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AGB
REISEBEDINGUNGEN

Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Abschluss des Reisevertrages
Mit der Reiseanmeldung bietet der Kunde COMTOUR den Abschluss eines Reisevertrages auf der Grundlage der Reiseausschreibung, der Hinweise zu der betreffenden Reise im Reiseprospekt und dieser Allgemeinen Reisebedingungen verbindlich an. Der Kunde ist an seine Anmeldung 14 Tage gebunden. Die Anmeldung kann schriftlich, mündlich, telefonisch, per Telefax oder auf elektronischem Weg erfolgen. Sie erfolgt durch den Anmeldenden auch für alle in der Anmeldung mit aufgeführten Teilnehmer, für deren Vertragsverpflichtungen der Anmelder wie für seine eigenen Verpflichtungen einsteht, sofern er eine entsprechende gesonderte Verpflichtung durch ausdrückliche und gesonderte Erklärung übernommen hat. Der Reisevertrag kommt mit der Annahme durch COMTOUR zustande. Die Annahme bedarf keiner bestimmten Form. Bei oder unverzüglich nach Vertragsschluss wird COMTOUR dem Kunden die Reisebestätigung aushändigen. Weicht der Inhalt der Reisebestätigung vom Inhalt der Anmeldung des Kunden ab, was vom Kunden zu prüfen ist, so ist COMTOUR für die Dauer von zehn Tagen an das neue Angebot gebunden. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebots zustande, wenn der Reisende innerhalb der Bindungsfrist dem Reiseveranstalter die Annahme erklärt.

2. Bezahlung
a) Mit Erhalt der Reisebestätigung und Aushändigung des Sicherungsscheins im Sinne von § 651 k Abs. 3 BGB wird eine Anzahlung in Höhe von zwanzig Prozent des Reisepreises fällig. Die Anzahlung ist spätestens 7 Tage nach Erhalt der Reisebestätigung in bar, per Scheck oder durch Überweisung fällig. Die Anzahlung wird auf den Reisepreis angerechnet. Mit der Anzahlung sind eventuelle Prämienbeträge für zusätzlich abgeschlossene Rücktrittskosten- oder sonstige Versicherungen vollständig zu zahlen.
b) Die Restzahlung wird, wenn nichts anderes vereinbart wurde, spätestens 21 Tage vor Reiseantritt gegen Zusendung der Reiseunterlagen fällig. Ist der fällige Reisepreis bis zum vereinbarten Reisetermin nicht vollständig bezahlt und wird er trotz Mahnung nicht innerhalb der in der Mahnung festgesetzten angemessenen Frist gezahlt, wird COMTOUR dazu berechtigt, von dem Vertrag unter den Voraussetzungen des § 323 BGB zurück zu treten und Schadenersatz wegen Nichterfüllung unter den Voraussetzungen der §§ 280 Abs. 1, 3, 281 BGB zu verlangen. Als Schadensersatz wegen Nichterfüllung kann COMTOUR 20% des Reisepreises einschließlich Umsatzsteuer fordern, soweit der Kunde nicht nachweist, dass überhaupt kein Schaden oder ein geringerer Schaden entstanden ist. Hat COMTOUR bis zum Rücktritt im Vertrauen auf die Durchführung des Reisevertrages bereits Buchungskosten bei Drittunternehmen gehabt, bleibt COMTOUR ausdrücklich die Geltendmachung eines höheren nachgewiesenen Schadens vorbehalten.

3. Leistungen, Preisänderungen vor Vertragsschluss
Für den Umfang der vertraglichen Leistungen sind ausschließlich die Leistungsbeschreibungen im Prospekt von COMTOUR sowie die hierauf bezugnehmenden Angaben in der Reisebestätigung verbindlich. Die in dem Prospekt enthaltenen Angaben sind für COMTOUR bindend. COMTOUR behält sich jedoch ausdrücklich vor, aus sachlich berechtigten, erheblichen und nicht vorhersehbaren Gründen vor Vertragsschluss eine Änderung der Prospektangaben zu erklären, über die der Reisende vor Buchung selbstverständlich informiert wird. Hotel-, Orts- und Landesprospekte und sonstige nicht von COMTOUR verfasste Beschreibungen haben nur einen unverbindlichen Informationscharakter, wobei deren Inhalt weder von COMTOUR gewährleistet wird noch geprüft ist. Wird auf Wunsch des Kunden ein individueller Reiseablauf zusammengestellt, so ergibt sich die Leistungsverpflichtung des Reiseveranstalters ausschließlich aus dem entsprechenden konkreten Angebot an den Kunden in Verbindung mit der jeweiligen Buchungsbestätigung.

