Spiti-Lahaul-Ladakh - Das verbotene Tal
Von Shimla, der einstigen Sommerresidenz der britischen Vizekönige geht es in die weltabgeschiedenen und bis 1994 unzugänglichen Provinzen Kinnaur, Spiti und Lahaul. Der heilige Berg Kailash und die Klöster von Spiti sind nur einige Höhepunkte der mitunter anstrengenden Abenteuerreise.
Beste Reisezeit: Anfang Juli bis Mitte September.
1. Tag: Freizeit in Delhi. Übernachtung.
2. Tag: Morgens Zugfahrt nach Shimla, Hauptstadt des Bundesstaates Himachal Pradesh. Die letzten 90 Kilometer fahren Sie mit dem "Toy Train", einer Schmalspurbahn, die 1903 von den Engländern gebaut wurde. Shimla, auf 2200 Metern malerisch auf mehreren Berghängen gelegen, war bei den Engländern als kühler Erholungsort im Sommer so beliebt, dass es 1864 Sommerresidenz der Kolonialregierung wurde. Die dicht bewaldeten Hänge von Mashobra sind Teil des Wald- und Wassereinzugs-Naturschutzgebietes von Shimla. Die natürliche Vegetation besteht aus Zedern oder Himalajazedern, Kiefern, Eichen und Rhododendron, ebenso wie Ahorn und Rosskastanien, durchsetzt mit bunt gemischten Sträuchern, Wildblumen und Gräsern. Die Tierwelt besteht aus Schakalen, Muntjaks ("bellenden Hirschen") und selten auch Leoparden, sowie zahlreichen Vogelspezies wie dem Himalajaadler, Fasanen und Rebhühnern. Der Moschushirsch ist das Staatstier von Himachal Pradesh, während der Monal-Fasan der Staatsvogel ist. Mashobra ist umringt von den Gipfeln des Westlichen Himalaja und bietet so eine einzigartige Aussicht. An klaren Tagen sind die Berge der Pir Panjal-Kette im Bundesstaat Jammu und Kashmir zu sehen, die sich bis hinüber zum Nanda Devi in der Garhwal-Region von Uttar Pradesh erstrecken. Übernachtung.
3. Tag: Shimla, (früher auch Simla) nach der Hindu-Göttin Shyamala Devi, einer Reinkarnation der im Hinduismus verehrten Göttin Kali benannt.
Der Ort gehörte früher zum nepalesischen Königreich und hieß Shyamala. Er wurde 1819 von den Briten entdeckt. Von 1834 bis 1939 zog die gesamte Regierung Britisch-Indiens (zuerst von Kolkata, später von New Delhi) in den Sommermonaten in die kühle Höhe Shimlas. Shimla wurde Teil einer Inszenierung britischer rassischer Überlegenheit: Bis zum Bau der Eisenbahn vollzog sich dieser Umzug als eine Karawane mit zweispännigen Tongas, die in acht Stunden die Fahrt durch die Hügellandschaft von Kalka nach Shimla zurücklegte. Seit 1903 ist der Ort mit der Kalka-Shimla-Strecke an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Traditionell blieb es während der britischen Kolonialzeit dem Vizekönig von Indien, dem britischen Oberbefehlshaber der Indischen Armee und dem Gouverneur des Panjab vorbehalten, in Shimla eine Kutsche, später ein Auto zu benutzen, während die übrige Kolonialgesellschaft Rikschas für den Personentransport und Ochsenkarren für den Gütertransport benutzte. Mit ihnen wurden die Luxusgüter für die Kolonialgesellschaft zu den legendären Banketten geschafft, um vornehme Bälle im Stil viktorianischer Gesellschaft zu feiern. Shimla war 1914 Schauplatz der britisch-chinesisch-tibetischen Verhandlungen, die in der Shimla-Konvention über die Grenze zwischen Tibet und Britisch-Indien entlang der McMahon-Linie endeten. Nach dem Bangladesch-Krieg 1971 unterzeichneten der pakistanische Staatspräsident Zulfikar Ali Bhutto und die indische Premierministerin Indira Gandhi hier das Shimla-Abkommen, in dem die Waffenstillstandslinie in Kaschmir zwischen Indien und Pakistan als „Line of Control" festgeschrieben wurde.
