Madhya Pradesh - Kaleidoskop der Kulturen
Höhepunkte Zentralindiens im Bundestaat Madhya Pradesh: Allein drei Stätten des UNESCO-Weltkulturerbes stehen auf dem Reiseplan – Die steinzeitlichen Höhlenmalereien von Bhimbetka, die buddhistischen Stupas von Sanchi und die erotische Tempelkunst von Khajuraho. Die mystische Atmosphäre sagenhafter Pilgerorte und die faszinierende Entdeckung unberührter Natur im Reich des Tigers runden das Programm ab.
1. Tag: Ankunft in Indore, Empfang am Flughafen, Weiterfahrt nach Dhar, ca. 2 Stunden, Check-in im Hotel Jhira Bagh Palace
Dhar war einst Fürstenstaat der Central India Agency von Britisch-Indien. Die Region wurde 1560 von Akbar dem Großmogulreich einverleibt und ging in den Marathen-Kriegen wieder verloren. 1742 gab der Peshwa von Pune dem Marathenführer Udaji Rao I. Puar einige Gebiete in Malwa zu Lehen. In den folgenden Jahrzehnten ging vieles davon verloren; einiges konnte mit Hilfe der Briten zurückgewonnen werden, als Dhar 1819 britisches Protektorat wurde (bis 1947). Raja Udaji Rao II. Puar (1898-1926) war Oberstleutnant in der britisch-indischen Armee und wurde 1918 zum Maharaja erhoben.
Das Land hatte 1941 eine aus mehreren Teilen bestehende Fläche von 4662 Quadratkilometern und 279 000 Einwohner. Dhar vollzog am 15. Juni 1949 den Anschluss an Indien und trat am 16. Juni der Fürstenunion Madhya Bharat bei. Am 1. November 1956 wurden alle Fürstenstaaten der Union aufgelöst und dem Bundesstaat Madhya Pradesh einverleibt
Der Jhira Bagh Palast wurde 1860 von Maharaja Ananad Rao Puar III als Gästehaus für ausländische Besucher gebaut. Bis 1943 logierten hier britische Offiziere, General-Gouverneure und Vizekönige. Dann machte der letzte Herrscher von Dhar, Maharaja Ananad Rao Puar IV, den Palast zu seinem privaten Wohnsitz und ließ das Anwesen im Art Deco- und Bauhaus-Stil renovieren. Seit kurzem ist der Jhira Bhag Palace ein nostalgisches Heritage Hotel mit großzügigen Suiten. Die Betreiber legen großen Wert auf Umweltschutz und haben entsprechende Maßnahmen zum verantwortlichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen getroffen. Solarenergie, Biogas und Wasseraufbereitung sind wichtige Säulen des Umweltkonzepts, Produkte aus eigenem Anbau gedeihen ohne Einsatz von chemischen Düngemitteln und Pestiziden und garantieren gesunde Mahlzeiten nach lokalen Rezepten.
Übernachtung
2. Tag: Weiterfahrt nach Mandu (ca. 30 km), Besichtigungen. Die einst königliche Stadt Mandu (im Mittealter auch bekannt als "Stadt der Freude") spiegelt noch heute ihren damaligen Reichtum in verschiedenen historischen Gebäuden wider. In der Hügellandschaft des Vindhjagebirges liegt die alte verlassene Hauptstadt der Vor-Moghul-Dynastien Zentralindiens inmitten üppiger Vegetation und künstlicher Teiche und Seen. Das berühmte Fort ist von einer 64 km langen mächtigen Mauer mit zehn Toren gesichert und gilt als weltweite größte Festungsanlage. Die gewaltige Stadtanlage innerhalb der Mauern birgt die Ruinen von 75 prachtvollen Bau- und Kunstdenkmälern, Moscheen, Palästen und Pavillons. Die Paläste der königlichen Enklave repräsentieren Glanz und Macht der Hinduherrscher von Malva und die Zeit der Sultane. Mandu zählt durch die Kombination aus landschaftlicher Schönheit und kunsthistorischer Reize sicher zu den schönsten Stätten Asiens und die Wanderung durch die verlassene Geisterstadt ist ein tiefgehendes Erlebnis.
Die einzigartigen Paläste und historischen Ruinen sind umgeben von Wasser-Reservoirs und wecken Erinnerungen an Baz Bahadurs Liebe zu seiner Königin Rani Rupmati. Die Liebesgeschichte zwischen Sultan Baz Bahadur und der schönen Rupmati ist noch heute in Mandu lebendig . Der Herrscher hatte unter dem Einfluss der schönen Tänzerin jeglichen kriegerischen Treiben abgeschworen und sich ganz der Musik verschrieben. Es heißt, er habe der Angebeteten eigens einen Pavillon mit Blick auf den Fluss Rewa errichtet, weil sie ihn sonst nicht geheiratet hätte. Die Geschichte ging aber dennoch unglücklich aus. Als Adham Khan 1561 mit seinen Truppen heranrückte, machte sich Baz Bahadur aus dem Staub und ließ Rupmati zurück. Die Königin entzog sich der Eroberung durch Selbstmord. Zu den bemerkenswertesten Gebäuden von Mandu gehört das Grabmahl das Hoshan Shah für sich selbst errichten ließ. Es heißt, die Baumeister des sagenhaften Taj Mahal hätten sich von diesem Bau inspirieren lassen. Weiterfahrt nach Omkareshwar (ca. 50 km).
Omkareshwar ist einer der berühmtesten Pilgerorte Indiens. Die Tempel und heiligen Stätten liegen auf einer Insel am Zusammenfluss von Narmada und Kaveri. Die Insel hat die Form des heiligen Symbols Om, was dem Ort den Namen gab. Im Shivatempel von Shri Omkar Mandhata befindet sich einer von nur zwölf Jyotirlingams, die es auf dem indischen Subkontinent gibt. Darauf beruht im Wesentlichen die Anziehungskraft Omkareshwars auf Pilger aus ganz Indien. Die Insel Omkareshwar mit dem der Palast des ehemaligen Maharajas von Omkareshwar ist vom Dorf aus über zwei Brücken erreichbar. Die Insel ist von einem etwa sieben Kilometer langen Pilgerweg durchzogen, den die hinduistischen Pilger abwandern und dabei Gebete zu Ehren Shivas rezitieren.