4. Leistungs- und Preisänderungen nach Vertragsschluss
Änderungen oder Abweichungen einzelner Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Reisevertrages, die nach Vertragsabschluss notwendig werden und nicht von COMTOUR wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind nur gestattet, soweit die Änderungen oder Abweichungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der Reise nicht beeinträchtigen. Eventuelle Gewährleistungsansprüche bleiben unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind. COMTOUR ist verpflichtet, den Kunden über Leistungsänderungen oder -abweichungen unverzüglich in Kenntnis zu setzen und dem Kunden gegebenenfalls eine kostenlose Umbuchung oder kostenlosen Rücktritt anzubieten. COMTOUR behält sich vor, die ausgeschriebenen und mit der Buchung bestätigten Preise im Fall der Erhöhung der Beförderungskosten oder der Abgaben für bestimmte Leistungen, wie Hafen- oder Flughafengebühren oder einer Änderung der für die betreffende Reise geltenden Wechselkurse, in dem Umfang zu ändern, wie sich deren Erhöhung pro Person bzw. pro Sitzplatz auf den Reisepreis auswirkt, sofern zwischen Vertragsschluss und dem vereinbarten Reisetermin mehr als 4 Monate liegen. Im Fall einer nachträglichen Änderung des Reisepreises oder einer Änderung einer wesentlichen Reiseleistung hat COMTOUR den Reisenden sofort, spätestens jedoch 21 Tage vor Reiseantritt, darüber zu informieren. Preiserhöhungen danach sind nicht zulässig. Bei Preiserhöhungen um mehr als 5 % oder im Fall einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung ist der Kunde berechtigt, gebührenfrei vom Vertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise zu verlangen, wenn COMTOUR in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Kunden aus seinem Angebot anzubieten. Nach der Erklärung über Reisepreiserhöhung bzw. Änderung der Reiseleistung durch COMTOUR muss der Kunde diese Rechte unverzüglich geltend machen.

