Sondergruppenreise: Im Land des Tigers
Das Land des Tigers Sondergruppenreise mit
TRAVELWIDE REISEN
Der Tiger, die größte Katzenart, ist weltweit vom Aussterben bedroht. In Indiens Wälder finden die schönen Räuber ihre letzten Rückzugsgebiete: Mehr als die Hälfte aller wildlebenden Tiger kommen hier vor. Nirgendwo sonst sind die Chancen so gut, eine der großen gestreiften Katzen zu Gesicht zu bekommen. Indien ist aber auch der letzte Schlupfwinkel des Asiatischen Löwen, der einst in ganz Vorderasien und selbst in Griechenland zu Hause war. Heute finden sich die letzten 300 Tiere im Gir-Schutzgebiet des westindischen Bundesstaates Gujarat, in dem neben Löwen auch Leoparden zu beobachten sind. Die scheuen Leoparden sind in Indien heute noch weitverbreitet und kommen in einer ganzen Reihe von Schutzgebieten vor. Tiger, Löwen und Leoparden teilen sich ihren Lebensraum mit weiteren Raubtieren (u.a. Rothund, Wolf, Schakal und Hyäne) und einer Vielzahl von Huftierarten, ihren Hauptbeutetieren. Unter diesen findet sich auch das größte Wildrind der Erde, der Gaur, dessen gewaltige Körpermaße nur noch von denen der indischen Elefanten und der indischen Panzernashörner übertroffen werden. Außerordentlich vielfältig und farbenprächtig ist die indische Vogelwelt, deren Artenreichtum in den Wintermonaten noch durch zahlreiche Zugvögel vergrößert wird.
Ihr Reiseleiter: Herr Rose ist seit seiner ersten Indienreise von Vielfalt und Artenreichtum der Natur Indiens fasziniert. Auf zahlreichen weiteren Reisen hat er die meisten Naturziele dieser Tour persönlich erkundet und verfügt über große Erfahrung in Indien. Auf seinen zahlreichen Reisen weltweit führt er immer wieder Gruppen von Natur-Interessierten.
Auf den Spuren des Tigers
Reiseverlauf im Überblick: Delhi – Bhakrakot/Corbett Nationalpark – Unchagaon - Agra – Chambal Reservat – Bharatpur/Keoladeo-Ghana) Nationalpark – Ranthambore Nationalpark – Jaipur/Amber – Delhi.
![]() Junger Tiger in Ranthambore, Foto: Ralf Brunotte |
21.02.09: Flug nach Delhi. Voraussichtlich am frühen Vormittag Abflug von Deutschland (Frankfurt) nach Delhi. Innerdeutsche Zubringerflüge und andere Abflugsorte sofern gebucht. Spätabends Ankunft in Delhi, der Hauptstadt Indiens. Zeitzone: MEZ + 4,5 Stunden. Transfer zum Hotel.
22.02.09: Delhi – Bhakrakot/Corbett Nationalpark. Morgens Abfahrt zum Corbett Nationalpark, dem wohl bekanntesten Naturschutzgebiet Indiens im Vorgebirge des Himalayas. Eine Strecke von 245 km Länge, die rund 7 Stunden in Anspruch nimmt. Seine geographische Lage im Übergangsbereich zwischen Hochgebirge und Gangesebene beschert dem Park eine außergewöhnliche Artenvielfalt. Kein Wunder, dass der erste Nationalpark Indiens (1936) zugleich eines der wichtigsten Tierreservate des Landes ist. Benannt nach dem britische Großwildjäger Jim Corbett (1875 – 1955), der mit zunehmendem Alter zum engagierten Naturschützer wurde, ist der Park von ursprünglich 256 qkm auf mittlerweile 521 qkm Gesamtfläche angewachsen. Außerhalb seiner Parkgrenzen wartet eine friedliche, stimmungsvolle Landschaft, in der die Zeit stillzustehen scheint. Ein Leben in Einklang mit der Natur. Je nach Ankunft erster Spaziergang in die Umgebung.