Die Hauptfußgängerzone The Mall liegt auf dem Grat und bietet eine gute Aussicht auf Stadt und den Himalaya. Bis zum Ersten Weltkrieg war The Mall für Inder verbotenes Terrain. Hier befanden sich Banken, Teesalons und Geschäfte der britischen Kolonialgesellschaft. The Mall war raffinierte, subtile Bestätigung der rassischen Überlegenheitsgefühle britischer Herrschaft über "wimmelnde, braune Massen" in den heißen, staubigen Ebenen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es auch Indern erlaubt, The Mall zu betreten, vorausgesetzt, sie trugen keine indische Kleidung. Die Architektur Shimlas ist von Gebäuden im britischen Stil des 19. Jahrhunderts geprägt. Ein achteckiger Musikpavillon aus dieser Zeit liegt an The Mall. Die zweitälteste protestantische Kirche Indiens, die Christ Church, liegt am östlichen Ende von The Mall; sie wurde von 1846 bis 1857 erbaut und verfügt über einen Tudor-Turm, dessen Glocken aus von den Briten erbeuteten Kanonen gegossen worden waren.
Auf dem höchsten Punkt der Stadt ist der Jakhu-Tempel gelegen, der dem Hindu-Gott Hanuman gewidmet ist.
4. Tag: Beginn der anstrengenden Jeepfahrt durch die nur mit Sondergenehmigung zugängliche Provinz Kinnaur. Auf der alten Hindustan-Tibet Route geht es durch das von hohen Gipfeln, grünen Feldern und dichten Wäldern gesäumte Sutlej-Tal nach Sarahan (175 km). Besuch des Bhim-Kali Tempels (15. Jh.) Übernachtung in Sarahan.
5. Tag: Fahrt durch die engen Schluchten des Sutlej-Tales via Sangla nach Chitkul im Baspa-Tal. Das Baspa-Tal gehört zu den schönsten alpinen Hochtälern der Region. Von Chitkul bietet sich ein schöner Blick auf den heiligen Berg Kinnaur Kailash (6050 Meter). Übernachtung.
6. Tag: Tag zur freien Verfügung, um das Tal selbst zu erkunden. Übernachtung.
7. Tag: Entlang des Sutlej-Flusses, der bei Khah in den Spiti mündet, führt die Strasse ins Spiti-Tal nach Nako (150 km). Besuch einer der ältesten buddhistischen Gompas mit einem Fußabdruck, der von Guru Padmasambhava stammen soll. Übernachtung.
8. Tag: Entlang des Spiti-Flusses geht’s nach Tabo, dem bedeutendsten Kloster Spitis. Die entfernt an Pueblos in Neumexiko erinnernde Anlage wurde 996 gegründet und gilt als eines der eindrucksvollsten Beispiele früher buddhistischer Klosteranlagen. Wegen der herrlichen Wandmalereien und Statuen wird es auch Ajanta des Himalaya genannt. Fahrt nach Dankar, der ehemaligen Hauptstadt des Königreichs Spiti aus dem 10. Jh., die wie ein Adlerhorst auf steilen Felsen gebaut ist. Weiterfahrt nach Kaza, der Hauptstadt Spitis. Übernachtung.
9. Tag: Ausflug zum Kloster Ki, das wie eine Burg über dem Spiti-Tal thront. Besuch von Kibber, das mit etwa 4300 m als eine der höchstgelegenen Siedlungen der Welt gilt. Übernachtung in Kaza.
10. Tag: Von Kaza geht die Fahrt über ungeteerte Strassen zum 4550 m hoch gelegenen Kunzum-La-Pass, der umgeben von schneebedeckten Sechstausendern die natürliche Grenze zwischen Lahaul und dem Tal von Spiti bildet. Übernachtung im Camp in Jispa oder im Gästehaus in Keylong.
11. Tag: Auf etwa 3500 m Höhe windet sich die Strasse nach Leh durch ein enges Tal, das sich in Darcha öffnet, und führt dann in Serpentinen hinauf zum Baralacha-La-Pass (4883 m) mit einem grandiosen Blick über die Gletscher Lahauls. Weiterfahrt nach Sarchu. Übernachtung im Camp.
12. Tag: Nach frühzeitiger Abfahrt sind heute 250 km Gebirgsfahrt zu bewältigen. Die zu befahrenden Pässe reichen über 5000 Meter. Bizarre Felsen, enge Schluchten, wüstenhafte Hochebenen prägen die Landschaft. Vor Erreichen des Indus-Tals muss der zweithöchste Pass der Welt, der Tanglang-La (5360 m) bezwungen werden. Übernachtung in Leh.
13. Tag: Tag zur freien Verfügung.
14. Tag: Besuch der bedeutendsten Klöster in Ladakh: Hemis, Thiksey und Trakthok Gompa. Hemis Gompa, 45 km von Leh in einem Seitental gelegen, ist mit 500 Mönchen das grösste und reichste Kloster Ladakhs und wurde 1638 gegründet. Thiksey gehört zu den eindrucksvollsten Klosteranlagen in diesem Teil des Indus-Tales. Die Gelbmützen-Gompa von 1440 ist der Prototyp burgähnlicher Klöster, die seit dem 15. Jh. das Gesicht der Kulturlandschaft Ladakhs prägen. Vom Dach des Klosters, das den grössten goldenen Buddha des Landes besitzt, hat man einen weiten Blick über das Indus-Tal mit den Klöstern Stakna, Matho und Shey. Attraktion des Klosters Trakthok ist die Meditationshöhle von Guru Padmasambhava, der den Buddhismus nach Tibet gebracht haben soll. Übernachtung in Leh.