5. Rücktritt, Nichtantritt oder Abbruch der Reise durch den Kunden, Umbuchungen und Ersatzpersonen
5.1. Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn von der Reise zurücktreten. Maßgeblich ist der Eingang der Rücktrittserklärung bei COMTOUR. Tritt der Kunde vom Reisevertrag zurück oder tritt er, ohne vom Reisevertrag zurückzutreten, die Reise nicht an, so kann COMTOUR angemessenen Ersatz für die getroffenen Reisevorkehrungen und/oder Aufwendungen verlangen. Dies gilt ausdrücklich auch für einen Rücktritt vor Erhalt der Buchungsbestätigung. Bei der Berechnung des Ersatzes sind gewöhnlich ersparte Aufwendungen und gewöhnlich mögliche anderweitige Verwendungen der Reiseleistungen zu berücksichtigen. COMTOUR kann diesen Ersatzanspruch unter Berücksichtigung der nachstehenden Gliederung nach der Nähe des Zeitpunktes des Rücktritts zum vertraglich vereinbarten Reisebeginn in einem prozentualen Verhältnis zum Reisepreis pauschalieren. Nachstehende Pauschalen können nicht verlangt werden, wenn der Kunde nachweist, dass kein Schaden oder ein geringerer Schaden entstanden ist. Ohne diesen Nachweis fallen, soweit es nicht nachstehend unter Ziffern 5.1.1.ff anderes benannt ist, folgende Stornokosten an:
Rücktritt vor Reisebeginn
– bis 45. Tag: 15 % des Reisepreises
– 44. bis 30. Tag: 20 % des Reisepreises
– 29. bis 22. Tag: 35 % des Reisepreises
– 21. bis 15. Tag: 50 % des Reisepreises
– 14. bis 7. Tag bei Individualreisen: 60 % des Reisepreises
– 14. bis 7. Tag bei Gruppenreisen: 85 % des Reisepreises
– 6. bis 2. Tag bei Individualreisen: 70 % des Reisepreises
– 6. bis 2. Tag bei Gruppenreisen: 90 % des Reisepreises
– ein Tag vor Reisebeginn bzw. bei Nichterscheinen bei Reisebeginn bei Individualreisen
90 % des Reisepreises.
– ein Tag vor Reisebeginn bzw. bei Nichterscheinen bei Reisebeginn bei Gruppenreisen
95 % des Reisepreises.
Rücktrittsgebühren (Stornokosten) fallen auch dann an, wenn sich ein Reiseteilnehmer trotz entsprechender Informationen seitens COMTOUR nicht rechtzeitig zu den in den Reisedokumenten bekannt gegebenen Zeiten am jeweiligen Abflughafen oder Abreiseort einfindet oder wenn er die Reise trotz entsprechender Unterrichtung von COMTOUR gemäß § 5 der Verordnung über Informations- und Nachweispflichten nach Bürgerlichem Recht (BGB-InfoV) die Reise nicht antreten kann, weil er die erforderlichen Reisedokumente (z.B. Reisepass, notwendige Visa und gesundheitspolizeiliche Formalitäten) nicht beigeschafft hat. Bricht der Kunde die bereits angetretene Reise ab, ohne dass höhere Gewalt (§ 651 j BGB) vorliegt oder ein Gastschulaufenthalt (§ 651 l BGB) oder COMTOUR den Abbruchgrund zu vertreten hat (§ 651 e BGB) bleibt es beim vollen Reisepreis.

