Madhya Pradesh - Kaleidoskop der Kulturen
Höhepunkte Zentralindiens im Bundestaat Madhya Pradesh: Allein drei Stätten des UNESCO-Weltkulturerbes stehen auf dem Reiseplan – Die steinzeitlichen Höhlenmalereien von Bhimbetka, die buddhistischen Stupas von Sanchi und die erotische Tempelkunst von Khajuraho. Die mystische Atmosphäre sagenhafter Pilgerorte und die faszinierende Entdeckung unberührter Natur im Reich des Tigers runden das Programm ab.
1. Tag: Ankunft in Indore - Empfang am Flughafen - Weiterfahrt nach Omkareshwar.
Besichtigung von Omkareshwar.
Omkareshwar ist einer der berühmtesten Pilgerorte Indien. Die Tempel und heiligen Stätten liegen auf einer Insel am Zusammenfluss von Narmada und Kaveri. Die Insel hat die Form des heiligen Symbols Om, was dem Ort den Namen gab. Im Shivatempel von Shri Omkar Mandhata befindet sich einer von nur zwölf Jyotirlingams, die es auf dem indischen Subkontinent gibt. Darauf beruht im Wesentlichen die Anziehungskraft Omkareshwars auf Pilger aus ganz Indien. Die Insel Omkareshwar mit dem der Palast des ehemaligen Maharajas von Omkareshwar ist vom Dorf aus über zwei Brücken erreichbar. Die Insel ist von einem etwa sieben Kilometer langen Pilgerweg durchzogen, den die hinduistischen Pilger abwandern und dabei Gebete zu Ehren Shivas rezitieren.
Am Narmada wird etwa einen Kilometer flussaufwärts von Omkareshwar ein Staudamm zur Gewinnung von Elektrizität gebaut. Der Staudamm soll nach seiner Fertigstellung eine Leistung von 520 Megawatt erzeugen und einen bedeutenden Beitrag zur Reduzierung von Indiens Energieproblem leisten. Das Projekt ist jedoch bei Umweltschützern sehr umstritten. Eine Protestbewegung wehrt sich vor allem auch gegen die Umsiedlung von Dörfern. Eine der prominentesten Gegnerinnen des Staudamm ist die Schriftstellerin Arundhati Roy, Autorin des Romans "Gott der kleinen Dinge".
Weiterfahrt nach Maheshwar (70 km ca. 1 Stunde)
Maheshwar am Ufer des Narmada war zu schon Beginn der Hindu-Zivilisation ein wichtiges kulturelles und politisches Zentrum; die Stadt wurde bereits in der Ramayana und Mahabharata unter ihrem früheren Namen - Mahishmati - erwähnt. Nach wechselvoller Geschichte kam sie 1741 unter den Einfluss der Marathen-Dynastie der Holkar. Zentrale Figur dieses Herrschergeschlechts wurde die Königin Ahilya Bai, die 18 Jahre von Maheshwar aus regierte. Der Legende nach hat sie 91 Tempel in ganz Indien gegründet und wird deshalb weithin verehrt. Es heißt, sie habe ihren eigenen Sohn öffentlich von Elefanten zu Tode trampeln lassen, als sich herausstellte, dass er seine Untergebenen gnadenlos unterdrückte und sie um ihren Lohn gebracht hatte. Die Ghats (Badetreppen) am Ufer des Narmada werden von den mächtigen Mauern der Festung überragt und von kleinen Gedenktempeln geziert.
An verschiedenen Plätzen finden sich Erinnerung an Witwen, die hier Sati - rituellen Selbstmord auf dem Scheiterhaufen des gerade verstorbenen Ehemannes - begingen. Dem Andenken an Königin Ahilya Bai sind die Räume ihrer Residenz im Fort gewidmet: Von weither pilgern ihrer Verehrer und beten vor der lebensgroßen Statue, die im einstigen Audienzraum auf dem Originaltrohn platziert ist. Maheshwar ist auch berühmt für Baumwoll-Saris einer Weber-Kooperative, die in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts von der Holkar-Familie zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gegründet wurde. Übernachtung in Maheshwar
2. Tag: Besichtigung von Maheshwar. Übernachtung
3. Tag: Weiterfahrt nach Mandu (97 km, ca, 2 Stunden)
Die einst königliche Stadt Mandu (im Mittelalter auch bekannt als "Stadt der Freude") spiegelt noch heute ihren damaligen Reichtum in verschiedenen historischen Gebäuden wieder. In der Hügellandschaft des Vindhjagebirges liegt die alte verlassene Hauptstadt der Vor-Moghul-Dynastien Zentralindiens inmitten üppiger Vegetation und künstlicher Teiche und Seen. Das berühmte Fort ist von einer 64 km langen mächtigen Mauer mit zehn Toren gesichert und gilt als weltweite größte Festungsanlage. Die gewaltige Stadtanlage innerhalb der Mauern birgt die Ruinen von 75 prachtvollen Bau- und Kunstdenkmälern, Moscheen, Palästen und Pavillons. Die Paläste der königlichen Enklave repräsentieren Glanz und Macht der Hinduherrscher von Malva und die Zeit der Sultane. Mandu zählt durch die Kombination aus landschaftlicher Schönheit und kunsthistorischer Reize sicher zu den schönsten Stätten Asiens und die Wanderung durch die verlassene Geisterstadt ist ein tiefgehendes Erlebnis.
Die einzigartigen Paläste und historischen Ruinen sind umgeben von Wasser-Reservoirs und wecken Erinnerungen an Baz Bahadurs Liebe zu seiner Königin Rani Rupmati. Die Liebesgeschichte zwischen Sultan Baz Bahadur und der schönen Rupmati ist noch heute in Mandu lebendig . Der Herrscher hatte unter dem Einfluss der schönen Tänzerin jeglichen kriegerischen Treiben abgeschworen und sich ganz der Musik verschrieben. Es heißt, er habe der Angebeteten eigens einen Pavillon mit Blick auf den Fluss Rewa errichtet, weil sie ihn sonst nicht geheiratet hätte. Die Geschichte ging aber dennoch unglücklich aus. Als Adham Khan 1561 mit seinen Truppen heranrückte, machte sich Baz Bahadur aus dem Staub und ließ Rupmati zurück. Die Königin entzog sich der Eroberung durch Selbstmord. Zu den bemerkenswertesten Gebäuden von Mandu gehört das Grabmahl das Hoshan Shah für sich selbst errichten ließ. Es heißt, die Baumeister des sagenhaften Taj Mahal hätten sich von diesem Bau inspirieren lassen.
