Sunderbans Projektreise
![]() Sunderbans Jungle Camp Gehöft |
Tag 1: Frühmorgens werden Sie an Ihrem Hotel in Calcutta abgeholt und fahren mit dem Auto durch die schöne Landschaft südlich von Calcutta zur Bootsanlegestelle in Sonakhali. Unterwegs Zwischenstopp auf dem Markt in einem lokalen Fischerdorf. In Sonakhali stößt Ihr lokaler Naturführer und es beginnt eine zweistündige Fahrt über die Flüsse Hogol, Gomor, Durgaduani und Gumdi. An Bord werden Kaffee/Tee oder Softdrinks gereicht. Zwischenstopp in Gosaba, einer der ersten Siedlungen in den Sunderbans mit Besuch des Hauses von Sir Daniel Hamilton – einem schottischen Banker und Initiator der ersten indischen Genossenschaftsbewegung. Gegen Mittag Ankunft auf der Insel Bali und Bezug der Zimmer im Sunderbans Jungle Camp, das die indische Organisation "Help Tourism" gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung aufgebaut hat. Das Camp bietet vielen Menschen, die ansonsten ausschließlich auf ihre Landwirtschaft angewiesenwären, eine verlässliche Verdienstmöglichkeit. Neben den direkt im Camp Beschäftigten gilt dies auch für Handwerker, die am Bau und der Instandhaltung beteiligt sind, für Führer, für Ladenbesitzer und für Fischer, die die Gäste durch die Kanäle rudern oder ihren Fisch verkaufen können. Da Tourismus nur mit und nicht gegen die Menschen stattfinden kann, wurde von Anfang an Wert darauf gelegt, der lokalen Bevölkerung konkrete aus dem Tourismus resultierende Vorteile zu verdeutlichen. Durch die Einnahmen des Camps werden eine Vielzahl von sozialen Projekten unterstützt und zum Teil erst ermöglicht. Das vielleicht herausragendste Beispiel ist, dass alle 14 Tage medizinische Untersuchungen durch einen ausgebildeten Mediziner abgehalten und von diesem auch kostenfrei Medikamente verordnet werden. So konnten bisher ca. 10 000 Einheimische medizinisch versorgt werden. Menschen für die das nächste Krankenhaus zu weit entfernt gewesen wäre.Nach dem Mittagessen dreistündige Vogel- und Tierbeobachtungsbootsfahrt durch die Kanäle zum Sudhanyakhali Aussichtsturm.
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Tag 2: Ganztägige Vogel- und Tierbeobachtungsbootsfahrt mit Halt am Netidhopani Aussichtsturm (abhängig vom Wetter). Ausfahren zum Fischen auf einem kleinen lokalen Fischerboot. Die Sunderbans sind die Heimat einer großen Anzahl von Tierarten, von denen der Bengalische Königstiger die wichtigste ist. Die Tiger streunen in der gesamten Region, manchmal überbrücken sie schwimmend mehrere Kilometer. Nur in den Sunderbans haben sich die Tiger einen gewissermaßen amphibische Lebensweise angewöhnt. Zudem kommen im Mangrovengebiet viele„ richtige“Amphibienarten und Reptilienarten, Fische und Säugetiere sowie über 180 Vogelarten vor. Das Mittagessen wird auf dem Boot serviert. Abends Aufführung des lokalen Theaterstücks Bonobibi Yatra durch Einwohner von Bali. Das Theaterstück erzählt mit viel Musik und Tanz die packende Geschichte des Tigerherrschers, der Gottheiten des Waldes, von Fischern und Honigsammlern.
![]() Tiger |
Tag 3: Vormittags Vogel- und Tierbeobachtungsbootsfahrt zum Do Banki Aussichtsturm. Nachmittags Ausfahrt mit dem Ruderboot.
Tag 4: Geführte Dorfbesichtigung, bei der Sie Einblicke in den Lebensstil der lokalen Bevölkerung gewinnen können. Nachmittags Bootsfahrt nach Sonakhali, von wo es mit dem Auto wieder nach Calcutta geht.
