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Indien

Safari Super Deluxe Tour

Wer wilde Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten will, muss weite Wege in Kauf nehmen und mitunter in recht einfachen Unterkünften logieren. Die renommierte Hotel-Gruppe Taj hat in Zentralindien jetzt ein Netz von vier Edel-Lodges aufgebaut, das den Besuch der besten Nationalparks im Bundesstaat Madhya Pradesh im Rahmen einer Luxus-Rundreise möglich macht. Die einzelnen Stationen lassen sich  mit dem Auto in einigermaßen bequemen Tagesetappen miteinander verbinden. Auf Wunsch können  für die Transfers auch Kleinflugzeuge benutzt werden.  Über die  entsprechenden Flugkosten  informieren wir Sie auf Anfrage.

Tiger
Hirsch

1. Tag: Ankunft in Nagpur. Empfang am Flughafen. Weiterfahrt zum Pench Nationalpark (ca. 90 Minuten). Der Pench National Park, der sich entlang des Pench Flusses über 275 Quadratkilometer grenzübergreifend in Madya Pradesh und  Maharashtra erstreckt, kann mit einigem Recht auch als Original Schauplatz von Rudyard Kipling Dschungelbuch angesehen werden. Die im Roman geschikderten Landschaften finden sich tatsächlich hier wieder, vor allem im Seoni Distrikt. So soll in der Schlucht des Waingunga-Flusses Shir Khan sein Ende gefunden haben. Im Jahr 1831 soll in der Gegend ein Junge im Urwald entdeckt worden sein, der von Wölfen aufgezogen worden sei. Der historische Mowgli? Hauptsächlich um Shir Khans Nachfahren das Überleben zu sichern, wurde 1977 zum Schutzgebiet erklärt und 1992 in das  Project Tiger aufgenommen. 2002 wurde der Nationalpark in Indira Priyadarshini Pench National Park und das Tigerschutzgebiet in Mowgli Pench Sanctuary umgetauft.  In relativ kurzer Zeit ist es gelungen, einen sicheren Lebensraum für die Großkatzen zu schaffen. Daneben kommen Leoparden, Wildhunde, Wölfe und Bären vor. Ein großer Bestand von Grasfressern vom mächtigen Gaur (indischer Bison) über  Wildschweine, Muntjaks, Vierhornantilopen bis zu großen Herden flinker Axis-Hirsche sorgen dafür, dass die Räuber genug Nahrung finden. Unterstützt von der lokalen Bevölkerung werden regelmäßige Patrouillen durchgeführt und so potentielle Wilder und Holzdiebe wirkungsvoll gestört,  Über 280 Vogelarten, darunter verschiedene Arten  seltener Geier können in Pench beobachtet werden.  Die beste Zeit für Tierbeobachtungen, wenn die Flüsse und Bäche im Schutzgebiet ausgetrocknet sind und die Tiere in der Nähe der wenigen verbliebenen Wasserlöcher konzentrieren.
Übernachtung

2. Tag: Morgens und abends Safaris im Nationalpark.

Jeep Safari
Lodge im Park

3. Tag: Weiterfahrt (ca. 3 Stunden) zum Kanha Nationalpark. Kanha wird of als Originalschauplatz bon Kiplings Dschungelbuch bezeichnet und einer der bekanntesten Nationalparks Indiens. Er wurde im jahr 1955 gegründet und erstreckt sich über eine Fläche von 940 Quadratkilometern in den beiden Distrikten Mandla und Balaghat. Zusammen mit der ihn umgebenden 1009 km² umfassenden Pufferzone und dem 110 Quadratkilometer großen Phen-Schutzgebiet bildet er das Kanha-Tigerreservat. Kanha ist vor allem bekannt für seine großen Säugetiere. Der Park besitzt eine gute Tigerpopulation. Die Population der gestreiften Jäger stieg von 48 im Jahr 1976 auf 127 im Jahr 2001. Daneben sind im Park auch weitere große Raubtierarten vorhanden. Die Zahl der Leoparden wird für das Jahr 2000 mit 80, die der Rothunde mit 396 und die der Lippenbären mit 111 angegeben. In einer Ecke des Parks jagend auch noch einige Meute die sehr selten geworden indischen Wölfe. 

