15:22 Uhr
Deutschland
19:52 Uhr
Indien



Magisches Malabar


Am 20. Mai 1498, 317 Tage nach dem Start in Lissabon, erreichte die erste europäische Flotte Calicut (heute Khozikode) im Norden von Kerala: Vasco da Gama hatte den Seeweg nach Indien gefunden. Die Schätze des Landes – vor allem Gewürze, Edelhölzer und Seide – locken seit dieser Zeit Reisende aus aller Welt an. Die touristischen Höhepunkte der als Malabar bekannten Region aber sind noch immer Geheimtipps. Eine Tour durch Nordkerala und den Süden des Nachbarstaates Karnataka garantiert spannende Entdeckungen.

 

 

 

1. Tag: Ankunft in Khozikode (Calicut).Transfer zum Hotel. Calicut war schon lange vor der Ankunft der Europäer ein wichtiger Handelsposten. Vor allem arabische Kaufleute schickten von hier aus Edelhölzer, Pfeffer und andere Gewürze nach Westen. Bis heute ist Nord-Kerala islamisch geprägt, wobei die„Moplas“ genannten Muslime als besonders tolerantund weltoffen gelten und in gutem Einvernehmen mit Hindus und Christen leben. Die große Moschee im Stil eines Hindu-Tempel ist ein schönes Beispiel für die kulturelle Tradition friedlicher Ko-Existenz.

 


Straßenbild von Calicut


Liquor Shop in Mahe


Mahe Eingangsschild


2. Tag: Weiterfahrt über Kappad Beach, wo Vasco da Gama vor über 500 Jahren an Land ging, nach Thallassery. Unterwegs Stopp in Mahe, das zum einst französischen Unionsgebiet Pondicherry gehört und berüchtigt ist für leicht verfügbare und steuerfreie Alkoholika. In Thallassery haben Sie die Möglichkeit, den typischen Wohnsitz einer nordkeralitischen Muslimfamilie zu sehen. In den weitläufigen Gebäuden leben Familienclans mit weit über 100 Mitgliedern.

 


Moinuddin Pally Moschee


Kalaripayattu Kämpfer


Kalari Gurukal


3. Tag: Nordkerala ist die Heimat des berühmten Kalaripayattu, der angeblich ältesten Kampfsportart der Welt. Am frühen Morgen besuchen Sie einen Kalari Gurukal, wo jungeMänner (und heute auch junge Frauen) vor der täglichen Arbeit die Kampfkunst und eng damit verbundene ayurvedische Techniken lernen und üben. Tagesausflug entlang der Küste nach Kannur, wo hoch über der Hafenbucht das Fort St. Angelo an die Portugiesenherrschaft erinnert. Unterwegs können Sie die Missionsstation besuchen, wo der Schwabe Hermann Gundert (Großvater des Dichters Hermann Hesse) im 19.Jahrhundert die erste Grammatik und das erste Wörterbuch der keralitischen Sprache verfasste. Am Abend Besuch des Parassinikkadavu-Tempels. Dort wird Sri Mutthapan verehrt. Mutthapan bedeutet Großvater, und dieser göttliche Opa hat (zumal für Hindus) ganz unheilige Gelüste: Alkohol und Fleisch oder Fisch. In diesem Tempel wird fast jeden Abend das Theyyam-Ritual zelebriert, in dessen Mittelpunkt dramatische Dämonenbeschwörungen in effektvollen Kostümen und mit Feuer stehen. Zur Übernachtung geht es zurück nach Thallassery.


Oyster Opera


Muschelernte: Die Frauen benutzen mit Wasser oder Sandgefüllt Töpfe als Tauchgewichte.