23. bis 25.02.09: Corbett Nationalpark. Der Vormittag bietet Gelegenheit, einen intensiven Blick auf die Welt jenseits des Nationalparks zu werfen. Fußwege durchziehen die Hügellandschaft, verbinden Einzelgehöfte, Terrassenfelder und lichte Waldungen. Ein verwunschenes Fleckchen Erde, das zur eigenen Erkundungen und Entdeckungen geradezu einlädt. Am frühen Nachmittag Aufbruch zum Corbett Nationalpark, der seine herausragende Stellung in erster Linie den hier anzutreffenden Tigern verdankt. Über 130 sollen innerhalb der Reservatsgrenzen leben. Eine derartig hohe Besiedlungsdichte weist kein anderes Schutzgebiet aus. Hier nahm 1973 die großangelegte Rettungsaktion Project Tiger ihren Anfang. Neben den Großkatzen bietet die waldreiche Berglandschaft am romantischen Ramnaga Fluß auch für Leoparden, Bengalkatzen, Wildschweine, Antilopen, Hirsche, Schakale, Affen und Krokodile einen geeigneten Lebensraum. Etwa 200 Elefanten bevölkern den Park. Seit der Ramnagar nicht ohne ökologische Bedenken 1974 zu einem See aufgestaut wurde, haben sich außerdem über 500 Vogelarten angesiedelt und machen Corbett zu einem höchst interessanten ornithologischen Ziel. Schon seiner landschaftlichen Schönheit wegen lohnt der Parkbesuch. Chancen bestehen, mit Geländefahrzeugen und Elefanten (ein Elefantenritt* ist eingeplant) Tiger und viele andere Parkbewohner zu Gesicht zu bekommen. Tiger-Trekking auf geländegängigen Elefanten verschafft jeweils vier Parkbesuchern aus gut drei Metern Höhe einen beachtlichen Überblick. Zwar beansprucht der Ritt die Muskulatur und die ganze Balance-Kunst ungeübter Fotografen, dafür verursachen die Dickhäuter keine Motorgeräusche und verschrecken kein Wild. (Weitere Elefantenritte nach Wunsch und Verfügbarkeit möglich (Extrakosten). Kann vor Ort in Absprache mit allen Beteiligten organisiert werden.)
26.02.09: Corbett Nationalpark – Unchagaon. Nach einer letzten frühmorgendlichen Geländewagenexkursion Abschied vom Corbett Nationalpark. Etwa 4 Fahrstunden und 150 Kilometer braucht die Strecke bis zur alten Königsstadt Unchagaon. Der Ganges bildet die Lebensader dieser Region, die bis ins 19. Jahrhundert noch von dichten Wälder überwuchert war. Mit ihrer Mischung aus indischer und kolonialer Architektur besitzt der Ort seinen eigenen Reiz. Ein Spaziergang im Schatten der Bäume oder ein Besuch des Amantika Devi Tempel am Fluss lassen ahnen, welche Ansicht sich einst den Radschas über das Wasser hinweg auf die weite grüne Stromtiefebene bot. Internationale Gäste sind eher selten. Ein offener Geheimtipp. Stilvolle Unterkunft gewährt das sorgfältig restaurierte Fort Unchagaon, ein gelungenes Beispiel für den palastähnlichen Baustil der indischen Aristokratie. Übernachtung
![]() |
