.
Herren des Dschungels
Die Ureinwohner von Wynad gehören 16 verschiedenen Stämmen an. Sie wurden über Jahrhunderte von fremden Eindringlingen unterdrückt und als Sklaven ausgebeutet. Als die Briten im 19. Jahrhundert die Wälder der fruchtbaren Region rigoros abholzten, um Platz für Plantagen zu schaffen, wurden die "Tribals" auch im dichten Dschungel in die Enge getrieben. Heute werden diese Menschen, die immer sorgsam mit den Schätzen der Natur umgingen, im Namen des Naturschutzes aus ihren angestammten Gebieten vertrieben. Ihre traditionelle Art, den Lebensunterhalt als Jäger (mit Blasrohr und Bogen) und Sammler zu erwirtschaften, ist ihnen heute streng verboten, obwohl ihnen die Regierung bisher keine Alternativen bietet. Im Green Magic Nature Resort können die Herren des Dschungels ihr Wissen von einem verantwortlichen Umgang mit der Natur weitergeben. Sie gaben beim Bau der Häuser wertvolle Tipps – früher bauten sie sogar selbst kleine Baumhäuser, um von hier aus ihre Felder vor Feinden und hungrigen Wildtieren zu bewachen.
Ausflüge in die Umgebung
Naturliebhaber halten es im Green Magic Nature Resort bestimmt mehrere Tage aus, ohne sich zu langweilen. Dennoch lohnt es, auch die Gegend von Wynad zu erkunden. In den nahen Plantagen gedeihen Kaffee, Tee und Kakao, Ingwer, Kardamom und Pfeffer und oft bietet sich die Gelegenheit, Ernte und Verarbeitung dieser Produkte mitzuerleben. Die Ettakal-Höhlen (rund 45 Kilometer vom Resort entfernt) wurden 1890 von einem englischen Grosswildjäger entdeckt. Offensichtlich suchten an diesem Platz schon in grauer Vorzeit Menschen Zuflucht. Eindrucksvolle Felsgravuren zeigen bis zu 6000 Jahre alte Menschen- und Tier-Darstellungen aus der Neusteinzeit. Nahe der Distrikthauptstadt Sultan’s Battery (etwa 60 Kilometer von Vithiry) werden im Muthanga Wildschutz-Gebiet Foto-Safaris angeboten.
Sehenswert ist auch der alte Jain-Tempel von Sultan’s Battery. Bei einem Besuch in Kalpetta (knapp 20 Kilometer entfernt) bekommt man einen guten Eindruck von einem abgelegenen, aber dennoch sehr lebendigen Kreisstädtchen im südindischen Hinterland.
Tranquil Hideaway Resort
Ein Baumhaus ganz anderer Art –weniger ursprünglich, dafür luxuriös – ist die Attraktion des Tranquil Plantation Hideaway in der Nähe von Sultan’s Bathery. Hier geht’s nicht ganz so hoch hinaus, denn das Haus steht auf Stelzen, ist aber geschickt in des Geäst eines Baums eingebaut. Auch von hier oben bietet sich ein exzellenter Blick auf die Landschaft, dazu steht den Gästen der Komfort eines stilvollen Hotels mit allen modernen Annehmlichkeiten zur Verfügung. Unter anderem gibt es einen großzügigen Swimming Pool.
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