Romantischer Sonnenuntergang bei Oyster Opera


4. Tag: Weiterfahrt nach Nileshwaram, wo Sie ein Boot besteigen und durch die Backwaters schippern. Die Backwaters von Nordkerala sind mindestens so bezaubernd wie diejenigen südlich von Cochin, aber auf jeden Fall nicht so über laufen. Nur insgesamt drei Hausboote kreuzen hierdurch das romantische Wunderland zwischen Palmen und Küste. Unterwegs halten Sie an einer Insel und machen einen Spaziergang zu einem Schlangentempel in einem Wäldchen, den sich eine Horde von rund 100 Affen als Hauptquartier ausgesucht hat. Am späten Nachmittag erreichen Sie die Insel Padanna. Hier haben die Bewohner von fünf Dörfern ein einzigartiges Tourismusprojekt in den Backwaters gestartet: Oyster Opera, wo sich alles um das Thema Muscheln, Fische und Austern dreht. Drei schlichte aber geschmackvoll ausgestattete Bungalows aus regionalem Baumaterial – Lateritsteinen, Bambus, Palmholz – am Rande der Backwaters, dazu ein schwimmendes Bambus-Häuschen und ein auf Stelzen thronendes„Hochhaus“ mit fantastischem Blick über die Landschaft stehen für Gäste zur Verfügung. Die Gastgeber sind Familien aus den umliegenden Dörfern, sie sorgen für das Essen, bei dem natürlichausschließlich die regionalen Produkte auf den Tisch kommen, halten die Zimmer sauber und organisieren Bootsausflüge und Fahrradtouren oder Besichtigungen in der Gegend. Die Menschen hier züchten verschiedene Muschelarten und Austern und haben besondere Erntemethoden entwickelt, die Sie den Gästen gerne zeigen und auf Wunsch sogar beibringen. Den ganzen Tag über kann man ringsum auf den Backwaters die verschiedensten Aktivitäten beobachten. Fischer legen Netze zwischen den Booten aus und jagen die Fische in die Falle, indem sie mit dem Ruder aufs Wasserschlagen und an die Bordwand klopfen. Andere werfen Angeln aus, wieder andere fangen Fische mit der bloßen Hand. Frauen beschweren ihre Köpfe mit Sandsäcken, um abzutauchen und Muscheln, Austern und Shrimps aus der Tiefe zuholen.

 


Valiyaparamba Strand


Oyster Opera Boote


Fischer auf den Backwaters


5. Tag: Freizeit und Aktivitäten rund um Oyster Opera. So können Sie sich mit dem Boot an den nahen Valiyaparamba-Strand bringen lassen, wo sich die Backwaters zum Meer öffnen und wo Sie Sand und Sonne exklusiv für sich haben. Ein ganz besonderes Erlebnis ist eine Fahrt bei Mondlicht durch die romantischen Kanäle.

 


Fischer in Bekal


Bekal Fort


Strandspaziergang


6. Tag: Freizeit und Aktivitäten rund um Oyster Opera. Sie können zum Beispiel einen Ausflug zum rund eine Autostunde entfernten Bekal Fort unternehmen, das bald zum Zentrum einer Strandregion mit mehreren Hotels werden soll. Derzeit gibt es lediglich ein Camp mit einigermaßen gut ausgestatteten Zelten (jeweils mitDusche und WC). Das größte Fort an der Küste von Kerala stammt aus der ersten Häfte des 17. Jahrhunderts und diente unter anderem Tipu Sultan, dem Tiger von Mysore, als Festung, Munitionslager und angeblich auch als Teststation für den Einsatz raketenähnliche Waffen.

 


Privater See am Orange County


Kaffeplantage


Coffee Lounge im Orange County


7. Tag: Fahrt durch die Western Ghats nach Coorg. Die Bergregion gehört noch zum Bundesstaat Karnataka, ist jedoch berühmt für ihren Unabhängigkeitsdrang und die Melancholie ihrer Menschen. Es heißt, die Bewohner von Coorg stammten von mazedonischen Soldaten ab, die mit Alexander dem Großen einst nach Indien kamen. Die Straße windet sich in steilen Kehren in die Berge und gibt den Blick frei auf immergrüne Täler mit Kaffeeplantagen. Inmitten solcher Plantagen liegt das Hotel Orange Countymalerisch an einem Teich. Übernachtung.

 


Tibetische Enklave


Elefanten Camp


Bananen


8. Tag: Besuch der nahe gelegenen tibetischen Enklave in Bylakuppe: Mitten in Südindien hatsich hier ein Stück Himalaya etabliert, mit Stupas, tibetischem Kunsthandwerk und buddhistischen Mönchen im Exil. Nachdem der Lama S.H. Penor Rinpoche 1963 Tibet verlassen hatte, begann er in Bylakuppe, Südindien, das Kloster Thegchog Namdrol Shedrup Dargyeling (Namdroling Monastery) aufzubauen. Es ist das größte Kloster außerhalb Tibets. Heute hat das Kloster eine Sangha von über 5.000 Lamas, Mönchen und Nonnen, mit einer Grundschule, einem höheren schulischen Institut, einem Retreat Zentrum, einem Nonnenkloster, einem Altersheim und einem Krankenhaus. Unterwegs Besuch des Elefanten-Camps von Dubare, wo Arbeits- und Tempel-Elefanten ausgebildet werden. Sie können das Training beonachten, sowie bei der Fütterung und der Pflege zusehen.  Es besteht auch Gelegenheit zu einem kleinen Elefanten-Ritt . Übernachtung in Orange County.