Besichtigung von Mandu. Die Stadt liegt innerhalb einer 40 Kilometer langen Befestigungsruine, in der es noch einige erhaltene Tore gibt. Die meisten Fürstenhäuser sind Ruinen. Geprägt wird die Stadt von den vielen Herrschermausoleen mit den typischen Zwiebelhauben. Sehenswert ist die Große Moschee (Jami Masjid) und die Wallfahrtsstätte Nilkanth, die dem Gott Shiva gewidmet ist.
Weiterfahrt nach Dhar (19 km, ca 30 Minuten)
Dhar war einst Fürstenstaat der Central India Agency von Britisch-Indien. Die Region wurde 1560 von Akbar dem Großmogulreich einverleibt und ging in den Marathen-Kriegen wieder verloren. 1742 gab der Peshwa von Pune dem Marathenführer Udaji Rao I. Puar einige Gebiete in Malwa zu Lehen. In den folgenden Jahrzehnten ging vieles davon verloren; einiges konnte mit Hilfe der Briten zurückgewonnen werden, als Dhar 1819 britisches Protektorat wurde (bis 1947). Raja Udaji Rao II. Puar (1898-1926) war Oberstleutnant in der britisch-indischen Armee und wurde 1918 zum Maharaja erhoben.
Das Land hatte 1941 eine aus mehreren Teilen bestehende Fläche von 4662 Quadratkilomatern und 279.000 Einwohner. Dhar vollzog am 15. Juni 1949 den Anschluss an Indien und trat am 16. Juni der Fürstenunion Madhya Bharat bei. Am 1. November 1956 wurden alle Fürstenstaaten der Union aufgelöst und dem Bundesstaat Madhya Pradesh einverleibt.
Der Jhira Bagh Palast wurde 1860 von Maharaja Ananad Rao Puar III als Gästehaus für ausländische Besucher gebaut. Bis 1943 logierten hier britische Offiziere, General-Gouverneure und Vizekönige. Dann machte der letzte Herrscher von Dhar, Maharaja Ananad Rao Puar IV, den Palast zu seinem privaten Wohnsitz und ließ das Anwesen im Art Deco- und Bauhaus-Stil renovieren. Seit kurzem ist der Jhira Bhag Palace ein nostalgisches Heritage Hotel mit großzügigen Suiten. Die Betreiber legen großen Wert auf Umweltschutz und haben entsprechende Maßnahmen zum verantwortlichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen getroffen. Solarenergie, Biogas und Waseraufbereitung sind wichtige Säulen des Umweltkonzepts, Produkte aus eigenem Anbau gedeihen ohne Einsatz von chemischen Düngemitteln und Pestiziden und garantieren gesunde Mahlzeiten nach lokalen Rezepten.
Übernachtung in Dhar
4. Tag: Weiterfahrt nach Ujjain (119 km, ca. 2 Stunden)
Ujain an den Ufern des Flusses Shipra ist eine der sieben heiligen Stätten der Hindus, wo alle 12 Jahre im Wechsel mit Haridwar, Allahabad und Nasik die Kumbh-Mela, das größte indische Bade- und Reinigungsfest, stattfindet. Die nächste Kumbh Mela in Ujjain findet 2016 statt. Dazwischen gibt es kleinere Melas. Aber auch während der übrigen "festivalfreien" Zeit strömen täglich Tausende von Pilgern in die Stadt. Hauptziel ist eine unterirdische heilige Quelle im Mahakaleshwar Tempel, aus der ein Lingam (Phallus-Symbol des Gottes Shiva) ragt.
Besichtigung von Ujjain: selbst an weniger gut besuchten Tagen muss man hier mit Wartezeiten rechnen, wenn die Gläubigen in langen Schlangen zum Allerheiligsten drängen.
Weitere religiöse Fixpunkte sind der Mangalnath Tempel auf dem hinduistischen Nullmeridian (nach hinduistischen Lehre Geburtsort des Planeten Mars) sowie der Sandipani Ashram, wo der Legende nach Gott Krishna, sein Bruder Balaram und ihr Freund Sudama 64 Tage lang vom Guru Sandipani unterwiesen wurden.
Ein Kuriosum ist der etwas außerhalb von Ujjain gelegene Kal-Bhairava Tempel. Die Verehrer bringen Schapsflächschen mit, die der Priester unter Gesängen zuzr Hälfte in einen Schake gießt und dem Gott an den Mund setzt, und dieser trinkt die Schalen leer. den rest des Alkohols nimmt der Spender wieder mit . Ein Ritual zu Ehren des Kal Bhairava, des schwarzen Herrn der Zeit und des Todes, der besonders von zwei Sekten der Shivaiten verehrt wird. Sein Begleittier ist ein Hund. Angeblich verschwindet der dem Gott eingeflößte Schnaps im Inneren der Statue spurlos. Auch wissenschaftliche Untersuchungen hätten das Rätsel nicht gelöst. Viele Pilger bringen billigen Fusel für den Gott mit und kaufen besseren Schnaps für sich selbst, um das vom Priester geweihte Tröpfchen zu Hause zu genießen. Während anderswo in Indien Hunde als unrein verachtet werden, werden sie hier als göttliche Geschöpfe verehrt und mit Leckerbissen verwöhnt.