5.1.1. Abweichend zu den in 5.1. genannten Stornostaffeln werden bei Individualprogrammen in Sri Lanka bei Stornierung zwischen Buchung bis 30. Tag vor der Abreise 25% des Reisepreises als Stornogebühr fällig. Bei einer Stornierung zwischen 14. und 7. Tag vor der Abreise werden 75% des Reisepreises als Stornogebühr fällig. Bei einer Stornierung zwischen 6. Tag vor der Abreise und Reiseantritt werden 95% des Reisepreises als Stornogebühr fällig.
5.1.2. Abweichend zu den in 5.1. genannten Stornostaffeln werden bei Individualprogrammen in Myanmar bei Stornierung zwischen 7. bis 3. Tag vor der Abreise 75% des Reisepreises als Stornogebühr fällig. Bei einer Stornierung zwischen 2. Tag vor der Abreise und Reiseantritt werden 95% des Reisepreises als Stornogebühr fällig.
5.1.3. Innerindische Flüge zu Sondertarifen müssen sofort ausgestellt werden, nach Ticketausstellung fallen 100% Stornokosten an, die Tickets sind nicht umbuchbar und nicht erstattbar.
5.1.4. Bei Flugbuchungen von IATA-Tarifen: Die Tickets müssen ebenfalls umgehend ausgestellt werden. Die Stornokosten nach Ticket-Ausstellung variieren je nach gebuchter Fluggesellschaft.
5.1.5. Ergänzend zu den in 5.1. genannten Stornostaffeln werden bei Buchungen von Hotels der Oberoi-Hotelkette (Vilas-Hotels) bei Stornierung zwischen 30. bis 9. Tag vor der Abreise 75% des jeweiligen Hotelpreises als Stornogebühr fällig. Bei einer Stornierung zwischen 8. Tag vor der Abreise und Reiseantritt werden 95% des Hotelpreises als Stornogebühr fällig. Die von 5.1. abweichende Stornostaffelung ist durch die individuelle Staffelung des Leistungsträgers vor Ort vorgegeben. Gleichwohl können vorstehende Pauschalen nicht verlangt werden, wenn der Kunde nachweist, dass kein Schaden oder ein geringerer Schaden entstanden ist. Die Stornostaffeln gemäß 5.1. für das restliche Programm bleiben unberührt.
5.1.6. Ergänzend zu den in 5.1. genannten Stornostaffeln werden bei Buchungen von Hotels der Taj-Hotelkette bei Stornierung zwischen 30. bis 11. Tag vor der Abreise 75% des jeweiligen Hotelpreises als Stornogebühr fällig. Bei einer Stornierung zwischen 10. Tag vor der Abreise und Reiseantritt werden 95% des Hotelpreises als Stornogebühr fällig. Die von 5.1. abweichende Stornostaffelung ist durch die individuelle Staffelung des Leistungsträgers vor Ort vorgegeben. Gleichwohl können vorstehende Pauschalen nicht verlangt werden, wenn der Kunde nachweist, dass kein Schaden oder ein geringerer Schaden entstanden ist. Die Stornostaffeln gemäß 5.1. für das restliche Programm bleiben unberührt.
5.1.7. Bei Buchung des Luxuszuges „Palace on Wheels“ (sowie dem „Royal Rajasthan on Wheels“) wird eine Anzahlung von 20% des Reisepreises bei Buchung fällig. Die Restzahlung von 80 % des Reisepreises wird 68 Tage vor Beginn des Programms erhoben. Abweichend zu den in 5.1. genannten Stornostaffeln werden bei Stornierung zwischen 67. Tag vor der Abreise und Reiseantritt 100% des Reisepreises als Stornogebühr fällig. Die von 5.1. abweichende Stornostaffelung ist durch die individuelle Staffelung des Leistungsträgers vor Ort vorgegeben. Gleichwohl können vorstehende Pauschalen nicht verlangt werden, wenn der Kunde nachweist, dass kein Schaden oder ein geringerer Schaden entstanden ist.
5.1.8. Bei Buchung des Luxuszuges „Golden Chariot“ wird eine Anzahlung von 20% des Reisepreises bei Buchung fällig. Die Restzahlung von 80 % des Reisepreises wird 30 Tage vor Beginn des Programms erhoben. Abweichend zu den in 5.1. genannten Stornostaffeln werden bei Stornierung zwischen 30. bis 22. Tag vor der Abreise 50% des Reisepreises als Stornogebühr fällig. Bei einer Stornierung zwischen 15. Tag vor der Abreise und Reiseantritt werden 95% des Reisepreises als Stornogebühr fällig. Die von 5.1. abweichende Stornostaffelung ist durch die individuelle Staffelung des Leistungsträgers vor Ort vorgegeben. Gleichwohl können vorstehende Pauschalen nicht verlangt werden, wenn der Kunde nachweist, dass kein Schaden oder ein geringerer Schaden entstanden ist.
5.1.9. Bei Buchung des Luxuszuges „Deccan Odyssey“ wird eine Anzahlung von 20% des Reisepreises bei Buchung fällig. Die Restzahlung von 80 % des Reisepreises wird 30 Tage vor Beginn des Programms erhoben. Abweichend zu den in 5.1. genannten Stornostaffeln werden bei Stornierung zwischen 30. bis 22. Tag vor der Abreise 50% des Reisepreises als Stornogebühr fällig. Bei einer Stornierung zwischen 15. Tag vor der Abreise und Reiseantritt werden 95% des Reisepreises als Stornogebühr fällig. Die von 5.1. abweichende Stornostaffelung ist durch die individuelle Staffelung des Leistungsträgers vor Ort vorgegeben. Gleichwohl können vorstehende Pauschalen nicht verlangt werden, wenn der Kunde nachweist, dass kein Schaden oder ein geringerer Schaden entstanden ist.
5.1.10. Bei Buchung des Luxuszuges „The Indian Maharajah“ wird eine Anzahlung im Euro-Wert von 1.000 US Dollar erhoben, der sich der Höhe nach dem öffentlichen Umtauschkurs am Tag des Abschlusses des Reisevertrages ergibt. Abweichend zu den in 5.1. genannten Stornostaffeln werden bei Stornierung zwischen 59. bis 45. Tag vor der Abreise 30% des Reisepreises als Stornogebühr fällig. Bei einer Stornierung zwischen 44. Tag bis 30.vor der Abreise werden 50% des Reisepreises als Stornogebühr fällig. Bei Stornierung zwischen 29. Tag vor Abreise und Reiseantritt werden 95% des Reisepreises als Stornogebühr fällig. Die von 5.1. abweichende Stornostaffelung ist durch die individuelle Staffelung des Leistungsträgers vor Ort vorgegeben. Gleichwohl können vorstehende Pauschalen nicht verlangt werden, wenn der Kunde nachweist, dass kein Schaden oder ein geringerer Schaden entstanden ist.
5.1.11. Bei Buchung der Brahmaputra Kreuzfahrten wird eine Anzahlung von 20% des Reisepreises bei Buchung fällig. die Restzahlung von 80 % des Reisepreises wird 6 Wochen vor Beginn des Programms erhoben. Abweichend zu den in 5.1. genannten Stornostaffeln werden bei Stornierung zwischen 59. bis 45. Tag vor der Abreise 20% des Reisepreises als Stornogebühr fällig. Bei einer Stornierung zwischen 28. Tag bis 22. Tag vor der Abreise werden 50% des Reisepreises als Stornogebühr fällig. Bei Stornierung zwischen 14. Tag vor Abreise und Reiseantritt werden 95% des Reisepreises als Stornogebühr fällig. Die von 5.1. abweichende Stornostaffelung ist durch die individuelle Staffelung des Leistungsträgers vor Ort vorgegeben. Gleichwohl können vorstehende Pauschalen nicht verlangt werden, wenn der Kunde nachweist, dass kein Schaden oder ein geringerer Schaden entstanden ist.