Eine Besonderheit des Parks ist das letzte wildlebende Vorkommen des Hochlandbarasingas (Cervus duvauceli branderi), einer Unterart des Barasinghahirsches, die nur hier vorkommt. Erfreulicherweise vermehrten sie sich von 66 Tieren im Jahr 1970 auf 349 im Jahr 2000. Neben dem Barasingha kommen noch drei weitere Hirscharten im Gebiet vor. Am häufigsten ist der Axishirsch, dessen Bestand etwa 20.000 Tiere umfasst, mit steigender Tendenz. Sambarhirsche wurden im Jahr 2000 3621 gezählt, Muntjaks 1209. Während die Populationen der verschiedenen Hirsche insgesamt steigen, gingen die Bestände der drei Antilopenarten hingegen zurück. Für das Jahr 2000 werden nur noch 73 Nilgauantilopen, 78 Vierhornantilopen und 2 Hirschziegenantilopen angegeben. Der Park besitzt mit 1197 Exemplaren (im Jahr 2000) eine gute Population der mächtigen Gaure. Sehr häufig sind Hulmans (6668 im Jahr 2000) und Wildschweine (8534 Tiere im Jahr 2000) anzutreffen. Weitere größere Säugetiere des Parks sind Rhesusaffe, Goldschakal, Bengalfuchs, Indischer Fischotter, Honigdachs, Kleine Indische Zibetkatze, Indischer Mungo, Indische Rotmanguste, Streifenhyäne, Rohrkatze, Bengalkatze, Fleckenkantschil, Indisches Schuppentier, Palmenhörnchen, Indisches Stachelschwein und Schwarznackenhase.  In einer Ecke des Parks jagend auch noch einige Meute die sehr selten geworden indischen Wölfe. Am späten nachmittag Jeep-Safari ins Schutzgebiet. Übernachtung

Tiger
Tiger

4. Tag: Morgens und abends Safari  ins Schutzgebiet. Übernachtung.

5. Tag: Morgens und abends Safari  ins Schutzgebiet. Übernachtung.

6. Tag: Weiterfahrt zum Bandhavgarh-Nationalpark (240 km ca. 6 Stunden). Bandavgarh: Das einstige Jagdgebiet des Maharajas von Rewa genießt seit 1968 Nationalpark-Status. 1994 wurde das ca. große 450 Quadratkilometer große Areal zum Tigerschutzgebiet erklärt. Die Aussichten, einen Tiger zu Gesicht zu bekommen, sind hier außerordentlich gut. Im Herzen des  Parks gibt es eine Vielfalt von wild lebenden Tieren, wie beispielsweise Nilgai-Antilopen, Wildschweine, Schakale, Gaur, Sambar-Hirsche und Stachelschweine, dazu viele Vogelarten. Bandhavgarh ist die Heimat der weißen Tiger. 1915 fing der Maharadscha von Rewa ein weißes Tigerjunges und hielt es bis zum Tod. Dann ließ er es präparieren und schickte es als Geschenk an den englischen König Georg V. Maharadscha Shir Martand Sing fing auf der Tigerjagd ebenfalls ein weißes Tigerbaby. Er ließ es an seinen Hof bringen, aber es konnte fliehen. Nachdem es erneut eingefangen wurde, erhielt es den Namen Mohan und wurde mit größter Fürsorge aufgezogen. Der Maharadscha hoffte, als erster Mensch der Welt weiße Tiger züchten zu können. Als Mohan ausgewachsen war, wurde er mit einer normalen Bengaltigerin gepaart. Das Tigerweibchen bekam mehrere Male Junge, aber immer nur normal gefärbte. Dann paarte der enttäuschte Maharadscha Mohan mit einer seiner Töchter. Der Wurf bestand aus vier weißen Tieren. Die Mischung des Erbgutes hatte zum Erfolg geführt. Seitdem wurde bei der Zucht von weißen Tigern immer wieder Inzucht betrieben. Die Folgen davon sind verkrümmte Knochen, verkürzte Beine, schielende Augen. Daraus zogen Fachleute für Tigerzucht den Schluss, das es sicherer ist, weiße Tiger mit gelben zu kreuzen und dann ihre Nachkommen zu paaren, woraus sich weiße Tigerbabys ergeben können.. Inzwischen gibt es weltweit 160 weiße Tiger, die alle auf Mohan zurückgehen.