Ausgrabungen nördlich von Ujjain förderten Spuren menschlicher Besiedlung aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. zu Tage. Die antike Stadt war eine wichtige regionale Hauptstadt der Maurya-Herrscher. Das damalige Avantika lag an der Haupthandelsroute von Nordindien nach Mesopotamien und Ägypten. Der hinduistischen Mythologie zufolge änderte Shiva einst diesen Namen in Ujjaiyini, "der mit Stolz erobert", um seinen Sieg über den Dämonenkönig Tripuri herauszustellen. Später herrschten die Sultane von Mandu, die Moguln und Raja Jai Singh II. aus Jaipur, der hier eines seiner 5 Observatorien Jantar Mantar errichtete.An den langen Ghats (Badetreppen) erinnert die Atmosphäre stark an das Treiben in der heiligen Stadt Varanasi.
Weiterfahrt nach Indore (55 km, ca.1,5 Stunden).
Nachdem Indore jahrhundertelang nur eine unbedeutende Station an den Pilgerpfaden nach Omkareshwar und Ujjain war, entwickelte es sich ab 1715 zu einem bedeutenden Handelszentrum der Region. Malhar Rao Holkar (1694-1766), der Gründer der Holkar-Dynastie, machte Indore zur Hauptstadt seines Reiches. Seit 1956 gehört Indore zum Bundesstaat Madhya Pradesh.
Heute ist Indore das größte Handels- und Wirtschaftszentrum der Region. Das in der Nähe gelegene Industriegebiet Pithampur, oft als "Indiens Detroit" bezeichnet, ist Sitz von zahlreichen Stahlgiganten und Motorwerken, zu denen Honda, Hindustan Motors, Bajaj und Pratap Steel gehören.
Sehenswert ist der am Ufer des Kham stehende Lal-Bagh-Palast. Er ist ein Beispiel für die extravaganten neoklassisistischen Bauten, die eine Vorliebe der unermesslich reichen Maharajas des 19. und 20. Jahrhunderts waren. Das Wahrzeichen von Indore ist der alte Holkar-Palast "Raj Wada", der einen von Palmen gesäumten Platz im Herzen der Stadt überragt. Die Villa wurde im Stil eines westindischen Stadthauses gebaut.
5. Tag: Weiterfahrt nach Bhopal, (ca. 5 Stunden)
Der Name Bhopal steht weltweit für eine der verheerendsten Industrie-Katastrophen: Am 3. Dezember 1984 wurden im Werk der US-Firma Union Carbide rund 40 Tonnen Methylisocyanat (MIC) in die Atmosphäre freigesetzt. Diese leichtflüchtige, sehr reaktive Flüssigkeit, die schon in geringen Konzentrationen Haut- und Schleimhautverätzungen, Augenschädigungen und Lungenödeme hervorrufen kann, trieb in einer Giftgaswolke dicht über dem Boden durch ein angrenzendes Elendsviertel. Durch diese Katastrophe starben nach offiziellen Angaben 1600 Menschen sofort und rund 6000 weitere an den unmittelbaren Nachwirkungen. Bis heute summiert sich die Zahl der Opfer auf mindestens 20000 Personen. Rund ein Fünftel der 500 000 Menschen, die dem Gas ausgesetzt waren, leiden heute unter chronischen und unheilbaren Krankheiten, die sich offensichtlich zum Teil weitervererben können, tausende erblindeten. Auch ein gehäuftes Vorkommen von Krebs ist festzustellen. Union Carbide zahlte in den folgenden Jahren insgesamt 690 Millionen Dollar an den indischen Staat. Doch nur ein kleiner Teil des Geldes kam den Opfern zugute.
Bhopals Name geht auf das 11. Jahrhundert zurück, als Raja Bhoj (1010-53), Parmar König von Dhar, von seinen Hoflehrmeistern die Weisung erhielt, den Mord an seiner Mutter durch die Verbindung der neun Flüsse seines Königreiches zu sühnen. Nachdem einer dieser Flüsse durch einen Damm gebändigt worden war, gründete der Herrscher an den beiden so entstandenen Seen seine neue Hauptstadt Bhojapal. Ende des 17. Jahrhunderts eroberte Dost Muhammad Khan (1672-1740), ein opportunistischer Glücksritter, Ex-Soldat und ehemaliger General des Großmoguls Aurangzeb (1618-1707) das Gebiet, um auf den Trümmern des Mogulreiches seinen eigenen Staat Bhopal zu errichten. Im Jahre 1723 wurde der Ort Bhopal zur Hauptstadt des Fürstenstaats erklärt und blieb es bis 1956.
Die von Dost Muhammad Khan gegründete islamische Dynastie sollte zu einer der bedeutendsten Herrscherfamilien Zentralindiens werden, deren Angehörige unter Großbritanniens Vizekönigen zu den wenigen Auserwählten gehörten, die durch einen Salut mit 19 Schüssen geehrt wurden - in Anerkennung ihrer Unterstützung von General Thomas Goddard (1740-83) bei dessen Marsch auf den hinduistischen Staat Maratha im Jahre 1778. Von 1820 bis 1926 regierten in Bhopal ausschließlich Frauen. Die Begums (Fürstinnen) führten das Zepter hinter dem Purda (Vorhang; von Männern abgetrennter Wohnbereich, Schleier) und ließen noble Bauwerke errichten, zu denen die drei Moscheen aus Sandstein gehören, die noch heute das Stadtbild prägen.
Sehenswert ist die im Altstadtviertel aufragende Jami Masjid. Die Moschee mit ihren roten Sandsteinmauern und gedrungenen Minaretten wurde im Jahre 1837 auf Veranlassung von Qudsia Begum (1801-1881), der ersten Herrscherin von Bhopal erbaut.
Im Osten der Stadt steht die Moti Masjid, eine 1860 von Qudsias Tochter Sikander Begum (1818-1858) errichtete Perlen-Moschee. Bemerkenswert sind ihre schlanken Minarette mit goldenen Spitzen und Sandsteinkuppeln.
Das eindrucksvollste Bauwerk der Stadt ist die Taj-Ul-Masjid. Die größte Moschee Indiens mit ihren kolossalen pinkfarbenen Minaretten, die hoch über das Stadtbild hinausragen, trägt nicht zu Unrecht den Beinamen Mutter aller Moscheen.