5.2. Werden auf Wunsch des Kunden nach Buchung der Reise für einen Termin, der innerhalb des zeitlichen Geltungsbereichs der Reiseausschreibung liegt, Änderungen des Reisetermins, des Reiseziels, des Ortes des Reiseantritts, der Unterkunft oder der Beförderungsart vorgenommen (Umbuchung), so ist COMTOUR berechtigt, bis 35 Tage vor Reiseantritt, ein Umbuchungsentgelt von 29 Euro pro Kunde zu erheben. Ein rechtlicher Anspruch des Kunden auf Umbuchungen besteht nicht. Umbuchungswünsche des Kunden, die nach dem 35. Tag vor Abreise getätigt werden, können, sofern ihre Durchführung überhaupt möglich ist, nur nach Rücktritt vom Reisevertrag zu Bedingungen gemäß Ziffer 5.1. und gleichzeitiger Neuanmeldung durchgeführt werden.

5.3. Bis zum Reisebeginn kann der Kunde verlangen, dass statt seiner ein Dritter in die Rechte und Pflichten aus dem Reisevertrag eintritt. COMTOUR kann dem Eintritt des Dritten widersprechen, wenn dieser den besonderen Reiseerfordernissen nicht genügt oder seiner Teilnahme gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anordnungen entgegenstehen. Tritt ein Dritter in den Vertrag ein, so haften der Kunde und dieser COMTOUR als Gesamtschuldner für den Reisepreis und die durch den Eintritt des Dritten entstehenden Mehrkosten.