15. Tag: Besuch des Palasts von Stok, des Klosters Spituk und des Flüchtlingslagers Choglamsar. Übernachtung in Leh.
16. Tag: Fahrt zum berühmten Kloster nach Lamayuru. Die imposante Anlage ist in die bizarren Lehmformationen eines ausgetrockneten Sees eingebettet. Fahrt nach Alchi. Übernachtung in Alchi.
17. Tag: Besuch des 1000 Jahre alten Klostes von Alchi, das für seine reichen Wandmalereien und Holzschnitzereien berühmt ist, die die vergangene Kultur des Königreiches von Kaschmir widerspiegeln. Auf der Rückfahrt nach Leh statten Sie der Gompa von Likir noch einen Besuch ab. Likir wird heute von Ngari Rinpoche, dem jüngeren Bruder des Dalai Lama geleitet. Eine Sammlung wertvoller Thankas (Wandbehänge) erinnert an den einstigen Reichtum des Klosters. Übernachtung in Leh.
18. Tag: Flug nach Delhi. Transfer zum Hotel. Rest des Tages zur freien Verfügung.
19. Tag: Stadtbesichtigung von Delhi. Übernachtung.
20. Tag: Transfer zum Flughafen Delhi.
| Vorgesehene Hotels zu SPITI - LAHAUL- LADAKH | ||||
| Ort | Hotel | Delhi | The Park | |
| Shimla | Woodville Palace | |||
| Sarahan | Srikhand | |||
| Chitkul | Banjara (Camp in Sangala) | |||
| Nako | Guest House | |||
| Kaza | Sakya Abode | |||
| Jespa | Ibex Hotel | |||
| Sarchu | Fixed Camp | |||
| Leh | Carvan Centre | |||
| Alchi | Alchi Resort / Zimskang | |||
| Leh | Carvan Centre | |||
| Delhi | The Park | |||
| Spiti - Lahaul - Ladakh | TOUR LA 20 | |
| Leistungen | 20-tägige Individualreise ab/bis Delhi. Preise pro Person in €. Flug von Leh nach Delhi, Unterkunft in den genannten oder gleichwertigen Hotels oder Zeltcamps (Camping-Ausrüstung wird gestellt) mit Vollpension (in Delhi & Shimla mit Frühstück). Reiseprogramm und Transfers wie beschrieben im nichtklimatisierten Fahrzeug mit Chauffeur, Zugfahrten wie beschrieben, lokale englischsprachige Reiseleitung, Eintrittsgelder. Mindestteilnehmerzahl: 2 Personen. DZ= Doppelzimmer, EZZ= Einzelzimmer-Zuschlag | |
| Saisonzeiten | ||
| DZ | EZZ | 01.10.2008 - 30.09.2009 | 1.830 € | 690 € |
| Achtung: | Bitte beachten Sie die besonderen Hinweise zu Reisen im Hochgebirge. Evt. anfallende obligatorische Kosten für Weihnachts- oder Silvesterdinner | |
Wichtiger Hinweis
Wichtiger Hinweis für alle Reisen ins Hochgebirge: |
Wie in jedem Hochgebirge ist die planmässige Durchführung der Reisen wetterabhängig. Programmänderungen und Verschiebungen können durch nicht voraussehbare Umstände auch sehr kurzfristig eintreten. Dies betrifft besonders die Flüge von/nach Leh, die nur bei guten Wetterverhältnissen durchgeführt werden. Monsunregen und widrige Winde im Industal führen wiederholt zu Flugausfällen. Die Touren setzen sportliche Einstellung sowie einen guten Gesundheitszustand voraus. Bitte lassen Sie sich vorher von Ihrem Arzt beraten. Die Fahrt erfolgt in landesüblichen Fahrzeugen (Autos oder Jeeps), die nicht mit unserem Standard und Komfort vergleichbar sind. Die Gebirgsstraßen sind nur teilweise geteert und oft in schlechtem Zustand. Die Gästehäuser und Zeltcamps haben nur einfachen Standard und bieten keinerlei Komfort. Bei Zeltübernachtungen ist es empfehlenswert, einen eigenen Schlafsack und eine Thermo-Matte mitzunehmen. |


