Unbedingt sehenswert ist das an der Ostküste des Sees auf einem Hügel gelegene Adivasi-Zentrum, das in natürlicher Umgebung das Leben der indischen Stämme zeigt, ohne dabei wie ein menschlicher Zoo zu wirken. Angeschlossen ist ein Museum. Touristische Bedeutung hat Bhopal vor allem als idealer Ausgangspunkt zu den Weltkulturerbe-Stätten Sanchi und Bhimbetka sowie den Höhlentempeln von Udaygiri. Übernachtung in Bhopal
6. Tag: Tagesausfluge nach Udaigiri und Sanchit
Die Höhlentempel von Udaigiri (rund eine Autostunde außerhalb von Bhopal) stammen aus der Gupta-Periode und entstanden während der Regierungszeit von Kaiser Chandragupta II (382 - 401 n. Chr.). Besonders bemerkenswert ist Höhle 4 mit einem Shiva-Lingam mit Darstellungs eines Shiva-Gesichts mit dem drittem Auge. Höhle 5 wird von einer eindrucksvollen Darstellung von Vishnu (in seiner Vahara-Inkarnation als Wildschwein) dominiert, der die Erdgöttin Pritrhvi trägt. Ein üppiger Fries von Götterdarstellungen umrankt die Vishnu-Vahara-Figur und schmückt auch den Eingang von Höhle 6. Höhle 7 war ausschließlich für den Kaiser bestimmt und wird von einer Lotusdekoration gekrönt. Auf der Kuppe des Hügels findet sich die Ruine eines Sonnentempels aus dem 6. Jahrhundet. Wenige Kilometer entfernt lohnt der Besuch der Heliodorus-Säule, die im Jahr 140 nach Chr. von einem griechischen Botschafter aus Taxili (heute Pakistan) gestiftet wurde. Die Säule wird von der lokalen Bevölkerung zu mysteriösen Riten genutzt. In Vollmondnächten wird jemand an die Säule gekettet und gewinnt dadurch Kräfte, umd böse Geister auszutreiben. Wenn eine Austreibung erfolgreich war, wird ein Nagel in den Stamm eines mächtigen Tamarindenbaums getrieben, an dem eine Limette, ein Stück Kokosnus und eine rote Schnur befestigt werden, die den besiegten Dämon symolisieren.
Weiterfahrt nach Sanchi (13 km, ca. 20 Minuten).
Auf einem Hügel in der Nähe der kleinen Ortschaft Sanchi stehen die ältesten buddhistischen Stupas Indiens. Sie sind über 2000 Jahre alt. Stupas symbolisieren im Buddhismus den heiligen Baum des Lebens und der Erleuchtung.
Nach dem Tod Buddhas war es der große Maurya-Kaiser Ashoka, der den Buddhismus für sich entdeckte und zu seiner großen Blütezeit in Indien verhalf. 84 000 große und kleine Stupas soll er zu Ehren Buddhas errichtet haben.
Die große Stupa von Sanchi ist 17 Meter hoch und gilt als der Idealtyp des buddhistischen Stupa. Der massive, fensterlose Reliquienschrein erfüllt allein eine symbolische Funktion: Ausdruck des eigenen Glaubens, Wegweiser für andere, der Lehre Buddhas zu folgen. Der Legende nach beherbergt jeder Stupa mindestens ein Aschekorn von Buddha.
Die vier Eingänge zum Rundgang der Stupas wurden mit vier prächtigen Toren geschmückt. Die äußerst lebendigen und detailreichen Reliefe geben eine Vorstellung von der hohen Meisterschaft der Steinmetze im alten Indien und vom Leben in jener Zeit. Jedes Tor variiert dabei ein eigenes Hauptthema: Das Osttor die Geburt Buddhas, das Südtor den Kampf um seine Überreste, und das prächtig geschmückte Nordtor die Wunder, die Buddha zugeschrieben werden.
Für die zahlreichen Besucher aus aller Welt stellen diese Tore den eigentlichen Höhepunkt der Tempelanlage dar. Gleichzeitig wird der Ort noch heute als stiller Ort der Mediation genutzt und gilt nicht nur den Anhängern des Buddhismus als frühes Symbol für Mitgefühl, Toleranz und Friedfertigkeit.
Die acht ältesten Stupas bei Sanchi wurden unter der Regentschaft König Ashokas aus der Maurya-Dynastie (regierte ca. 268 v. Chr. - 232 v. Chr.) errichtet. Weitere Stupas und religiöse Bauwerke wurden in den folgenden Jahrhunderten bis zum 12. Jahrhundert ergänzt, bis der Buddhismus schließlich durch den erstarkenden Hinduismus und den von Westen vordringenden Islam fast vollständig aus Indien verdrängt wurde. Danach wurden die buddhistischen Bauwerke von der Bevölkerung kaum mehr beachtet und verfielen weitgehend. Bauwerke von Sanchi dokumentieren fast die gesamte buddhistische Periode Indiens über 1500 Jahre hinweg.
1818 stieß ein britischer Kolonialoffizier, General Taylor, auf die Ruinen. In der Folge plünderten Amateur-Archäologen und Schatzsucher die Stätten, bis 1881 mit professionellen Restaurierungsarbeiten begonnen wurde. Zwischen 1912 und 1919 erfolgten unter der Leitung des Archäologen Sir John Marshall weitere Restaurierungen, durch die die Bauwerke in den heute zu sehenden Zustand gebracht wurden. Der historische Bereich von Sanchi umfasst zu Beginn der 2000er Jahre rund 50 Bauwerke, darunter drei Stupas und eine Reihe von Tempelanlagen.
Die "Große Stupa", deren älteste Teile auf die Zeit König Ashokas zurückgehen, wurde Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. fast zur Gänze neu aufgebaut. Dabei wurden eine komplette Verkleidung aus Sandstein angefertigt, Balustraden, eine Terrasse sowie ein befestigter Prozessionsweg ergänzt. Etwa 35 v. Chr. folgten vier steinerne Tore (Toranas) mit detailreich ausgeführten Reliefs. Während der Gupta-Periode (330 - frühes 6. Jahrhundert) - inzwischen war es üblich geworden den Buddha auch in menschlicher Form darzustellen, nicht nur repräsentiert durch Symbole wie das "Rad der Lehre" (Sanskrit: Dharmachakra), den "Fußabdruck des Buddha" (Buddhapada), den Bodhi-Baum oder eben den Stupa - wurden vier Steinskulpturen des Buddha an den Wänden aufgestellt, die den Toren gegenüber liegen. Seit 1989 zählen die Mnumente von Snachi zum Weltkulturerbe des UNESCO.