27.02.09: Unchagaon – Agra – Chambal Sanctury. Fahrt durch die Bundesstaaten Haryana (‚der grüne Staat’) und Uttar Pradesh nach Agra (rund 180 Kilometer/5,5 Stunden). Für die allermeisten Besucher ist Agra gleichbedeutend mit dem Taj Mahal, das wie kein anders Monument der Erde den Mythos und die Magie seines Ursprungslandes verkörpert. Die Millionenstadt selbst unterscheidet sich kaum vom typischen Erscheinungsbild nordindischen Großstädte. Wären da nicht die einzigartigen Zeugnisse des knapp 200-jährigen Mogulreiches, die jenseits von Lärm, Hektik und dicht gedrängten Altstadtgassen für ungebrochene Anziehungskraft sorgen. Die uneingeschränkte Machtfülle der Mogulherrscher zeigt sich nirgendwo deutlicher als beim Roten Fort Die mächtige Trutzburg am Ufer des Yamuna Flusses diente im 16. und 17. Jahrhundert als Residenz der muslimischen Herrscher. Ebenso wie das nur 2 Kilometer entfernte Taj Mahal wurde die riesige Festung 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt*. Die Aussicht auf das einzigartige Juwel islamischer Baukunst ist bemerkenswert. Die marmorne Liebeserklärung des Kaisers Shah Jahan an seine verstorbene Lieblingsfrau wurde zum Inbegriff unvergänglicher Liebe. Dem eigentümlichen Zauber dieser großartigen Architektur kann sich niemand entziehen, der durch eines der drei großen Eingangstore die vollkommende Symmetrie der Gesamtanlage erblickt. Nach der Besichtigung Aufbruch zum 70 Kilometer östlich gelegenen Chambal National Sanctuary (Fahrzeit etwa 1,5 Stunden). * Agra erlangte um 1500 historische Bedeutung, als der Lodi-Kaiser Sikandra die Stadt zu seinem Hauptsitz machte. 1566 entschloss sich der Mogulherrscher Akhbar, seine Hauptstadt von Delhi hierher zu verlegen. Nach dem Niedergang der Moguln wurde Agra Mitte des 18. Jahrhunderts innerhalb weniger Jahre von kriegerischen Eindringlingen geplündert. Ihren Ruf verdankt die Stadt den großartigen Schöpfungen der Moguln, vor allem dem Taj Mahal und dem Roten Fort. Insgesamt 20.000 Arbeiter brauchten 22 Jahre, um das Taj Mahal 1653 Fertigzustellen. Dass der Mogulherrscher Shah Jahan noch weitere 72 Gattinnen hatte, beeinträchtigt die romantische Verklärung des berühmtesten Grabmals der Welt in keiner Weise. Der Bau des Festung wurde 1565 unter Akbar aufgenommen und unter seinen Nachfolgern, vor allem unter Shah Jahan, in der zweiten Hälfte des 16. und der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts erweitert. Die Ummauerung war 1571 abgeschlossen. Während Akbar vorwiegend in rotem Sandstein mit Marmoreinlagen baute, bevorzugte Shah Jahan weißen Marmor mit Verzierungen aus Gold und Halbedelsteinen. 1648 wurde die Hauptstadt nach Delhi zurückverlegt, womit das Rote Fort an Bedeutung verlor. Nach seiner Machtergreifung 1658 stellte Aurangzeb seinen Vater Shah Jahan wegen Verschwendung öffentlicher Gelder und den Ruin der Staatsfinanzen beim Bau des Taj Mahal im Roten Fort unter Hausarrest, wo dieser 1666 starb. Mit Blick auf das geliebte Taj Mahal.