In Bandhavgarh  wie auch in Kanha erfolgen die Safaris in der Regel nach folgendem Verfahren: Die Gäste brechen jeweils frühmorgens und nachmittags mit erfahrenen Wildhütern in Jeeps zu Rundfahrten auf festgelegten Routen auf. Bereits zuvor sind Fährtensucher auf Elefanten unterwegs, um frische Tigerspuren zu suchen. Wenn Sie eine Raubkatze sichten, teilen sie dies den Wildhütern in den Jeeps über Funk mit. Per Jeep geht es dann in die Nähe des "Fundorts". Hier steigen die Gäste nacheinander auf Elefanten, um sich dem Tiger aus sicherer Höhe zu nähern. Die Elefantenritte werden nur durchgeführt werden, wenn die Fährtensucher Tiger aufgespürt haben. Die Kosten dafür sind vor Ort direkt zu zahlen. Übernachtung.

Bandhavgarh
Bandhavgarh

7. Tag: Früh morgens und am späten Nachmittag Safaris ins Schutzgebiet. Übernachtung.

8. Tag: Früh morgens und am späten Nachmittag Safaris ins Schutzgebiet. Übernachtung.

9. Tag: Weiterfahrt nach Panna (120 km ca. 5 Stunden). Der Panna Nationalpark erstreckt sich über 542 Quadratkilometer, wurde 1975 zum Schutzgebiet erklärt und 1981 zum Nationalpark ernannt. 1994 wurde Panna Indiens 22-tes Tiger-Reservat. Panna liegt an der Grenze zwischen Gangesebene und Deccan-Hochland. Die Panna-Hügel sind das Einzugsgebiet des Ken Rivers, der den Park mit Wasser versorgt. Der Panna-Nationalpark ist überwiegend ein offener Wald, der viele Möglichkeiten bietet Wildtiere  zu sehen. Der Park hat vom 1. Oktober bis 30. Juni geöffnet und ist während der Regenzeit geschlossen. Nachdem in den 90-er Jahren in Panna Tiger erfolgreich mit Funkhalsbändern ausgestattet wurden, was den Bestand der Population besser kontrollieren und schützen ließ, gab es in den letzten Jahren einen herben Rückschlag. Derzeit bestehen kaum Chancen, in Panna Tiger zu sehen. Zwei Tigerinnen aus anderen Regionen, die hier freigelassen wurden, haben sich nach kurzer Zeit wieder abgesetzt oder wurden gewildert. 

Im Nationalpark kommen auch Sumpfluchs, Rostkatze, Leopard, Falbkatze, Toddy Cat und Zibetkatze vor. Der Huftier-Bestand schließt Nilgai-Antilope (Blue Bull), Sambhar-Hirsch, Gepard, Chausingha (vierhörnige Antilope), Chinkara und Wildschwein ein. Lippenbären werden oft in den frühen Morgen gesichtet, wenn sie sich an den gärenden Früüchten des Mahua-Baumes berauschen. Bei einer Bootssafari auf dem Ken-River kann man gut die urigen Marsch- und langschnauzige Garial-Krokodile beobachten. Mehr als 300 Vogelarten sind in Panna heimisch, darunter 65 verschiedene Wasservögel. Übernachtung.