Rückfahrt nach Bhopal (70 km, ca. 1 Stunde).
Besichtigung der Taj-Ul-Masjid, der größten Moschee Asiens und Bummel durch die engen Gassen des Chowk, des Marktes in der historischen Altstadt von Bhopal. Übernachtung
7. Tag: Weiterfahrt nach Bhimbetka (45 km, ca. 1 Stunde)
2003 wurden die Felshöhlen von Bhimbetka zum Weltkulturerbe ernannt. Sie liegen am Rand der Vindhyachal-Berge nördlich der Bergketten des Satpuragebirges. Die gesamte Gegend ist von dichten Wäldern und Vegetation bedeckt. Sie ist reich an natürlichen Ressourcen wie beständigen Wasserquellen, natürlichen Stollen, einer reichen Waldflora und Fauna.
Bhimbetka wurde zuerst in indischen archäologischen Aufzeichnungen basierend auf Informationen lokaler Stämme als buddhistische Stätte erwähnt. 1957 sah der Archäologe V. S. Wakankarl auf der Zugreise nach Bhopal Felsformationen ähnlicher Art zu jenen, die er in Spanien und Frankreich gesehen hatte. Er besuchte die Gegend zusammen mit einem Team von Archäologen und entdeckte mehrere prähistorische Felsgrotten.
Seither sind mehr als 700 solcher Grotten identifiziert worden. Davon befinden sich 243 in der Gruppe Bhimbetka und 178 in der Lakha Juar Gruppe. Archäologische Untersuchungen offenbarten eine kontinuierliche Besiedlung durch Steinzeitkulturen (vom Mesolithikum bis zur Mittelsteinzeit) sowie die ältesten Steinmauern und Fußböden der Welt. Die ältesten Felszeichnungen stammen vermutlich aus der Mittelsteinzeit. Eine grobe Datierung der Funde wurde durchgeführt, während eine detaillierte Chronologisierung noch aussteht.
Die Malereien in den Felsgrotten und Höhlen von Bhimbetka stellen auf sehr lebendige Art das Leben der Menschen, die in diesen Höhlen lebten, sowie deren natürliche Umgebung dar und gehören zu den ältesten Zeugen des menschlichen Lebens in Indien. Einer der Felsen - Volksmund als "Zoo Fels" bezeichnet - stellt Elefanten, Sambar, Bisons und Hirsche dar. Malereien auf einem anderen Fels zeigen einen Pfau, eine Schlange, einen Hirsch sowie die Sonne. Auf einem weiteren Fels sind zwei Elefanten mit Stoßzähnen abgebildet. Unter dieser Ansammlung prähistorischer Malereien finden sich auch Jagdszenen mit Jägern die Pfeil und Bogen, Schwerter und Schilde tragen. In einer der Höhlen ist ein Bison abgebildet das einen Jäger verfolgt während seine Gefährten hilflos dabeistehen. In einer anderen Szene sieht man Reiter zusammen mit Bogenschützen.
Ihre Felsmalereien gehen bis ins Mesolithikum zurück und zeigen den Alltag der damaligen Bewohner der Grotten. . Die Farben der Zeichnungen sind auch nach bis zu 12 000 Jahren immer noch kräftig und nicht verblasst. Man glaubt, dass die Farbe aus farbiger Erde, pflanzlichen Farbstoffen, Wurzeln und Tierfetten hergestellt wurde. Die Pinsel bestanden aus Pflanzenfasern.
Besichtigung der Höhlenmalereien von Bhimbetka
Weiterfahrt nach Satpura (65 km, ca. 2 Stunden)
Der Satpura National Park bildet zusammen mit den benachbarten Schutzgebieten von Bori und Panchmarhi ein einzigartiges Ecosystem, dass sich über mehr als 427 km² erstreckt. Das Gelände ist extrem schroff und zerklüftet Sandsteingipfel wechseln mit engen Schluchten und dichten Wäldern ab und deicht von flachen Niederungen bis zum Scheitel des Dhoopgarh, mit 1.400 Metern der höchste Berg der Gegend. Der Nationalpark ist vergleichsweise wenig besucht und bietet deshalb einmalige Begegnungen mit einer großen Viellzahl von Tieren, wovon Tiger, Leopard, Wildhunde die spektakulärsten sind, die hier reichlich Beute finden. Übernachtung
8. Tag: Morgens und abends Safaris im Nationalpark. Übernachtung
9. Tag: Weiterfahrt zum Pench Nationalpark (300 km, ca. 6 Stunden)
Der Pench National Park, der sich entlang des Pench Flusses über 275 Quadratkilometer grenzübergreifend in Madya Pradesh und Maharashtra erstreckt, kann mit einigem Recht auch als Original Schauplatz von Rudyard Kipling Dschungelbuch angesehen werden. Die im Roman geschikderten Landschaften finden sich tatsächlich hier wieder, vor allem im Seoni Distrikt. So soll in der Schlucht des Waingunga-Flusses Shir Khan sein Ende gefunden haben. Im Jahr 1831 soll in der Gegend ein Junge im Urwald entdeckt worden sein, der von Wölfen aufgezogen worden sei. Der historische Mowgli? Hauptsächlich um Shir Khans Nachfahren das Überleben zu sichern, wurde 1977 zum Schutzgebiet erklärt und 1992 in das Project Tiger aufgenommen. 2002 wurde der Nationalpark in Indira Priyadarshini Pench National Park und das Tigerschutzgebiet in Mowgli Pench Sanctuary umgetauft. In relativ kurzer Zeit ist es gelungen, einen sicheren Lebensraum für die Großkatzen zu schaffen. Daneben kommen Leoparden, Wildhunde, Wölfe und Bären vor. Ein großer Bestand von Grasfressern vom mächtigen Gaur (indischer Bison) über Wildschweine, Muntjaks, Vierhornantilopen bis zu großen Herden flinker Axis-Hirsche sorgen dafür, dass die Räuber genug Nahrung finden. Unterstützt von der lokalen Bevölkerung werden regelmäßige Patrouillen durchgeführt und so potentielle Wilder und Holzdiebe wirkungsvoll gestört, Über 280 Vogelarten, darunter verschiedene Arten seltener Geier können in Pench beobachtet werden. Die beste Zeit für Tierbeobachtungen, wenn die Flüsse und Bäche im Schutzgebiet ausgetrocknet sind und die Tiere in der Nähe der wenigen verbliebenen Wasserlöcher konzentrieren. Übernachtung