![]() |
28.02.09: Chambal Sanctuay. Das 1979 geschaffene Schutzgebiet entlang des Chambal River (1.235 qkm) unterscheidet sich von anderen Nationalparks. Uferabbrüche, Lehmkliffs und Trockenvegetation (Tropical dry scrub Forest) bilden eine Landschaft, die neben verschiedenen Wildtieren besonders Vögeln und Reptilien einen geeigneten Lebensraum bietet. Da Chambal nie als heiliger Fluss galt, blieb er weitgehend intakt und unberührt und zählt heute zu Indiens saubersten Gewässern. Bei der Gründung des Reservats an der Grenze von Uttar Pradesh und Madhya Pradesh stand die Rettung der vom Aussterben bedrohten Krokodil-Populationen (Ganges-Gaviale und Sumpfkrokodile) und Ganges- Delfins im Vordergrund. Am Morgen Bootsfahrt auf dem Fluss, um mit etwas Glück die raren Bewohner aus nächster Nähe zu erleben. Am Flussufer halten sich viele der 290 einheimischen und überwinternden Vogelarten auf, die hier inzwischen beobachtet wurden. Dazu gehören der seltene indische Scherenschnabel, Krabbentriel, Sandbrachschwalbe, Hinduseeschwalbe, Schwarzbauch-Seeschwalbe, Streifengans, Fleckschnabelente, Löffelente, Gänsesäger, Seeregenpfeifer und viele andere Arten. Selbst in ummittelbarer Nähe der Chambal Safari Lodge wurden schon Hasen, Stachelschweine, Zibetkatzen, Streifenhyänen und 170 Vogelarten beobachten. Ein Kamelausritt am Nachmittag rundet den Aufenthalt ab. Abends bleibt vielleicht noch Zeit, das lokale Dorfleben zu entdecken
01.03.09: Chambal Sanctuary – Bharatpur/Keoladeo-Ghana Nationalpark. Weiterfahrt nach Bharatpur, zu einem der bedeutendsten asiatischen Vogelschutzgebiete, das 1981 offiziell zum Keoladeo-Ghana Nationalpark erklärt wurde.* Nachmittags erste Parkexkursion. Das nur 29 qkm große Gelände bildet eine natürliche Senke, die sich während der Monsunzeit im Sommer üblicherweise mit Wasser füllt. So sammelten sich hier seit jeher Wasservögel. Die Herrscher von Bharatpur ließen künstliche Bewässerungskanäle und Dämme errichten. Das von Menschen gestaltete Feuchtgebiet entwickelte sich rasch zu einem Magnet für die Vogelwelt. Über 370 Arten wurden im Nationalpark nachgewiesen, darunter 100 Zugvogelarten aus nordasiatischen Regionen wie Japan und Sibirien. Speziell in den Wintermonaten November bis Mai und während der Brutzeit in den Monsunmonaten von Juli bis Mitte September waren die beiden großen seichten Seen mit den kleinen Bauminseln in der Mitte des Parks Heimatstätte von Zehntausenden von Kormoranen, Reihern, Fasanen, Löfflern, Gänsen, Adlern, Enten und Störchen. In mehr als 10.000 Nestern wurden jährlich 20.000 bis 30.000 Küken ausgebrütet. Allein die über 2.000 Störche benötigten täglich rund fünf Tonnen Futter, ein Hinweis auf die enormen Fischmengen, die in den seichten Gewässer zu finden waren. Anhaltende Trockenperioden in den letzten Jahren haben allerdings das Naturrefugium erheblich beeinträchtigt und zu gravierenden Rückgängen der gefiederten Bewohner geführt. Wie sich die künftige Entwicklung darstellt, ist nur schwer abzuschätzen. Neben der Vogelwelt können Säugetiere wie Sambar- und Axishirsche, Hirschziegen- und Nilgauantilopen sowie Fischotter und Mungos beobachtet werden. Das Gebiet kann am besten mit einer Fahrrad-Rikscha erkundet werden. Übernachtung
![]() Indischer Tiger |