6. Rücktritt bzw. Kündigung durch den Reiseveranstalter
COMTOUR kann in folgenden Fällen vor Antritt der Reise vom Reisevertrag zurücktreten oder nach Antritt der Reise den Reisevertrag kündigen:
a) Ohne Einhaltung einer Frist: Wenn der Kunde die Durchführung der Reise ungeachtet einer Abmahnung des Reiseveranstalters nachhaltig stört oder wenn er sich in derart vertragswidrig verhält, dass die sofortige Aufhebung des Vertrags gerechtfertigt ist. Kündigt COMTOUR, so behält sie den Anspruch auf den Reisepreis. Ersparte Aufwendungen sowie Vorteile, die sich aus einer anderen Verwendung nicht in Anspruch genommener Leistungen ergeben, werden zurückerstattet. Eventuelle Mehrkosten für die Rückbeförderung trägt der Störer.
b) Bis 21 Tage vor Reiseantritt: Bei Nichterreichen einer ausgeschriebenen oder behördlich festgelegten Mindestteilnehmerzahl, wenn in der Reiseausschreibung für die entsprechende Reise auf eine Mindestteilnehmerzahl hingewiesen wird. Zudem muss auch in der Reisebestätigung die Mindestteilnehmerzahl und späteste Rücktrittsfrist deutlich angegeben sein und dort auf die entsprechenden Angaben in der Reiseausschreibung verwiesen werden. In jedem Fall ist COMTOUR verpflichtet, den Kunden unverzüglich nach Eintritt der Voraussetzung für die Nichtdurchführung der Reise hiervon in Kenntnis zu setzen und ihm die Rücktrittserklärung unverzüglich zuzuleiten. Der Kunde erhält den eingezahlten Reisepreis unverzüglich zurück. Sollte bereits zu einem früheren Zeitpunkt ersichtlich sein, dass die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden kann, hat COMTOUR den Kunden davon zu unterrichten.

7. Aufhebung des Vertrages wegen außergewöhnlicher Umstände
Wird die Reise infolge bei Vertragsschluss nicht voraussehbarer höherer Gewalt (z.B. Krieg, innere Unruhen, Naturkatastrophen u. Ä.) erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt, so können sowohl der Kunde als auch COMTOUR den Vertrag kündigen. Wird der Vertrag gekündigt, so kann COMTOUR für die bereits erbrachten oder zur Beendigung der Reise noch zu erbringenden Reiseleistungen eine angemessene Entschädigung verlangen. Weiterhin ist COMTOUR verpflichtet, die notwendigen Maßnahmen zu treffen, besonders, falls der Vertrag die Rückbeförderung umfasst, den Kunden zurück zu befördern. Die für die Rückbeförderung entstehenden Mehrkosten sind von COMTOUR und dem Kunden je zur Hälfte zu tragen. Im Übrigen fallen die Mehrkosten dem Kunden zur Last.

8. Haftung des Reiseveranstalters
8.1. COMTOUR haftet im Rahmen der Sorgfaltspflicht eines ordentlichen Kaufmanns für
a) die gewissenhafte Reisevorbereitung;
b) die sorgfältige Auswahl und Überwachung der Leistungsträger;
c) die Richtigkeit der Beschreibungen aller in den Katalogen angegebenen Reiseleistungen, sofern der Reiseveranstalter nicht gemäß Ziffer 3 vor Vertragsschluss die Änderung der Prospektangaben erklärt hat;
d) die ordnungsgemäße Erbringung der vertraglich vereinbarten Reiseleistungen unter Berücksichtigung der jeweiligen Orts- und Landesüblichkeit;
8.2. Für ein Verschulden der mit der Leistungserbringung betrauten Person. Die Unterbringung und Verpflegung erfolgt entsprechend der Reisebestätigung und des Angebotes.

9. Beschränkung der Haftung
9.1. Die vertragliche Haftung von COMTOUR für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt,
a) soweit ein Schaden des Kunden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird oder
b) soweit COMTOUR für einen dem Kunden entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.
9.2. Für alle gegen COMTOUR gerichteten Schadensersatzansprüche aus unerlaubter Handlung, die nicht zu einer Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit geführt haben und nicht auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit beruhen, haftet COMTOUR bei Sachschäden bis 4.100 Euro; übersteigt der Reisepreis diese Summe, ist die Haftung für Sachschäden auf die Höhe des dreifachen Reisepreises beschränkt. Diese Haftungshöchstsummen gelten jeweils je Reisendem und Reise. Die genannten Haftungsbeschränkungen gelten nicht für Ansprüche, die nach dem Montrealer Übereinkommen wegen des Verlusts von Reisegepäck gegeben sind.
9.3. COMTOUR haftet nicht für Leistungsträger im Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z.B. Bahnfahrkarten, öffentliche Verkehrsmittel, Sportveranstaltungen, Ausflüge, Theaterkarten) und die in der Reiseausschreibung ausdrücklich als Fremdleistung gekennzeichnet werden.