Am Narmada wird etwa einen Kilometer flussaufwärts von Omkareshwar ein Staudamm zur Gewinnung von Elektrizität gebaut. Der Staudamm soll nach seiner Fertigstellung eine Leistung von 520 Megawatt erzeugen und einen bedeutenden Beitrag zur Reduzierung von Indiens Energieproblem leisten. Das Projekt ist jedoch bei Umweltschützern sehr umstritten. Eine Protestbewegung wehrt sich vor allem auch gegen die Umsiedlung von Dörfern. Eine der prominentesten Gegnerinnen des Staudamm ist die Schriftstellerin Arundhati Roy, Autorin des Romans "Gott der kleinen Dinge".
Weiterfahrt nach Maheshwar (ca. 40 km).
Maheshwar am Ufer des Narmada war zu schon Beginn der Hindu-Zivilisation ein wichtiges kulturelles und politisches Zentrum; die Stadt wurde bereits in der Ramayana und Mahabharata unter ihrem früheren Namen - Mahishmati - erwähnt. Nach wechselvoller Geschichte kam sie 1741 unter den Einfluss der Marathen-Dynastie der Holkar. Zentrale Figur dieses Herrschergeschlechts wurde die Königin Ahilya Bai, die 18 Jahre von Maheshwar aus regierte. Der Legende nach hat sie 91 Tempel in ganz Indien gegründet und wird deshalb weithin verehrt. Es heißt, sie habe ihren eigenen Sohn öffentlich von Elefanten zu Tode trampeln lassen, als sich herausstellte, dass er seine Untergebenen gnadenlos unterdrückte und sie um ihren Lohn gebracht hatte. Die Ghats (Badetreppen) am Ufer des Narmada werden von den mächtigen Mauern der Festung überragt und von kleinen Gedenktempeln geziert.
An verschiedenen Plätzen finden sich Erinnerung an Witwen, die hier Sati - rituellen Selbstmord auf dem Scheiterhaufen des gerade verstorbenen Ehemannes - begingen. Dem Andenken an Königin Ahilya Bai sind die Räume ihrer Residenz im Fort gewidmet: Von weither pilgern ihrer Verehrer und beten vor der lebensgroßen Statue, die im einstigen Audienzraum auf dem Originalthron platziert ist. Maheshwar ist auch berühmt für Baumwoll-Saris einer Weber-Kooperative, die in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts von der Holkar-Familie zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gegründet wurde.
Rückfahrt nach Dhar (ca. 70 km). Übernachtung
3. Tag: Weiterfahrt nach Ujjain (ca. 60 km).
Ujjain an den Ufern des Flusses Shipra ist eine der sieben heiligen Stätten der Hindus, wo alle 12 Jahre im Wechsel mit Haridwar, Allahabad und Nasik die Kumbh-Mela, das größte indische Bade- und Reinigungsfest, stattfindet. Die nächste Kumbh Mela in Ujjain findet 2016 statt. Dazwischen gibt es kleinere Melas. Aber auch während der übrigen „festivalfreien" Zeit strömen täglich Tausende von Pilgern in die Stadt. Hauptziel ist eine unterirdische heilige Quelle im Mahakaleshwar Tempel, aus der ein Lingam (Phallus-Symbol des Gottes Shiva) ragt. Selbst an weniger gut besuchten Tagen muss man hier mit Wartezeiten rechnen, wenn die Gläubigen in langen Schlangen zum Allerheiligsten drängen. Weitere religiöse Fixpunkte sind der Mangalnath Tempel auf dem hinduistischen Nullmeridian (nach hinduistischen Lehre Geburtsort des Planeten Mars) sowie der Sandipani Ashram, wo der Legende nach Gott Krishna, sein Bruder Balaram und ihr Freund Sudama 64 Tage lang vom Guru Sandipani unterwiesen wurden. Ein Kuriosum ist der etwas außerhalb von Ujjain gelegene Sree-Kal-Bhairava Tempel. Die Verehrer bringen Schapsflächschen mit, die der Priester unter Gesängen zur Hälfte in einen Schake gießt und dem Gott an den Mund setzt, und dieser trinkt die Schalen leer. den Rest des Alkohols nimmt der Spender wieder mit . Ein Ritual zu Ehren des Kal Bhairava, des schwarzen Herrn der Zeit und des Todes, der besonders von zwei Sekten der Shivaiten verehrt wird. Sein Begleittier ist ein Hund. Angeblich verschwindet der dem Gott eingeflößte Schnaps im Inneren der Statue spurlos. Auch wissenschaftliche Untersuchungen hätten das Rätsel nicht gelöst. Viele Pilger bringen billigen Fusel für den Gott mit und kaufen besseren Schnaps für sich selbst, um das vom Priester geweihte Tröpfchen zu Hause zu genießen. Während anderswo in Indien Hunde als unrein verachtet werden, werden sie hier als göttliche Geschöpfe verehrt und mit Leckerbissen verwöhnt.
Ausgrabungen nördlich von Ujjain förderten Spuren menschlicher Besiedlung aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. zu Tage. Die antike Stadt war eine wichtige regionale Hauptstadt der Maurya-Herrscher. Das damalige Avantika lag an der Haupthandelsroute von Nordindien nach Mesopotamien und Ägypten. Der hinduistischen Mythologie zufolge änderte Shiva einst diesen Namen in Ujjaiyini, "der mit Stolz erobert", um seinen Sieg über den Dämonenkönig Tripuri herauszustellen. Später herrschten die Sultane von Mandu, die Moguln und Raja Jai Singh II. aus Jaipur, der hier eines seiner 5 Observatorien Jantar Mantar errichtete. An den langen Ghats (Badetreppen) erinnert die Atmosphäre stark an das Treiben in der heiligen Stadt Varanasi.