Indiens Tiger – Rettung in letzter Sekunde. Bei der Jagd auf Wildkatzen waren weder die indischen Maharadschas noch die Briten besonders zimperlich. Hungrig nach Macht, Ruhm und Trophäen schossen sie jahrzehntelang auf alles, was sich bewegte. Der Tiger als König der Tiere war besonders begehrt und durfte als Beute in keinem Herrscherhaus fehlen. So soll der Maharadscha von Gwalior nach glaubwürdigen Angaben während einer Treibjagd 1899 nicht weniger als 150 der Großkatzen erlegt haben. Kein Wunder, dass die Bestände rapide abnahmen und von 40.000 Exemplaren um 1900 auf ganze 1.827 Tiger im Jahr 1969 sanken. Starkes Bevölkerungswachstum und weitflächige Zerstörung des natürlichen Lebensraums beschleunigten diese Entwicklung. 1973 zog die indische Regierung mit Unterstützung des World Wildlife Fund die Notbremse und gründete das Project Tiger. Eine der weltweit größten Rettungsaktionen begann. Nicht nur die Tiger, das gesamte ökologische System und die Anrainer (Dorfgemeinschaften) sollten mit einbezogen werden. Aus anfangs neun Schutzgebieten sind mittlerweile dreiundzwanzig mit über 20.000 qkm geworden. Die meisten Reservate liegen im Norden. Sie bestehen aus einer streng geschützten Kernzone und einer Pufferzone, die den Bewohnern der Umgebung eingeschränkte Nutzungsrechte (Weiderechte oder Sammeln von Feuerholz). Die Zahl der Tiger wird heute wieder auf 3.700 Exemplare geschätzt. Eine Erfolgsgeschichte mit gemischten Aussichten. Quelle: Project Tiger Status Reports
![]() Affen warnen vor dem Tiger, Foto: Jakub Studnar |
02. bis 06.03.09: Ranthambore Nationalpark. Morgens und nachmittags Jeep- oder Canterfahrten* im Schutzgebiet. Welcher Teil des Parks aufgesucht werden kann, wird durch die Parkverwaltung tagtäglich neu entschieden und am Eingangsbereich mitgeteilt. Zudem besteht eine Höchstgrenze für Fahrzeuge und Besucher, um die Auswirkungen auf die Natur im Rahmen zu halten. Durch frühzeitige Anmeldung wird gewährleistet, das die Exkursionen wie vorgesehen durchgeführt werden können. Durch das ‚Project Tiger’ erhielt das einstige Jagdrevier der Maharadschas von Jaipur als Schutzgebiet eine herausragende Bedeutung. Konsequenter als anderswo trug die Parkverwaltung den speziellen Erfordernissen der gefährdeten Tiere Rechnung. Seit Beginn der Rettungsaktion stieg die Tigerpopulation auf etwa 40 Köpfe. In kaum einem anderen Nationalpark Indiens sind die Chancen, die eleganten Großkatzen zu Gesicht zu bekommen, größer als in Ranthambore. Die Tiger fühlen sich innerhalb des Parkgeländes derart sicher und heimisch, dass sie selbst bei Tageslicht auf Beute gehen. Auch Sambar- und Axishirsche, Wildschweine, Leoparden, Lippenbären, Schakale und Hyänen haben hier ihren geeigneten Lebensraum gefunden. Übernachtung.
* Canter = hochrädrige, offene Fahrzeuge, die bei größerer Personenzahl zur Tierbeobachtung eingesetzt werden. Wenn irgendwie möglich, sind alle Exkursionen mit Geländefahrzeugen geplant, die aufgrund ihrer Größe und Beweglichkeit einfach bessere Erkundungen erlauben