Das Jungle Camp
Das Sunderbans Jungle Camp liegt neben einer kleinen bäuerlichen Ansiedlung, eingebettet zwischen Fluss und Reisfeldern. Beim Bau wurden der traditionelle Baustil aufgenommen und weitgehend lokale Baumaterialien verwendet. Das Camp besteht aus sechs Bungalows, die sich um einen großzügigen Fischteich gruppieren. Alle Bungalows verfügen über einen Schlafbereich mit bequemen ausreichend großen Betten und ein Duschbad mit Toilette in westlichem Stil. Das Wasser wird durch die Sonne auf angenehme Temperaturen aufgewärmt, die Elektrizität für Licht wird durch Solarzellen gewonnen, der Ventilator wird auf Wunsch mit einem Generator betrieben. Der Speisebereich ist offen gehalten und liegt direkt am Fischweiher. Zudem gibt es das "Fishermens Deck", eine Terrasse, auf der man über dem Wasser sitzen kann. Eine Bambusbrücke verbindet die Bungalows jenseits des Fischteiches mit dem Speisebereich. Auf dem Gelände des Camps befindet sich das Gebäude der lokalen Nature and Wildlife Protection Society, wo man ausführliche Informationen über das Ökosystem Sunderbans erhalten kann.
![]() Bungalow | ![]() Bungalow | |
![]() Team |
Das Team
Im Jungle Camp arbeiten ausschließlich Menschen aus den Sunderbans, die in unmittelbarer Nachbarschaft des Camps wohnen. Mit ihrer ehrlichen Gastfreundschaft versuchen Sie, den Gästen jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Die Mitarbeiter im Camp sind bemüht, auch für sie ungewohnte Verhaltensweisen der Gäste zu verstehen. Menschen, die von außerhalb der Sunderbans kommen, stellen eine wichtige Schnittstelle zur "Außenwelt" dar. Vieles was in den westlichen Industriestaaten selbstverständlich ist, ist in den Sunderbans nicht unbekannt aber selten. Gäste, die fragende Blicke nicht scheuen, die erklären und sich austauschen, wird man in den Sunderbans bestimmt in guter Erinnerung behalten
![]() Essgelegenheit |
Das Essen
Die bengalische Küche, die im Camp serviert wird, sucht man in den Großstädten vergeblich. Viele Gäste aus Bengalen kommen auch wegen des Essens immer wieder - es schmeckt ihnen "wie bei Muttern". Verwendet werden wann immer möglich frische und regionale Produkte. Die Basis bilden meist Reis oder Chapati-Brote, dazu gibt es verschiedene Gemüse, Fisch oder Fleisch. Die Sunderbans sind ein Paradies für Liebhaber von Fisch, Krabben und Shrimps
Das Camp als Lebensgrundlage
Das Camp bietet vielen Menschen, die ansonsten ausschließlich auf ihre Landwirtschaft angewiesen wären, eine Verdienstmöglichkeit. Neben den direkt im Camp Beschäftigten gilt dies auch für Handwerker, die am Bau und der Instandhaltung beteiligt sind, für Führer, für Ladenbesitzer und für Fischer, die die Gäste durch die Kanäle rudern oder ihren Fisch verkaufen können. Da Tourismus nur mit und nicht gegen die Menschen stattfinden kann, wurde von Anfang an Wert darauf gelegt, der lokalen Bevölkerung konkrete aus dem Tourismus resultierende Vorteile zu verdeutlichen. Durch die Einnahmen des Camps werden eine Vielzahl von sozialen Projekten unterstützt und zum Teil erst ermöglicht. Das vielleicht herausragendste Beispiel ist, dass alle 14 Tage medizinische Untersuchungen durch einen ausgebildeten Mediziner abgehalten und von diesem auch kostenfrei Medikamente verordnet werden. So konnten bisher ca. 10 000 Menschen medizinisch versorgt werden. Menschen für die das nächste Krankenhaus zu weit entfernt gewesen wäre.
![]() Fischer | ![]() Jungle Camp | ![]() Fischer Boote | ||
![]() Jungle Boot | ![]() Freizeit | ![]() Freizeit | ||

