Besichtigung von Ujjain
Weiterfahrt nach Indore (ca.80 km)
Nachdem Indore jahrhundertelang nur eine unbedeutende Station an den Pilgerpfaden nach Omkareshwar und Ujjain war, entwickelte es sich ab 1715 zu einem bedeutenden Handelszentrum der Region. Malhar Rao Holkar (1694-1766), der Gründer der Holkar-Dynastie, machte Indore zur Hauptstadt seines Reiches. Seit 1956 gehört Indore zum Bundesstaat Madhya Pradesh.
Heute ist Indore das größte Handels- und Wirtschaftszentrum der Region. Das in der Nähe gelegene Industriegebiet Pithampur, oft als "Indiens Detroit" bezeichnet, ist Sitz von zahlreichen Stahlgiganten und Motorwerken, zu denen Honda, Hindustan Motors, Bajaj und Pratap Steel gehören.
Sehenswert ist der am Ufer des Kham stehende Lal-Bagh-Palast. Er ist ein Beispiel für die extravaganten neoklassisistischen Bauten, die eine Vorliebe der unermesslich reichen Maharajas des 19. und 20. Jahrhunderts waren. Das Wahrzeichen von Indore ist der alte Holkar-Palast "Raj Wada", der einen von Palmen gesäumten Platz im Herzen der Stadt überragt. Die Villa wurde im Stil eines westindischen Stadthauses gebaut.
Übernachtung
4. Tag: Weiterfahrt nach Bhopal, ca. 5 Stunden (60 km). Der Name Bhopal steht weltweit für eine der verheerendsten Industrie-Katastrophen: Am 3. Dezember 1984 wurden im Werk der US-Firma Union Carbide rund 40 Tonnen Methylisocyanat (MIC) in die Atmosphäre freigesetzt. Diese leichtflüchtige, sehr reaktive Flüssigkeit, die schon in geringen Konzentrationen Haut- und Schleimhautverätzungen, Augenschädigungen und Lungenödeme hervorrufen kann, trieb in einer Giftgaswolke dicht über dem Boden durch ein angrenzendes Elendsviertel. Durch diese Katastrophe starben nach offiziellen Angaben 1600 Menschen sofort und rund 6000 weitere an den unmittelbaren Nachwirkungen. Bis heute summiert sich die Zahl der Opfer auf mindestens 20000 Personen. Rund ein Fünftel der 500 000 Menschen, die dem Gas ausgesetzt waren, leiden heute unter chronischen und unheilbaren Krankheiten, die sich offensichtlich zum Teil weitervererben können, tausende erblindeten. Auch ein gehäuftes Vorkommen von Krebs ist festzustellen. Union Carbide zahlte in den folgenden Jahren insgesamt 690 Millionen Dollar an den indischen Staat. Doch nur ein kleiner Teil des Geldes kam den Opfern zugute. Bhopals Name geht auf das 11. Jahrhundert zurück, als Raja Bhoj (1010-53), Parmar König von Dhar, von seinen Hoflehrmeistern die Weisung erhielt, den Mord an seiner Mutter durch die Verbindung der neun Flüsse seines Königreiches zu sühnen. Nachdem einer dieser Flüsse durch einen Damm gebändigt worden war, gründete der Herrscher an den beiden so entstandenen Seen seine neue Hauptstadt Bhojapal. Ende des 17. Jahrhunderts eroberte Dost Muhammad Khan (1672-1740), ein opportunistischer Glücksritter, Ex-Soldat und ehemaliger General des Großmoguls Aurangzeb (1618-1707) das Gebiet, um auf den Trümmern des Mogulreiches seinen eigenen Staat Bhopal zu errichten. Im Jahre 1723 wurde der Ort Bhopal zur Hauptstadt des Fürstenstaats erklärt und blieb es bis 1956.
Die von Dost Muhammad Khan gegründete islamische Dynastie sollte zu einer der bedeutendsten Herrscherfamilien Zentralindiens werden, deren Angehörige unter Großbritanniens Vizekönigen zu den wenigen Auserwählten gehörten, die durch einen Salut mit 19 Schüssen geehrt wurden - in Anerkennung ihrer Unterstützung von General Thomas Goddard (1740-83) bei dessen Marsch auf den hinduistischen Staat Maratha im Jahre 1778. Von 1820 bis 1926 regierten in Bhopal ausschließlich Frauen. Die Begums (Fürstinnen) führten das Zepter hinter dem Purda (Vorhang; von Männern abgetrennter Wohnbereich, Schleier) und ließen noble Bauwerke errichten, zu denen die drei Moscheen aus Sandstein gehören, die noch heute das Stadtbild prägen. Sehenswert ist die im Altstadtviertel aufragende Jami Masjid. Die Moschee mit ihren roten Sandsteinmauern und gedrungenen Minaretten wurde im Jahre 1837 auf Veranlassung von Qudsia Begum (1801-1881), der ersten Herrscherin von Bhopal erbaut. Im Osten der Stadt steht die Moti Masjid, eine 1860 von Qudsias Tochter Sikander Begum (1818-1858) errichtete Perlen-Moschee. Bemerkenswert sind ihre schlanken Minarette mit goldenen Spitzen und Sandsteinkuppeln. Das eindrucksvollste Bauwerk der Stadt ist die Taj-Ul-Masjid. Die größte Moschee Indiens mit ihren kolossalen pinkfarbenen Minaretten, die hoch über das Stadtbild hinausragen, trägt nicht zu Unrecht den Beinamen Mutter aller Moscheen. Unbedingt sehenswert ist das an der Ostküste des Sees auf einem Hügel gelegene Adivasi-Zentrum, das in natürlicher Umgebung das Leben der indischen Stämme zeigt, ohne dabei wie ein menschlicher Zoo zu wirken. Angeschlossen ist ein Museum. Touristische Bedeutung hat Bhopal vor allem als idealer Ausgangspunkt zu den Weltkulturerbe-Stätten Sanchi und Bhimbetka sowie den Höhlentempeln von Udaygiri. Übernachtung