10. Tag: Morgens und abends Safaris im Nationalpark. Übernachtung
11. Tag: Weiterfahrt (ca. 3 Stunden) zum Kanha Nationalpark.
Kanha wird oft als Originalschauplatz von Kiplings Dschungelbuch bezeichnet und einer der bekanntesten Nationalparks Indiens. Er wurde im jahr 1955 gegründet und erstreckt sich über eine Fläche von 940 Quadratkilometern in den beiden Distrikten Mandla und Balaghat. Zusammen mit der ihn umgebenden 1009 km² umfassenden Pufferzone und dem 110 Quadratkilometer großen Phen-Schutzgebiet bildet er das Kanha-Tigerreservat. Kanha ist vor allem bekannt für seine großen Säugetiere. Der Park besitzt eine gute Tigerpopulation. Die Population der gestreiften Jäger stieg von 48 im Jahr 1976 auf 127 im Jahr 2001. Daneben sind im Park auch weitere große Raubtierarten vorhanden. Die Zahl der Leoparden wird für das Jahr 2000 mit 80, die der Rothunde mit 396 und die der Lippenbären mit 111 angegeben. In einer Ecke des Parks jagend auch noch einige Meute die sehr selten geworden indischen Wölfe.
Eine Besonderheit des Parks ist das letzte wildlebende Vorkommen des Hochland-barasingas (Cervus duvauceli branderi), einer Unterart des Barasinghahirsches, die nur hier vorkommt. Erfreulicherweise vermehrten sie sich von 66 Tieren im Jahr 1970 auf 349 im Jahr 2000. Neben dem Barasingha kommen noch drei weitere Hirscharten im Gebiet vor. Am häufigsten ist der Axishirsch, dessen Bestand etwa 20.000 Tiere umfasst, mit steigender Tendenz. Sambarhirsche wurden im Jahr 2000 3621 gezählt, Muntjaks 1209. Während die Populationen der verschiedenen Hirsche insgesamt steigen, gingen die Bestände der drei Antilopenarten hingegen zurück. Für das Jahr 2000 werden nur noch 73 Nilgauantilopen, 78 Vierhornantilopen und 2 Hirschziegenantilopen angegeben. Der Park besitzt mit 1197 Exemplaren (im Jahr 2000) eine gute Population der mächtigen Gaure. Sehr häufig sind Hulmans (6668 im Jahr 2000) und Wildschweine (8534 Tiere im Jahr 2000) anzutreffen. Weitere größere Säugetiere des Parks sind Rhesusaffe, Goldschakal, Bengalfuchs, Indischer Fischotter, Honigdachs, Kleine Indische Zibetkatze, Indischer Mungo, Indische Rotmanguste, Streifenhyäne, Rohrkatze, Bengalkatze, Fleckenkantschil, Indisches Schuppentier, Palmenhörnchen, Indisches Stachelschwein und Schwarznackenhase. In einer Ecke des Parks jagen auch noch einige Meuten die sehr selten geworden indischen Wölfe. Übernachtung in Kanha
12. Tag: Morgens und abends Safari ins Schutzgebiet.
13. Tag: Weiterfahrt zum Bandhavgarh-Nationalpark (240 km ca. 6 Stunden).
Bandavgarh: Das einstige Jagdgebiet des Maharajas von Rewa genießt seit 1968 Nationalpark-Status. 1994 wurde das ca. große 450 Quadratkilometer große Areal zum Tigerschutzgebiet erklärt. Die Aussichten, einen Tiger zu Gesicht zu bekommen, sind hier außerordentlich gut. Im Herzen des Parks gibt es eine Vielfalt von wild lebenden Tieren, wie beispielsweise Nilgai-Antilopen, Wildschweine, Schakale, Gaur, Sambar-Hirsche und Stachelschweine, dazu viele Vogelarten.
Bandhavgarh ist die Heimat der weißen Tiger. 1915 fing der Maharadscha von Rewa ein weißes Tigerjunges und hielt es bis zum Tod. Dann ließ er es präparieren und schickte es als Geschenk an den englischen König Georg V.
Maharadscha Shir Martand Sing fing auf der Tigerjagd ebenfalls ein weißes Tigerbaby. Er ließ es an seinen Hof bringen, aber es konnte fliehen. Nachdem es erneut eingefangen wurde, erhielt es den Namen Mohan und wurde mit größter Fürsorge aufgezogen. Der Maharadscha hoffte, als erster Mensch der Welt weiße Tiger züchten zu können.
Als Mohan ausgewachsen war, wurde er mit einer normalen Bengaltigerin gepaart. Das Tigerweibchen bekam mehrere Male Junge, aber immer nur normal gefärbte. Dann paarte der enttäuschte Maharadscha Mohan mit einer seiner Töchter. Der Wurf bestand aus vier weißen Tieren. Die Mischung des Erbgutes hatte zum Erfolg geführt. Seitdem wurde bei der Zucht von weißen Tigern immer wieder Inzucht betrieben. Die Folgen davon sind verkrümmte Knochen, verkürzte Beine, schielende Augen. Daraus zogen Fachleute für Tigerzucht den Schluss, das es sicherer ist, weiße Tiger mit gelben zu kreuzen und dann ihre Nachkommen zu paaren, woraus sich weiße Tigerbabys ergeben können.. Inzwischen gibt es weltweit 160 weiße Tiger, die alle auf Mohan zurückgehen.