 


Seltener "Wilddog" in Nagarhole


Elefantenherde


Spannender als Kino: Safari in Nagarhole


9. Tag: Morgens Transfer zum Wildschutzgebiet von Nagarhole. Nachmittags Bootsfahrt auf dem Kabini-Fluss, wobei sich meist große Herden von Elefanten sehen lassen. Es bestehen auch gute Chancen, Krokodile und Wildrinder sowie unterschiedliche Hirscharten zu beobachten. Viel Glück braucht man, um einen der 60 Tiger des Nationalparks vor die Kamera zu bekommen. Dennoch gilt der NagarholeNational Park als bester Platz für Tiger beobachtungenin Südindien. Übernachtung im Resort.

10. Tag: Vormittags und Nachmittags Safaris mit Boot oder Jeep im Nagarhole Nationalpark. Übernachtung im Resort.

 



Kabini, Ein idealer Platz für Vogelliebhaber


Gaur in Nagarhole


Krokodil

11. Tag: Vorbei an Banyan-Alleen geht es heute nach Mysore. Über Mysore liegt noch der Glanz vergangener Jahrhunderte und der Stolz mächtiger Herrscher. Zugleich ist die Stadt Synonym für Seide, Jasmin und Sandelholz. Nachmittags Bummel über den quirligen Devaraja-Markt. Danach Besuch des königlichen Haustempels auf den Chamundi Hills hoch über der Stadt. In der Nähe ist die überlebensgroße, monolithische Statue des Bullen „Nandi“, dem sagenhaften Reittier von Gott Shiva, zu bewundern. Übernachtung.

 


Prachtbau: Maharaja Palast in Mysore

12. Tag: Ausflug nach Srirangapatnam und Somnathpur. Als „Tiger von Mysore“ verteidigte der Herrscher Tipu Sultan Ende des 18. Jahrhunderts seine Befestigungsanlagen von Srirangapatnam als eine der letzten Bastionen gegen die Engländer – und verlor! Rundgang durch die Ruinenstadt. Unterwegs Besichtigung von Tipu Sultans Sommerpalast mit hervorragend erhaltenen Wandmalereien. Weiterfahrt zum Keshava-Tempel nach Somnathpur, der als das vollkommenste und besterhaltene Meisterwerk der Hoysala-Dynastie gilt. Zurück in Mysore sehen Sie nachmittags Amba Vilas, einen der berühmtesten Palastbauten ganz Indiens. Er war einst Residenz der Maharajas von Mysore, deren Nachfahren noch heute einen Teil des Palastesbewohnen. 1897 bis 1912 für über vier Millionen Rupien nach Entwürfen des britischen Architekten Henry Irwin erbaut, ersetzte der prächtige indo-sarazenische Bau den kurz zuvor abgebrannten alten Palast. Er vereint Elemente der traditionellen hinduistischen, indisch-islamischen, rajputischen und europäischen Architektur. Die verschiedenen Säle und Wohnräume bieten hervorragende Einblick in Luxus und Lebensstil einer Herrscherfamilie, die zu den mächtigsten und reichsten Indiens zählte. Übernachtung.

13. Tag: Fahrt zum Flughafen Bangalore.

Magisches Malabar BAUSTEIN MM 13
Leistungen
Preise in € pro Person, ab Calicut bis Bangalore, Unterkunft in den genannten oder gleichwertigen Hotels mit Frühstück (Oyster Opera mit Halbpension, Nagarhole mit Vollpension), Reiseprogramm und Transfers wie beschrieben im klimatisierten Fahrzeug mit Chauffeur, lokale englisch-, wo möglich deutschsprachige Reiseleitung, Eintrittsgelder. DZ = Doppelzimmer; EZZ = Einzelzimmerzuschlag. Mindestteilnehmerzahl: 2 Personen
Reisezeit Deluxe Mittelklasse
DZ EZZ DZ EZZ
01.10.08 - 19.12.08 2.111 € 929 € 1.865 € 630 €
20.12.08 - 19.01.09 2.300 € 1.117 € 1.925 € 681 €
20.01.09 - 15.04.09 2.111 € 929 € 1.865 € 630 €
16.04.09 - 30.09.09 2.010 € 994 € 1.865 € 630 €
Achtung: Obligatorische Aufpreise für spezielle Weihnachts- und Silvester-Menüs auf Anfrage. Aufpreis für begleitende deutschsprachige begleitende Reiseleitung:
389 € pro Person

Vorgesehene Hotels zu "Magisches Malabar"
Ort Luxusklasse Mittelklasse
Calicut Kadavu Resort Fortune Calicut
Thallassery Ayisha Manzil Oyster Opera
Coorg Orange County / Private Pool Villa Orange County
Nagarhole Nationalpark Orange County at Kabini / Private Pool Villa Kabini River Lodge
Mysore Hotel Metropole Green Hotel