5. Tag: Weiterfahrt nach Udaigiri (ca. 50 km). Die Höhlentempel von Udaigiri (rund eine Autostunde außerhalb von Bhopal) stammen aus der Gupta-Periode und entstanden während der Regierungszeit von Kaiser Chandragupta II (382 - 401 n. Chr.). Besonders bemerkenswert ist Höhle 4 mit einem Shiva-Lingam mit Darstellung eines Shiva-Gesichts mit dem dritten Auge. Höhle 5 wird von einer eindrucksvollen Darstellung von Vishnu (in seiner Vahara-Inkarnation als Wildschwein) dominiert, der die Erdgöttin Pritrhvi trägt. Ein üppiger Fries von Götterdarstellungen umrankt die Vishnu-Vahara-Figur und schmückt auch den Eingang von Höhle 6. Die Decke der Höhle 7, die ausschließlich für den Kaiser bestimmt war, wird von einer Lotusdekoration gekrönt. Auf der Kuppe des Hügels findet sich die Ruine eines Sonnentempels aus dem 6. Jahrhundert. Wenige Kilometer entfernt lohnt der Besuch der Heliodorus-Säule, die im Jahr 140 nach Chr. von einem griechischen Botschafter aus Taxili (heute Pakistan) gestiftet wurde. Die Säule wird von der lokalen Bevölkerung zu mysteriösen Riten genutzt. In Vollmondnächten wird jemand an die Säule gekettet und gewinnt dadurch Kräfte, und böse Geister auszutreiben. Wenn eine Austreibung erfolgreich war, wird ein Nagel in den Stamm eines mächtigen Tamarindenbaums getrieben, an dem eine Limette, ein Stück Kokosnuss und eine rote Schnur befestigt werden, die den besiegten Dämon symbolisieren. Weiterfahrt nach Sanchi (13 km)
Auf einem Hügel in der Nähe der kleinen Ortschaft Sanchi stehen die ältesten buddhistischen Stupas Indiens. Sie sind über 2000 Jahre alt. Stupas symbolisieren im Buddhismus den heiligen Baum des Lebens und der Erleuchtung. Nach dem Tod Buddhas war es der große Maurya-Kaiser Ashoka, der den Buddhismus für sich entdeckte und zu seiner großen Blütezeit in Indien verhalf. 84 000 große und kleine Stupas soll er zu Ehren Buddhas errichtet haben. Die große Stupa von Sanchi ist 17 Meter hoch und gilt als der Idealtyp des buddhistischen Stupa. Der massive, fensterlose Reliquienschrein erfüllt allein eine symbolische Funktion: Ausdruck des eigenen Glaubens, Wegweiser für andere, der Lehre Buddhas zu folgen. Der Legende nach beherbergt jeder Stupa mindestens ein Aschekorn von Buddha. Die vier Eingänge zum Rundgang der Stupas wurden mit vier prächtigen Toren geschmückt. Die äußerst lebendigen und detailreichen Reliefe geben eine Vorstellung von der hohen Meisterschaft der Steinmetze im alten Indien und vom Leben in jener Zeit. Jedes Tor variiert dabei ein eigenes Hauptthema: Das Osttor die Geburt Buddhas, das Südtor den Kampf um seine Überreste, und das prächtig geschmückte Nordtor die Wunder, die Buddha zugeschrieben werden. Für die zahlreichen Besucher aus aller Welt stellen diese Tore den eigentlichen Höhepunkt der Tempelanlage dar. Gleichzeitig wird der Ort noch heute als stiller Ort der Meditation genutzt und gilt nicht nur den Anhängern des Buddhismus als frühes Symbol für Mitgefühl, Toleranz und Friedfertigkeit. Die acht ältesten Stupas bei Sanchi wurden unter der Regentschaft König Ashokas aus der Maurya-Dynastie (regierte ca. 268 v. Chr. - 232 v. Chr.) errichtet. Weitere Stupas und religiöse Bauwerke wurden in den folgenden Jahrhunderten bis zum 12. Jahrhundert ergänzt, bis der Buddhismus schließlich durch den erstarkenden Hinduismus und den von Westen vordringenden Islam fast vollständig aus Indien verdrängt wurde. Danach wurden die buddhistischen Bauwerke von der Bevölkerung kaum mehr beachtet und verfielen weitgehend. Bauwerke von Sanchi dokumentieren fast die gesamte buddhistische Periode Indiens über 1500 Jahre hinweg.
1818 stieß ein britischer Kolonialoffizier, General Taylor, auf die Ruinen. In der Folge plünderten Amateur-Archäologen und Schatzsucher die Stätten, bis 1881 mit professionellen Restaurierungsarbeiten begonnen wurde. Zwischen 1912 und 1919 erfolgten unter der Leitung des Archäologen Sir John Marshall weitere Restaurierungen, durch die die Bauwerke in den heute zu sehenden Zustand gebracht wurden. Der historische Bereich von Sanchi umfasst zu Beginn der 2000er Jahre rund 50 Bauwerke, darunter drei Stupas und eine Reihe von Tempelanlagen. Die „Große Stupa", deren älteste Teile auf die Zeit König Ashokas zurückgehen, wurde Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. fast zur Gänze neu aufgebaut. Dabei wurden eine komplette Verkleidung aus Sandstein angefertigt, Balustraden, eine Terrasse sowie ein befestigter Prozessionsweg ergänzt. Etwa 35 v. Chr. folgten vier steinerne Tore (Toranas) mit detailreich ausgeführten Reliefs. Während der Gupta-Periode (330 - frühes 6. Jahrhundert) - inzwischen war es üblich geworden den Buddha auch in menschlicher Form darzustellen, nicht nur repräsentiert durch Symbole wie das „Rad der Lehre" (Sanskrit: Dharmachakra), den „Fußabdruck des Buddha" (Buddhapada), den Bodhi-Baum oder eben den Stupa - wurden vier Steinskulpturen des Buddha an den Wänden aufgestellt, die den Toren gegenüber liegen. Seit 1989 zählen die Mnumente von Snachi zum Weltkulturerbe der UNESCO. Rückfahrt nach Bhopal (ca 50 km). Besichtigung der Taj-Ul-Masjid, der größten Moschee Asiens, und Bummel durch die engen Gassen des Chowk, des Marktes in der historischen Altstadt von Bhopal