In Bandhavgarh wie auch in Kanha erfolgen die Safaris in der Regel nach folgendem Verfahren: Die Gäste brechen jeweils frühmorgens und nachmittags mit erfahrenen Wildhütern in Jeeps zu Rundfahrten auf festgelegten Routen auf. Bereits zuvor sind Fährtensucher auf Elefanten unterwegs, um frische Tigerspuren zu suchen. Wenn Sie eine Raubkatze sichten, teilen sie dies den Wildhütern in den Jeeps über Funk mit. Per Jeep geht es dann in die Nähe des "Fundorts". Hier steigen die Gäste nacheinander auf Elefanten, um sich dem Tiger aus sicherer Höhe zu nähern. Die Elefantenritte werden nur durchgeführt werden, wenn die Fährtensucher Tiger aufgespürt haben. Die Kosten dafür sind vor Ort direkt zu zahlen. Übernachtung
14. Tag: Frühmorgens und am späten Nachmittag Safaris ins Schutzgebiet.
Übernachtung
15. Tag: Frühmorgens und am späten Nachmittag Safaris ins Schutzgebiet.
Übernachtung
16. Tag: Weiterfahrt nach Khajuraho (240 km, ca. 6 Stunden)
Als die Weltöffentlichkeit Ende des 19. Jahrhunderts von den Tempeln in Khajuraho erfuhr, die bis dahin nur der lokalen Bevölkerung bekannt waren, wurde ernsthaft diskutiert, die Bauwerke völlig zu zerstören. Zu sehr waren die Europäer von den drastischen erotischen Darstellungen schockiert. Heute gelten die Tempel von Khajuraho als Weltkulturerbe der Menschheit.
Khajuraho erlebte seine Blüte von 950 bis 1050 n. Chr. Damals war es Hauptsitz der Chandellas, eines kriegerischen Rajputen-Stammes. Von einst 85 Tempeln sind heute noch 22 gut erhalten. Die Reliefs zeigen Greifvögel, Nymphen, Dämonen und Revolten, Götter in kosmischen Evolutionen, Menschen, Furcht, Zweifel, Eifersucht, Liebe und vollendete Leidenschaft. Zusammen stellen sie das Feinste und Beste aus der Kunst der mittelalterlichen Epoche Indiens dar. Einige Wissenschaftler vertreten die Auffassung, die erotischen Skulpturen stellten eine Art Kamasutra in Stein dar. Doch neben den geradezu akrobatischen Positionen und gelegentlich auch recht humorvollen Darstellungen des Liebesakts sind auch viele lebendige Alltagsszenen zu sehen. Check-in im Hotel. Übernachtung in Khajuraho
17. Tag: Besichtigung der Tempelanlagen, die nur wenige Fußminuten vom Ortskern entfernt liegen. Einen Besuch lohnt auch das alte Dorf Khajuraha mit seinen traditionellen sozialen Strukturen und alten Häusern.
Als die Weltöffentlichkeit Ende des 19. Jahrhunderts von den Tempeln in Khajuraho erfuhr, die bis dahin nur der lokalen Bevölkerung bekannt waren, wurde ernsthaft diskutiert, die Bauwerke völlig zu zerstören. Zu sehr waren die Europäer von den drastischen erotischen Darstellungen schockiert. Heute gelten die Tempel von Khajuraho als Weltkulturerbe der Menschheit.
Khajuraho erlebte seine Blüte von 950 bis 1050 n. Chr. Damals war es Hauptsitz der Chandellas, eines kriegerischen Rajputen-Stammes. Von einst 85 Tempeln sind heute noch 22 gut erhalten. Die Reliefs zeigen Greifvögel, Nymphen, Dämonen und Revolten, Götter in kosmischen Evolutionen, Menschen, Furcht, Zweifel, Eifersucht, Liebe und vollendete Leidenschaft. Zusammen stellen sie das Feinste und Beste aus der Kunst der mittelalterlichen Epoche Indiens dar. Einige Wissenschaftler vertreten die Auffassung, die erotischen Skulpturen stellten eine Art Kamasutra in Stein dar. Doch neben den geradezu akrobatischen Positionen und gelegentlich auch recht humorvollen Darstellungen des Liebesakts sind auch viele lebendige Alltagsszenen zu sehen. Übernachtung in Khajuraho
18. Tag: Weiterfahrt nach Orcha (175 km, ca. 3,5 Stunden)
Besichtigung von Orcha: Die heute unbedeutende Ortschaft wurde im 16. Jahrhundert gegründet und vereint eine große Zahl unterschiedlichster Stilrichtungen. Besonders imposant ist der Jehangir Mahal Palast, von dessen oberen Stockwerken aus sich ein grandioser Blick über die Landschaft bietet. Der Palast wurde eigens für den Besuch von Kaiser Jehangir im Jahr 1606 gebaut und seither nie wieder bewohnt. Übernachtung in Orcha
19. Tag: Weiterfahrt nach Gwalior (124 km, ca. 3 Stunden).
Um die Gründung Gwaliors rankt sich eine schöne Legende: Der unheilbar an Lepra erkrankte Fürst Suraj Sena jagte einst auf dem steilen Felsen Gopagiri. Durstig geworden, bat er einen meditierenden Sadhu um einen Schluck Wasser. Die dargebotene Erfrischung löschte nicht nur den Durst, sondern bewirkte auch die sofortige Heilung der Krankheit. Aus Dankbarkeit errichtete Suraj Sena ein Fort und erweiterte den Teich, aus dem er den heilenden Trank erhalten hatte, zum heute noch existierenden Suraj Kund. Mit dem Bau des Forts begann dann auch die wechselvolle Geschichte von Verteidigung und Eroberung.
Gwalior nimmt eine strategische Position in der Gird Region Nordindiens ein. Die Stadt mit ihrem berühmten Fort war in der Vergangenheit bereits das Zentrum mehrerer historischer Königreiche Nordindiens. So war Gwalior unter anderem die Hauptstadt des gleichnamigen Staates und Fürstentums der Maharadschas von Scinidia. Die Stadt ist voll von Relikten aus jener Zeit. Besondere Beachtung verdient die Festung von Gwalior.