10. Informationspflichten über Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens
COMTOUR ist gemäß EU-VO Nr. 2111/05 verpflichtet, den Kunden über die Identität des jeweiligen Luftfahrtunternehmens sämtlicher im Rahmen der gebuchten Reise zu erbringenden Flugbeförderungsleistungen bei Buchung zu informieren. Steht/stehen die ausführende Fluggesellschaft bzw. die ausführenden Fluggesellschaften zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest, so muss COMTOUR diejenige/n Fluggesellschaft/en nennen, die die Flugbeförderung wahrscheinlich durchführen wird/werden und sicherstellen, dass der Kunde unverzüglich Kenntnis der Identität erhält, sobald diese feststeht bzw. diese feststehen. Gleiches gilt, wenn die ausführende Fluggesellschaft wechselt. COMTOUR muss unverzüglich alle angemessenen Schritte einleiten, um sicherzustellen, dass der Kunde so rasch wie möglich über den Wechsel unterrichtet wird. Die Black List der EU (Schwarze Liste) ist auf der Internetseite http://air-ban.europa.eu und auf der Internetseite von COMTOUR sowie in seinen Geschäftsräumen einsehbar.

11. Obliegenheiten des Kunden, Abhilfe, Fristsetzung vor Kündigung des Kunden
Der Kunde ist verpflichtet bei Leistungsstörungen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen mitzuwirken, eventuelle Schäden zu vermeiden oder gering zu halten. Er ist insbesondere verpflichtet, seine Beanstandungen unverzüglich der örtlichen Reiseleitung / Agentur oder direkt bei COMTOUR (Adresse siehe unten) zur Kenntnis zu geben. Unterlässt es der Kunde schuldhaft, einen Mangel anzuzeigen, tritt ein Anspruch auf Minderung nicht ein.
COMTOUR kann die Abhilfe verweigern, wenn sie unverhältnismäßigen Aufwand erfordert. COMTOUR kann in der Weise Abhilfe schaffen, dass er eine gleich- oder höherwertige Ersatzleistung erbringt.
Wird eine Reise infolge eines Mangels erheblich beeinträchtigt und leistet COMTOUR innerhalb einer vom Kunden für die Abhilfe zu setzenden, angemessenen Frist keine Abhilfe, so kann der Kunde im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen den Reisevertrag kündigen, wobei aus Beweisgründen die schriftliche Erklärung empfohlen wird. Der Bestimmung einer Frist durch den Kunden bedarf es lediglich dann nicht, wenn die Abhilfe unmöglich ist oder von COMTOUR verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung des Vertrags durch ein besonderes Interesse des Reisenden gerechtfertigt wird.