6. Tag Weiterfahrt nach Bhimbetka (ca 50 km).
2003 wurden die Felshöhlen von Bhimbetka zum Weltkulturerbe ernannt. Sie liegen am Rand der Vindhyachal-Berge nördlich der Bergketten des Satpuragebirges. Die gesamte Gegend ist von dichten Wäldern und Vegetation bedeckt. Sie ist reich an natürlichen Ressourcen wie beständigen Wasserquellen, natürlichen Stollen, einer reichen Waldflora und Fauna.
Bhimbetka wurde zuerst in indischen archäologischen Aufzeichnungen basierend auf Informationen lokaler Stämme als buddhistische Stätte erwähnt. 1957 sah der Archäologe V. S. Wakankarl auf der Zugreise nach Bhopal Felsformationen ähnlicher Art zu jenen, die er in Spanien und Frankreich gesehen hatte. Er besuchte die Gegend zusammen mit einem Team von Archäologen und entdeckte mehrere prähistorische Felsgrotten. Seither sind mehr als 700 solcher Grotten identifiziert worden. Davon befinden sich 243 in der Gruppe Bhimbetka und 178 in der Lakha Juar Gruppe. Archäologische Untersuchungen offenbarten eine kontinuierliche Besiedlung durch Steinzeitkulturen (vom Mesolithikum bis zur Mittelsteinzeit) sowie die ältesten Steinmauern und Fußböden der Welt. Die ältesten Felszeichnungen stammen vermutlich aus der Mittelsteinzeit. Eine grobe Datierung der Funde wurde durchgeführt, während eine detaillierte Chronologisierung noch aussteht.
Die Malereien in den Felsgrotten und Höhlen von Bhimbetka stellen auf sehr lebendige Art das Leben der Menschen, die in diesen Höhlen lebten, sowie deren natürliche Umgebung dar und gehören zu den ältesten Zeugen des menschlichen Lebens in Indien. Einer der Felsen - Volksmund als "Zoo Fels" bezeichnet - stellt Elefanten, Sambar, Bisons und Hirsche dar. Malereien auf einem anderen Fels zeigen einen Pfau, eine Schlange, einen Hirsch sowie die Sonne. Auf einem weiteren Fels sind zwei Elefanten mit Stoßzähnen abgebildet. Unter dieser Ansammlung prähistorischer Malereien finden sich auch Jagdszenen mit Jägern die Pfeil und Bogen, Schwerter und Schilde tragen. In einer der Höhlen ist ein Bison abgebildet das einen Jäger verfolgt während seine Gefährten hilflos dabeistehen. In einer anderen Szene sieht man Reiter zusammen mit Bogenschützen. Ihre Felsmalereien gehen bis ins Mesolithikum zurück und zeigen den Alltag der damaligen Bewohner der Grotten. Die Farben der Zeichnungen sind auch nach bis zu 12 000 Jahren immer noch kräftig und nicht verblasst. Man glaubt, dass die Farbe aus farbiger Erde, pflanzlichen Farbstoffen, Wurzeln und Tierfetten hergestellt wurde. Die Pinsel bestanden aus Pflanzenfasern.
Weiterfahrt nach Jabalpur ( ca. 300 km, 6 Stunden)
Jabalpur (1 Million Einwohner) ist ein wichtiger Industriestandort, hat aber allenfalls als Eisenbahnknotenpunkt touristische Bedeutung. Die sogenannten Marble Rocks im nahen Bhedaghat, die sich bei indischen Reisenden großer Beliebtheit erfreuen, sind ebenso wie die dortigen Wasserfälle und der Durga Tempel für westliche Touristen nicht übermäßig interessant. Man fährt mit einem Ruderboot durch die von bizarren Marmorklippen gesäumte Narmada-Schlucht. Die Bootsleute sind zum Teil ziemlich unverschämt, erklären oft auf halbem Wege die offizielle Tour für beendet, versprechen für einen Aufpreis zu spektakuläreren Aussichtspunkten weiter zu fahren. Der gesamte Ort wird von ungezählten Verkaufständen geprägt, die Kitsch und Kunst aus Marmor anbieten. Übernachtung
7. Tag Weiterfahrt zum Bandhavgarh Nationalpark ( ca. 200 km, 4 Stunden). Check-in im Hotel.
Bandavgarh: Das einstige Jagdgebiet des Maharajas von Rewa genießt seit 1968 Nationalpark-Status. 1994 wurde das ca. große 450 Quadratkilometer große Areal zum Tigerschutzgebiet erklärt. Die Aussichten, einen Tiger zu Gesicht zu bekommen, sind hier außerordentlich gut. Im Herzen des Parks gibt es eine Vielfalt von wild lebenden Tieren, wie beispielsweise Nilgai-Antilopen, Wildschweine, Schakale, Gaur, Sambar-Hirsche und Stachelschweine, ebenso wie viele Vogelarten. Bandhavgarh ist die Heimat der weißen Tiger. 1915 fing der Maharadscha von Rewa ein weißes Tigerjunges und hielt es bis zum Tod. Dann ließ er es präparieren und schickte es als Geschenk an den englischen König Georg V. Maharadscha Shir Martand Sing fing auf der Tigerjagd ebenfalls ein weißes Tigerjunges. Er ließ es an seinen Hof bringen, aber es konnte fliehen. Nachdem es erneut eingefangen wurde, erhielt es den Namen Mohan und wurde mit größter Fürsorge aufgezogen. Der Maharadscha hoffte, als erster Mensch der Welt weiße Tiger züchten zu können. Als Mohan ausgewachsen war, wurde er mit einer normalen Bengaltigerin gepaart. Das Tigerweibchen bekam mehrere Male Junge, aber immer nur normal gefärbte. Dann paarte der enttäuschte Maharadscha Mohan mit einer seiner Töchter. Der Wurf bestand aus vier Tieren. Die Mischung des Erbgutes hatte zum Erfolg geführt.