06.03.09: Rhantambore Nationalpark - Jaipur: Nach einer letzten Morgenexkursion im Nationalpark Fahrt nach Jaipur (165 km/4 Fahrstunden), eine nach den Regeln altindischer Baukunst (Shilpa Shastra) geschaffene, von zinnengekrönten Mauern umgebene Stadt. Rosa gilt hier seit jeher als Symbol für Gastfreundschaft. Zum Besuch von Prinz Albert wurden die Häuser 1883 in der traditionellen Grußfarbe angestrichen – so kam es zum Beinamen "Pink City". Nachmittags Ausflug zum zwölf Kilometer entfernten Amber Fort, eine imposante Bergfestung, die vielen als die schönste Palastanlage ganz Indiens gilt. Die Kachhawa-Rajputen gründeten hier im 11. Jahrhundert ihre Hauptstadt, die erst 1728 mit dem Bau von Jaipur wieder an Bedeutung verlor. Innerhalb des Forts gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten: das Hauptheiligtum, der Kali-Tempel, der ausschließlich der Herrscherfamilie vorbehalten war; die Säulenhalle Diwan-i-Am aus rotem Sandstein; der Spiegelpalast Sheesh Mahal und die Ruhmeshalle Jag Mandir. Übernachtung in Jaipur
![]() |
Kamel Auftrieb. Weltweit steigende Kraftstoffpreise sorgen in Indien für eine Hausse ganze besonderer Art. Während in den letzten Jahren die Zahl der Kamele im Bundesstaat Rajasthan einen dramatischen Rückgang verzeichnete und die Tiere immer häufiger durch Trecker ersetzt wurden, ist neuerdings eine deutliche Umkehr zu beobachten. Der Betrieb der Traktoren kommt mittlerweile vielerorts zu teuer. Zwar hat sich laut einem Bericht der „Financial Times“ auch der Preis für Kamele in den letzten 24 Monaten auf rund 1.000 US-Dollar verdreifacht, dennoch sind sie damit immer noch billiger als ein einfacher Trecker, der erst ab 4.000,00 Dollar zu haben ist. Und zusätzlich teueren Treibstoff braucht. Tierschützer hoffen nun auf eine Zunahme der Kamele in ganz Indien. Seit 1998 hatte sich die Zahl der Tiere auf 450.000 halbiert. Zuletzt dienten sie nur noch als Schlachtvieh. Quelle: mid 2008
07.03.09: Jaipur - Delhi: Besichtigung* von Jaipur (rund 2,5 Mio. Einw.), Hauptstadt des Bundesstaates Rajasthan (342.239 qkm/57 Mio. Einw.) und eine der eindrucksvollsten Metropolen Indiens: Palast der Winde (Hawa Mahal), hinter dessen Scheinfassade die Damen des Hofes das Alltagsleben beobachten konnten, ohne selbst gesehen zu werden. Stadtpalast, in dessen Audienzhalle riesige Amphoren aus purem Silber bestaunt werden können, die auf Reisen des Maharadschas zum Transport von heiligem Gangeswasser dienten. Ein Banner zeigt an, ob die herrschaftliche Familie, die einen Seitenflügel des Palastes bewohnt, zu Hause ist. Direkt neben dem Gebäude befindet sich das legendäre Freilichtobservatorium (Jantar Mantar), das als einziges der vier im Land noch erhaltenen Anlagen komplett mit historischen Instrumenten ausgestattet ist. Anschließend Weiterfahrt nach Delhi (260 km/6 Stunden)
* Besichtigungsprogramm Jaipur und Amber unter Vorbehalt. Umstellungen je nach Zeit und Gegebenheiten möglich. Jaipur wurde im 18.Jahrhundert gegründet. Rajasthan entstand 1948 als zweitgrößter Bundesstaat Indiens aus unabhängigen Fürstentümern. Die regierenden Rajputen Fürsten ließen über Jahrhunderte hinweg prunkvolle Paläste errichten, die heute zu Besucherattraktionen geworden sind. Die Stammeskaste der Rajputen war für ihre stolzen Krieger bekannt und behielt auch unter britischer Kolonialherrschaft weitgehend ihre Selbstständigkeit. Im Nordosten des Bundesstaates liegt die Wüstensteppe Thar, in der die Rajasthani Kamele, Schafe und Ziegen züchten, die jedes Jahr bei dem berühmten Pushkar Fest auf den Markt gebracht werden. Regenwasser aus der Monsun-Zeit wird gesammelt und dient der künstlichen Bewässerung, so dass auch Baumwolle, Mais und Weizen angebaut werden können.