10. Tag: Vormittags Safari in das Schutzgebiet. Ausflug zu den nahen Raneh Falls zum Gharial Schutzgebiet. Die Raneh Falls sind naturlich besonders in der Monsun-Zeit spekatulär, wenn die Wassermassen die Felsen meterhoch überfluten. In der Trockenzeit präsentieren sich die bizarren, in ungezähltn Farbschattirungen schimmernden Gesteinsformationen einer tiefen Schlucht. Hier fühlen sich Krokodile sichtlich wohl und deshalb haben die Naturschutzbehördern hier auch ein Schutzgebiet für die spitzschnauzigen Ghariale eingerichtet, die hier eigentlich nicht heimisch sind. An den Rändern der Schlucht gibt es einen artenreichen Wildbestand und eine vielfälige Vogelwelt.
Übernachtung.

Khajuraho Foto: Olaf Krüger
Khajuraho Foto: Olaf Krüger
Khajuraho Foto: Olaf Krüger

11. Tag: Weiterfahrt nach Khajuraho (30 km, ca. 1 Stunde). Als die Weltöffentlichkeit Ende des 19. Jahrhunderts von den Tempeln in Khajuraho erfuhr, die bis dahin nur der lokalen Bevölkerung bekannt waren, wurde ernsthaft diskutiert, die Bauwerke völlig zu zerstören. Zu sehr waren die Europäer von den drastischen erotischen Darstellungen schockiert. Heute gelten die Tempel von Khajuraho als Weltkulturerbe der Menschheit. 

Khajuraho erlebte seine Blüte von 950 bis 1050 n. Chr. Damals war es Hauptsitz der Chandellas, eines kriegerischen Rajputen-Stammes. Von einst 85 Tempeln sind heute noch 22 gut erhalten. Die Reliefs zeigen Greifvögel, Nymphen, Dämonen und Revolten, Götter in kosmischen Evolutionen, Menschen, Furcht, Zweifel, Eifersucht, Liebe und vollendete Leidenschaft. Zusammen stellen sie das Feinste und Beste aus der Kunst der mittelalterlichen Epoche Indiens dar. Einige Wissenschaftler vertreten die Auffassung, die erotischen Skulpturen stellten eine Art Kamasutra in Stein dar. Doch neben den geradezu akrobatischen Positionen und gelegentlich auch recht humorvollen Darstellungen des Liebesakts sind auch viele lebendige Alltagsszenen zu sehen. Besichtigung der Tempelanlagen, die nur wenige Fußminuten vom Ortskern entfernt liegen. Einen Besuch lohnt auch das alte Dorf Khajuraha mit seinen traditionellen sozialen Strukturen und alten Häusern. Transfer zum Flughafen. Flug nach Delhi

Safari Super Deluxe
Leistungen 10-tägige Individualreise ab Nagpur / bis Khajuraho (oder umgekehrt). Preise pro Person in €. Unterkunft in den genannten Hotels mit Vollpension ( Ausnahme: im Hotel Pashan Ghar, Panna mit Frühstück). Reiseprogramm und Transfers wie beschrieben im klimatisierten Fahrzeug mit Chauffeur, Safaris in die Nationalparks wie beschrieben, Eintrittsgelder. Mindestteilnehmerzahl: 2 Personen. Flüge innerhalb des Programms. Nicht inbegriffen sind: Nicht erwähnte Mahlzeiten und Leistungen, nationale und internationale Flughafensteuern, Visagebühren, Trinkgelder, Getränke während der Mahlzeiten, persönliche Ausgaben, Langstreckenflüge. DZ= Doppelzimmer, EZZ= Einzelzimmer-Zuschlag, Mindestteilnehmerzahl: 2 Personen
Saisonzeiten
DZ EZZ
01.10.11 - 28.12.11 5.000 € 1.800 €
29.12.11 - 02.01.12 5.570 € 2.620 €
03.01.12 - 15.04.12 5.000 € 1.800 €
16.04.12 - 30.06.12 3.900 € 2.100 €
Achtung: Genannte Preise basieren auf einem Sonderangebot mit Mindestaufenthalt von 6 Nächten in den Taj Safari Lodges.
Die Parks sind jährlich vom 01.07. - 30.09. geschlossen.
Vorgesehene Lodges
Ort
Lodge
Pench NP Baghvan Lodge
Bhandavgarh NP Mahua Kothi
Panna NP Pashan Garh Wilderness Lodge
Kanha NP Banjaar Tola