Alle vier Tigerbabys waren weiß. Seitdem wurde bei der Zucht von weißen Tigern immer wieder Inzucht betrieben. Die Folgen davon sind verkrümmte Knochen, verkürzte Beine, schielende Augen. Daraus zogen Fachleute für Tigerzucht den Schluß, das es sicherer ist, weiße Tiger mit gelben zu kreuzen und dann ihre Nachkommen zu paaren, woraus sich weiße Tigerbabys ergeben können. Inzwischen gibt es weltweit 160 weiße Tiger, die alle auf Mohan zurückgehen.
In Bandhavgarh wie auch in Kanha erfolgen die Safaris in der Regel nach folgendem Verfahren. Die Gäste brechen jeweils frühmorgens und nachmittags mit erfahrenen Wildhütern in Jeeps zu Rundfahrten auf festgelegten Routen auf. Bereits zuvor sind Fährtensucher auf Elefanten unterwegs, um frische Tigerspuren zu suchen. Wenn Sie eine Raubkatze sichten, teilen sie dies den Wildhütern in den Jeeps über Funk mit. Per Jeep geht es dann in die Nähe des "Fundorts". Hier steigen die Gäste nacheinander auf Elefanten, um sich dem Tiger aus sicherer Höhe zu nähern. Die Elefantenritte werden nur durchgeführt werden, wenn die Fährtensucher Tiger aufgespürt haben. Die Kosten dafür sind vor Ort direkt zu zahlen. Übernachtung
8. Tag: Frühmorgens und am späten Nachmittag Exkursionen in das Schutzgebiet von Bandhavgarh. Übernachtung
9. Tag: Frühmorgens und am späten Nachmittag Exkursionen in das Schutzgebiet von Bandhavgarh. Übernachtung
10. Tag: Weiterfahrt nach Khajuraho (190 km, ca. 4,5 Stunden). Check-in im Hotel. Übernachtung
11. Tag: Als die Weltöffentlichkeit Ende des 19. Jahrhunderts von den Tempeln in Khajuraho erfuhr, die bis dahin nur der lokalen Bevölkerung bekannt waren, wurde ernsthaft diskutiert, die Bauwerke völlig zu zerstören. Zu sehr waren die Europäer von den drastischen erotischen Darstellungen schockiert. Heute gelten die Tempel von Khajuraho als Weltkulturerbe der Menschheit. Khajuraho erlebte seine Blüte von 950 bis 1050 n. Chr. Damals war es Hauptsitz der Chandellas, eines kriegerischen Rajputen-Stammes. Von einst 85 Tempeln sind heute noch 22 gut erhalten. Die Reliefs zeigen Greifvögel, Nymphen, Dämonen und Revolten, Götter in kosmischen Evolutionen, Menschen, Furcht, Zweifel, Eifersucht, Liebe und vollendete Leidenschaft. Zusammen stellen sie das Feinste und Beste aus der Kunst der mittelalterlichen Epoche Indiens dar. Einige Wissenschaftler vertreten die Auffassung, die erotischen Skulpturen stellten eine Art Kamasutra in Stein dar. Doch neben den geradezu akrobatischen Positionen und gelegentlich auch recht humorvollen Darstellungen des Liebesakts sind auch viele lebendige Alltagsszenen zu sehen. Besichtigung der Tempelanlagen, die nur wenige Fußminuten vom Ortskern entfernt liegen. Übernachtung
12. Tag: Weiterfahrt nach Orcha (175 km, ca 3,5 Stunden). Besichtigung von Orcha: Die heute unbedeutende Ortschaft wurde im 16. Jahrhundert gegründet und vereint eine große Zahl unterschiedlichster Stilrichtungen. Besonders imposant ist der Jehangir Mahal Palast, von dessen oberen Stockwerken aus sich ein grandioser Blick über die Landschaft bietet. Der Palast wurde eigens für den Besuch von Kaiser Jehangir im Jahr 1606 gebaut und seither nie wieder bewohnt.