Die Festung steht auf einer Klippe aus Sandstein und erhebt sich 91 Meter über die umliegende Ebene. Der Aufstieg zu diesem mittelalterlichen Bollwerk, mit dessen Bau im 5. Jh. begonnen wurde, führt durch sechs große mit Skulpturen geschmückte Tore. Rings um die Grundmauern der Festung sind riesengroße Tithankara (Jain Heilige) Statuen zu sehen. Innerhalb der Festungsmauern befinden sich Paläste, Tempel und Zisternen. Das imposanteste Gebäude des Gwalior Forts ist der Man Mandir Palast.
Der Man Mandir Palast, der innerhalb der Festungsmauern von Gwalior liegt, wurde 1486 bis 1516 unter Radscha Man Singh erbaut und spiegelt den hohen Standard der Hindu Architektur jener Zeit wider. Die reich geschmückte Ostfassade zählt zu den meistfotografierten Bauwerken Indiens. Ihre sechs Rundtürme werden von kleinen Kuppeln gekrönt, die einst vergoldet waren und mit blauen, grünen und gelben Kacheln verziert sind. Die wunderschön dekorierten kleinen Räume an den beiden Innnenhöfen waren aufgrund ihrer kleinen Eingänge vermutlich für die Damen des Königshofes vorgesehen. Die Eisenringe in den Wänden wurden für Schaukeln und dekorative Wandbehänge verwendet. Besichtigungen des Palastes und des Museums. Besichtigungen des Gwalior Forts mit dem Man Mandir Palast. Übernachtung in Gwalior
Eine weit verbreitete Legende besagt, dass ursprünglich noch ein gleiches Bauwerk aus schwarzem Marmor als Mausoleum für Shah Jahan selbst auf der anderen Seite des Flusses Yamuna geplant war, das aber nicht verwirklicht wurde. Shahjahan wurde zuvor von seinem Sohn Muhammad Aurangzeb Alamgir entmachtet und verbrachte den Rest seines Lebens als Gefangener. 1666 wurde er neben seiner Gattin beigesetzt. Sein Grab zerstört dabei die Symmetrie des Gebäudes, was als Beleg dafür gilt, dass er tatsächlich vorhatte, sich ein eigenes Grabmal zu errichten, zumal er, um diese Symmetrie zu bewahren, ein Rasthaus auf der östlichen Seite des Gebäudes errichten ließ, das der Moschee auf der westlichen Seite durchaus ähnlich ist. Auch befindet sich das Taj Mahal nicht im Zentrum des angelegten Gartens, wie üblich bei persischen Grabmälern, sondern am nördlichen Rand, was auch nahelegt, dass ein weiteres Grabmal auf dem gegenüberliegenden Ufer geplant war, denn die zwei vom Fluss getrennten Gebäude wären wiederum im Zentrum des nunmehr großen Gartenareals gewesen. Dies hätte dem persischen Verständnis vom Himmel als von einem Charbagh, einem Garten in vier Quadranten, durch die vier Wasserkanäle von einem zentralen Gebäude, das den Thron Gottes darstellen soll, in die vier Richtungen fließen, entsprochen. Das Grabmal Humayuns z. B. in Delhi bleibt dieser Konzeption treu, weil dort das Mausoleum sich ganz in der Mitte eines Charbaghs befindet.
Das Baumaterial für das Taj Mahal wurde aus ganz Indien und Asien herangeschafft. Über 1000 Elefanten wurden dafür benötigt. 28 verschiedene Arten von Edelsteinen und Halbedelsteinen wurden in den Marmor eingefügt.
Bitte beachten Sie: das Taj Mahal ist freitags geschlossen. Übernachtung in Agra
21. Tag: Weiterfahrt nach Delhi (204 km, ca. 4½ Stunden)
| Madhya Pradesh: Kaleidoskop der Kulturen | ||||||||
| Leistungen | 21-tägige Individualreise ab Indore / bis Delhi. Preise pro Person in Euro. Unterkunft in den genannten oder gleichwertigen Hotels mit Frühstück (in den Nationalparks mit Vollpension). Reiseprogramm und Transfers wie beschrieben im klimatisierten Fahrzeug mit Fahrer. Lokale englischsprachige Reiseleitung, Eintrittsgelder. Mindestteilnehmerzahl: 2 Personen.
DZ= Doppelzimmer, EZZ= Einzelzimmer-Zuschlag Mindestteilnehmerzahl: 2 Personen |
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| Saisonzeiten | Nur eine Hotelkategorie | DZ | EZZ | 01.09.11 - 30.08.12 | a. A. € | a. A. € | ||
| Wichtige Hinweise: | Obligatorischer Aufpreis für spezielle Weihnachts- und Silvesterfeiern. Flug von Mumbai nach Indore: ab 180 €, pro Person (Stand: August 2011). Die Nationalparks sind während des Monsuns (von Juli bis Ende September) geschlossen. Das Programm kann leicht durch einen Abstecher nach Agra (zwischen Chambal und Delhi) ergänzt werden. Flugpreise nennen wir Ihnen gerne auf Anfrage |
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Vorgesehene Hotels zu "Madhya Pradesh: Kaleidoskop der Kulturen" |
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Ort |
Nur eine Hotelkategorie |
Maheshwar | JAhilya Fort | |
| Dhar | Jhira Bagh Palace | |||
| Indore | Radisson Blue | |||
| Bhopal | Jehan Numa Palace Hotel | |||
| Satpura National Park | Reni Oani Jungle Lodge | |||
| Pench National Park | Tuli Tiger Corridor | |||
| Kanha National Park | Tuli Tiger Resortl | |||
| Bandhavgarh National Park | Bhandav Vilas | |||
| Khajuraho | Lalit Temple View | |||
| Orcha | Amar Mahal | |||
| Gwalior | Taj Usha Kiran Palace | |||
| Agra | Gateway Hotel Fatehbad Road | |||
