08.03.09: Delhi. Eindrücke und Ansichten einer Stadt, die mit gut zwölf Millionen Einwohnern aus allen Nähten platzt. Bei geballter Hektik, Dreck und Lärm kann von meditativer Ruhe keine Rede sein, doch widersprüchlich wie das Land ist auch seine Metropole. Delhi setzt sich aus sehr unterschiedlichen Stadtteilen zusammen. Machen Sie sich selbst ein Bild. Besichtigung von New Delhi mit breiten Boulevards, modernen Gebäuden, dem Regierungsviertel und dem ‚Indian Gate’. Etwas außerhalb befinden sich die Siegessäule ‚Qutab Minar’ (73 m) und das Grabmal des Mogul-Kaisers Humayun – Vorbild für das weltberühmte Taj Mahal. In Old Delhi Besuch des Roten Forts und der Freitagsmoschee (Jama Masjid) mit herrlichem Blick auf die quirlige Basarstraße Chandni Chowk. Enge Gassen, Fahrrad-Rikschas, bunte Gewänder, Gehupe, Gewürze und alle nur erdenklichen Warenauslagen – die pralle Mischung indischen Alltagslebens. Die Hotelzimmer stehen am Abend noch zum Frischmachen und Umziehen zur Verfügung. Später Transfer zum Flughafen.
09.03.09: Delhi - Deutschland: Voraussichtlich nach Mitternacht Abflug von Delhi zurück nach Europa. Ankunft am Morgen je nach Flughafen und gebuchten Anschlussflügen.
| Sondergruppenreise Travelwide | ||||||||
| Leistungen | Mindestteilnehmer: 10 Personen. Linienflüge (Economyklasse) mit Lufthansa oder einer anderen IATA-Fluggesellschaft Frankfurt, Delhi und zurück. Zubringerflüge auf Anfrage. Steuern und Sicherheitsgebühren. 15 ÜN im Doppel- oder Einzelzimmer in Mittelklassehotels, Lodges und einfachen Gästehäusern mit Halbpension.
Vollverpflegung: Corbett, Chambal und Ranthambore Nationalpark. Transfers und Rundreise in landesüblichen Fahrzeugen mit Klima-Anlage. Ausflüge, Besichtigungen und Exkursionen gemäß Programm. Eintritte. Deutsche und englischsprachige örtliche Reiseleitung. Sicherungsschein.
DZ= Doppelzimmer, EZZ= Einzelzimmer-Zuschlag | |||||||
| Reisetermin: 21.02.- 09.03.2009 | DZ | EZZ | ||||||
| 3.470 € | 840 € | |||||||
| Gut zu wissen: | Sollte die vorgesehene Teilnehmerzahl von mindestens 10 Personen nicht erreicht werden, besteht die Möglichkeit, gegen Zuzahlung die Reise auch mit 8 oder 6 Personen durchzuführen. Der Aufpreis für ein Einzelzimmer bliebe davon unberührt und würde unverändert beibehalten. Bitte bei Buchung gewünschten Zubringerflughafen und bevorzugte Zimmerkategorie (Einzel- oder Doppelzimmer) angeben. Verlängerungen und Anschlussprogramme auf Anfrage. | |||||||
| Achtung: | Nicht inbegriffen: Sonstige Mahlzeiten und Getränke, Trinkgelder, Kofferträgergebühren, persönliche Ausgaben sowie fakultative Exkursionen, evtl. Foto- und Videogebühren. Visumkosten und Besorgung. | |||||||
| Vorgesehene Hotels zur Sondergruppenreise Travelwide "Im Land des Tigers" | ||||
| Ort | Hotel | Delhi | The Hans Plaza | |
| Corbett | Camp Fortail Creek | |||
| Corbett im Wildschutzgebiet | Hideaway River Lodge | |||
| Unchagaon | Fort Unchagaon | |||
| Chambal | Chambal Safari Lodge | |||
| Bharatpur | Laxmi Vilas Palace | |||
| Ranthambore | Tiger Den Resort | |||
| Jaipur | Golden Tulip | |||