Übernachtung
13. Tag: Weiterfahrt über Datia (mit dem heute verlassenen aber gut erhaltenen, siebenstöckigen Palast des Raj Singh Deo) und Sonagiri (eindrucksvolle Tempelstadt der Jain-Religion) nach Gwalior, der ehemaligen Hauptstadt der Scindia-Dynastie (125 km, ca. 3 Stunden). Um die Gründung Gwaliors rankt sich eine schöne Legende: Der unheilbar an Lepra erkrankte Fürst Suraj Sena jagte einst auf dem steilen Felsen Gopagiri. Durstig geworden, bat er einen meditierenden Sadhu um einen Schluck Wasser. Die dargebotene Erfrischung löschte nicht nur den Durst, sondern bewirkte auch die sofortige Heilung der Krankheit. Aus Dankbarkeit errichtete Suraj Sena ein Fort und erweiterte den Teich, aus dem er den heilenden Trank erhalten hatte, zum heute noch existierenden Suraj Kund. Mit dem Bau des Forts begann dann auch die wechselvolle Geschichte von Verteidigung und Eroberung. Gwalior nimmt eine strategische Position in der Gird Region Nordindiens ein. Die Stadt mit ihrem berühmten Fort war in der Vergangenheit bereits das Zentrum mehrerer historischer Königreiche Nordindiens. So war Gwalior unter anderem die Hauptstadt des gleichnamigen Staates und Fürstentums der Maharadschas von Scinidia. Die Stadt ist voll von Relikten aus jener Zeit. Besondere Beachtung verdient die Festung von Gwalior. Die Festung steht auf einer Klippe aus Sandstein und erhebt sich 91 Meter über die umliegende Ebene. Der Aufstieg zu diesem mittelalterlichen Bollwerk, mit dessen Bau im 5. Jh. begonnen wurde, führt durch sechs große mit Skulpturen geschmückte Tore. Rings um die Grundmauern der Festung sind riesengroße Tithankara (Jain Heilige) Statuen zu sehen. Innerhalb der Festungsmauern befinden sich Paläste, Tempel und Zisternen. Das imposanteste Gebäude des Gwalior Forts ist der Man Mandir Palast. Der Man Mandir Palast, der innerhalb der Festungsmauern von Gwalior liegt, wurde 1486 bis 1516 unter Radscha Man Singh erbaut und spiegelt den hohen Standard der Hindu Architektur jener Zeit wider. Die reich geschmückte Ostfassade zählt zu den meistfotografierten Bauwerken Indiens. Ihre sechs Rundtürme werden von kleinen Kuppeln gekrönt, die einst vergoldet waren und mit blauen, grünen und gelben Kacheln verziert sind. Die wunderschön dekorierten kleinen Räume an den beiden Innenhöfen waren aufgrund ihrer kleinen Eingänge vermutlich für die Damen des Königshofes vorgesehen. Die Eisenringe in den Wänden wurden für Schaukeln und dekorative Wandbehänge verwendet. Übernachtung
14. Tag: Weiterfahrt ins Chambal-Gebiet im Grenzgebiet der Unionsstaaten Madhya Pradesh, Uttar Pradesh und Rajasthan. Die Strecke führt durch ein Gebiet, das in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts unter der Kontrolle der „Banditen-Königin" Phulan Devi stand. Sie wurde von der Bevölkerung als eine Art weiblicher Robin Hood gefeiert, war nach ihrer Haftentlassung politisch aktiv und hatte zeitweise sogar einen Sitz im indischen Parlament. Die Verfilmung ihrer Lebensgeschichte führte zu heftigen Kontroversen in der indischen Gesellschaft. Im Juli 2001 wurde Phulan Devi in Delhi ermordet. Die Zeit der Räuberbanden ist jedoch längst nicht vorbei. Noch immer gilt es als äußerst unsicher, hier nachts unterwegs zu sein.
Check-in in der Chambal Safari Lodge.
Ausflug zum Tempelstädtchen Bateshwar am Yamuna-Fluss, 10 Kilometer von der Chambal Safari Lodge entfernt Yamuna. Rund 100 große und kleine Tempel entlang des Flussufers sind dem Gott Shiva geweiht. In alten Schriften wird der Ort Surajpur genannt. Der aktuelle Name Bateshwar bezieht sich auf Bateshwar Mahadev (einer der vielen Namen Shivas). In den Ravines ( bizarre Sandschluchten) rund um die Tempel haben eine Reihe von Naga Sadhus (Asketen des Schlangenkults) Wohnhöhlen und Tempel ins Erdreich gegraben.
Im Herbst jeden Jahres findet in Bateshwar einer der größten Viehmärkte Indiens statt (2009:- 14. - 23 .Oktober und 31.Oktober bis 6. November Oktober / (2010: 2. - 11. November und 18. 25. November). Der Jahrmarkt fällt jeweils mit den Glück versprechenden Tagen des Tempels zusammen und bietet auch Gästen eine einmalige Gelegenheit, Leben und Treiben der Landbevölkerung aus nächster Nähe zu lernen, ohne sich kommerziellem und touristischem Rummel wie etwa bei der Pushkar Mela aussetzen zu müssen. Übernachtung in der Chambal Safari Lodge
15. Tag: Das National Chambal Sanctuary ist ein einzigartiges und ursprüngliches Naturschutzgebiet am Chambal Fluss, an der Grenze zwischen den Bundesstaaten Uttar Pradesh und Madhya Pradesh. Das Schutzgebiet, das sich flussaufwärts bis in den Bundesstaat Rajasthan hinaufzieht, wurde zum Schutz der dort lebenden Krokodil-Population und zum Schutz des vom Aussterben bedrohten Ganges-Delfins eingerichtet. Per Boot werden Sie dieses Gebiet erforschen und haben dadurch die Chance Krokodile und - mit etwas Glück - auch Ganges- Delfine aus nächster Nähe zu erleben. Das Chambal Sanctuary ist außerdem ein Paradies für ca. 250 einheimische und überwinternde Vogelarten, die an den Flussufern einen idealen Lebensraum finden. Vogelbeobachter dürfen sich auf den seltenen Indischen Scherenschnabel, sowie auf Vögel wie Krabbentriel, Sandbrachschwalbe, Hinduseeschwalbe, Schwarzbauch-Seeschwalbe, Streifengans, Fleckschnabelente, Löffelente, Gänsesäger, Seeregenpfeifer und viele andere Arten freuen. Morgens Fahrt zum Chambal und Fluss-Safari mit dem Boot.
Nachmittags Kamel-Safari entlang des Flussufers durch die Ravines und Dörfer bis zum Fort Ater. Übernachtung in der Chambal Safari Lodge
16. Tag: Weiterfahrt nach Delhi (270 km, ca. 6 Stunden). Transfer zum Hotel. Übernachtung
17. Tag: Delhi, Die heutige Hauptstadt Indiens mit ihren 8,4 Mio. Einwohnern ist für viele Ausländer die erste Stadt in diesem fremden Kulturkreis. Jüngste Ausgrabungen bestätigen die Annahme, dass die Stadtgründung auf das Jahr 1200 v.Chr. zurückgeht und mit 'Indraprashtra' aus dem Heldenepos Mahabharata identisch ist. Die ersten historischen Aufzeichnungen stammen jedoch aus dem 11. Jahrhundert. n.Chr., als Rajputen-Fürsten in der Stadt ihren Sitz hatten. Phrithviraj fiel als letzter Hindukönig 1192 in einer Schlacht gegen die schon seit geraumer Zeit immer wieder angreifenden Moslems. Der Siegesturm 'Qutb Minar' stammt aus dieser Zeit. Die mohammedanische Herrschaft dauerte bis zur britischen Kolonialzeit an. Eine erste Blütezeit erlebte Delhi unter der Herrschaft der Tughlak, bis Timur Leng 1398 mit seinem Mongolenheer die Stadt verwüstete und über 100 000 Einwohner tötete. Es folgten die islamischen Dynastien Sayyid und Lodi und ab 1556 die Moguln, aus deren Zeit das Rote Fort und die Jama Mashid (Große Moschee) stammen. Die berühmtesten Großmoguln waren Akbar (Erbauer von Fatehpur Sikri) und Shah Jahan (Taj Mahal). Der Perserkönig Nadir Shah raubte im Jahr 1739 Delhi aus und nahm unter anderem auch den berühmten "Pfauenthron" mit, der bis zuletzt Shah Reza Pahlevi als Sitz diente. Die britische Ostindienkompanie gründete Mitte des 18. Jahrhunderts eine Handelsniederlassung in der Stadt. In den nachfolgenden Kriegen gegen die von Süden angreifenden Hindu-Heere schlugen die Briten sich stets auf die Seite der Moguln, die die mehrfachen Belagerungen heil überstanden. Nur der Afghanenkönig Ahmad Shah Durani plünderte Delhi erfolgreich. Ab 1804 regierten die Briten Delhi, beließen den Moguln aber Titel und Privatbesitz. 1857 stürzten Aufständische zusammen mit der bengalischen Armee die Engländer und richteten unter ihnen ein fürchterliches Blutbad an. Die Stadt wurde zwar vier Monate später von den Briten zurückerobert, diese verlegten jedoch ihren Hauptsitz bis 1911 nach Calcutta, von wo ihn König George V. wieder zurückverlagerte, um die Muslime von den Autonomiebestrebungen abzuhalten. In den 20er Jahren entstand südlich des historischen Stadtkerns das moderne New Delhi. Die von britischen Architekten geplante Reißbrettstadt wurde 1931 eingeweiht und ist noch heute Sitz aller indischen Regierungsstellen.
Stadtrundfahrt in Delhi. Fahrt durch Neu-Delhi mit "India Gate" und Regierungsviertel. Weiter geht es zur 73 m hohen Siegessäule "Qutab Minar" im Süden von Delhi und zum Grabmal des Mogul-Kaisers Humayun - Vorbild des berühmten Taj Mahal. In Alt-Delhi besichtigen Sie das "Rote Fort", mit großen Marmorhallen, Gärten und der Perlenmoschee. Nicht weit entfernt liegt die Freitagsmoschee "Jama Masjid" am Chandni Chowk, dem geschäftigen Silber-Basar. Von der Moschee aus bietet sich ein guter Blick auf Fort und Altstadt.
Übernachtung
18. Tag: Transfer zum Internationalen Flughafen
| Madhya Pradesh: Kaleidoskop der Kulturen | ||||||||
| Leistungen | 18-tägige Individualreise ab Indore / bis Delhi. Preise pro Person in Euro. Unterkunft in den genannten oder gleichwertigen Hotels mit Frühstück (in den Nationalparks mit Vollpension). Reiseprogramm und Transfers wie beschrieben im klimatisierten Fahrzeug mit Fahrer. Lokale englisch-, wo möglich deutschsprachige Reiseleitung, Eintrittsgelder. Mindestteilnehmerzahl: 2 Personen.
DZ= Doppelzimmer, EZZ= Einzelzimmer-Zuschlag Mindestteilnehmerzahl: 2 Personen |
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| Saisonzeiten | Deluxe Klasse | Mittelklasse | Standardklasse | DZ | EZZ | DZ | EZZ | DZ | EZZ | 01.09.2009 - 30.09.2010 | 2.298 € | 1.045 € | 1.978 € | 695 € | 1.676 € | 679 € |
| Wichtige Hinweise: | Obligatorischer Aufpreis für spezielle Weihnachts- und Silvesterfeiern. Flug von Mumbai nach Indore: ab 180 €, pro Person (Stand: August 2009). Die Nationalparks sind während des Monsuns (von Juli bis Ende September) geschlossen. Das Programm kann leicht durch einen Abstecher nach Agra (zwischen Chambal und Delhi) ergänzt werden.
Flugpreise nennen wir Ihnen gerne auf Anfrage |
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Vorgesehene Hotels zu "Madhya Pradesh: Kaleidoskop der Kulturen" |
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Ort |
Deluxeklasse |
Mittelklasse |
Standardklasse |
Dhar | Jhira Bagh Palace | Jhira Bagh Palace | Jhira Bagh Palace |
| Indore | Fortune Park Landmark | Lemon Tree | Sarovar Portico | |
| Bhopal | Jehan Numa Palace | Noor-us Subah | Palash Regency | |
| Jabalpur | Narmada Jackson Welcome Heritage | Bedha Ghat MP Tourism | Bedha Ghat MP Tourism | |
| Bandhavgarh | Bhandav Vilas | Kings´ Lodge | Nature Heritage | |
| Khajuraho | The Lalit Temple View | Taj Chandela | Radisson | |
| Orcha | Amar Mahal | Orcha Resort | Bundelkand Riverside Retreat | |
| Gwalior | Taj Usha Kiran Palace | Central Park | Gwalior Regency | |
| Chambal Valley | Chambal Safari Lodge | Chambal Safari Lodge | Chambal Safari Lodge | |
| Delhi | Le Meridien | The Park | Praksh Kutir | |










