12. Ausschluss von Ansprüchen, Anzeigefristen, Verjährung, Abtretungsverbot
Reisevertragliche Gewährleistungsansprüche sind innerhalb eines Monats nach der vertraglich vorgesehenen Beendigung der Reise gegenüber COMTOUR unter der unten genannten Adresse geltend zu machen. Nach Ablauf der einmonatigen Frist kann der Reisende Ansprüche nur geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist verhindert worden ist oder wenn es sich um deliktische Ansprüche wegen eines Personenschadens oder eines Schadens, der auf einer grob fahrlässigen Pflichtverletzung von COMTOUR oder einer vorsätzlichen oder einer grob fahrlässigen Pflichtverletzung eines Erfüllungsgehilfen oder eines Vertreters von COMTOUR beruht, handelt. Gepäckschäden, Zustellungsverzögerungen bei Gepäck oder Gepäckverlust im Zusammenhang mit Flügen sind unabhängig davon nach internationalen Übereinkommen binnen 7 Tagen bei Gepäckverlust und binnen 21 Tagen bei Gepäckverspätung nach Aushändigung des Gepäcks anzuzeigen, wobei empfohlen wird, unverzüglich an Ort und Stelle die Verlust- oder Schadensanzeige bei der zuständigen Fluggesellschaft zu erheben und den Schaden dann auch nochmals schriftlich geltend zu machen. Darüber hinaus ist der Verlust, die Beschädigung oder die Fehlleitung von Reisegepäck der örtlichen Reiseleitung oder COMTOUR gegenüber anzuzeigen.
Reisevertragliche Ansprüche des Kunden nach §§ 651c bis 651f BGB verjähren bei Sach- und Vermögensschäden in einem Jahr, soweit ein Schaden des Kunden weder auf einer grob fahrlässigen Pflichtverletzung von COMTOUR noch auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung eines Erfüllungsgehilfen oder eines gesetzlichen Vertreters des Veranstalters beruht. Die Verjährung beginnt an dem Tag, an dem die Reise nach dem Vertrag enden sollte. Schweben zwischen dem Kunden und COMTOUR Verhandlungen über den Anspruch oder die den Anspruch begründenden Umstände, so ist die Verjährung gehemmt, bis der Kunde oder COMTOUR die Fortsetzung der Verhandlungen verweigert. Die Verjährung tritt frühestens 3 Monate nach dem Ende der Hemmung ein. Ansprüche aus unerlaubter Handlung sowie alle Ansprüche auf Ersatz von Körperschäden unterliegen der gesetzlichen Verjährungsfrist.
Die Abtretung von Ansprüchen gegen COMTOUR ist ausgeschlossen. Dies gilt nicht für den Eintritt eines Dritten gem. Ziffer 5.3. dieser allgemeinen Geschäftsbedingungen und unter Familienangehörigen.

13. Pass- und Visumerfordernisse, gesundheitspolizeiliche Vorschriften
COMTOUR informiert Staatsangehörige eines Staates der Europäischen Union, in dem die Reise angeboten wird, über Pass- und Visumerfordernisse und gesundheitspolizeiliche Formalitäten (z.B. polizeilich vorgeschriebene Impfungen und Atteste), die für die Reise und den Aufenthalt erforderlich sind. Für Angehörige anderer Staaten gibt das zuständige Konsulat Auskunft.
Der Kunde ist für die Einhaltung aller für die Durchführung der Reise wichtigen Vorschriften selbst verantwortlich. Alle Nachteile, die aus der Nichtbefolgung dieser Vorschriften erwachsen, gehen zu seinen Lasten, ausgenommen, COMTOUR hat seine Hinweispflichten verschuldet nicht oder schlecht erfüllt. Insbesondere Zoll- und Devisenvorschriften im Ausland sind einzuhalten.
Der Kunde ist verantwortlich für das Beschaffen und Mitführen der notwendigen Reisedokumente und muss selbst darauf achten, dass sein Reisepass oder sein Personalausweis für die Reise eine ausreichende Gültigkeit besitzt. Hat der Kunde COMTOUR beauftragt, für ihn behördliche Dokumente, etwa ein Visum zu beantragen, so haftet COMTOUR nicht für die rechtzeitige Erteilung dieser Dokumente durch deutsche oder ausländische Behörden, sondern nur, sofern er gegen eigene Pflichten verstoßen und selbst die Verzögerung verschuldet hat.

14. Mitwirkungspflichten des Kunden
Hinsichtlich der Reiseunterlagen gilt, dass der Kunde COMTOUR zu informieren hat, wenn er die erforderlichen Reiseunterlagen (z.B. Hotelvoucher, Flugunterlagen) nicht innerhalb der von COMTOUR mitgeteilten Zeiten erhält oder wenn die Unterlagen und Tickets bezüglich der Daten des Kunden (Name, Anschrift, Geburtsdatum) falsche Angaben enthalten. Der Kunde ist persönlich für sein rechtzeitiges Erscheinen am Abreiseort verantwortlich.
Der Kunde ist verpflichtet, bei aufgetretenen Leistungsstörungen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen über die Schadensminderungspflicht mitzuwirken, eventuelle Schäden zu vermeiden oder gering zu halten.

15. Datenschutz
Die personenbezogenen Daten, die der Kunde dem Veranstalter COMTOUR zur Verfügung stellt, werden elektronisch verarbeitet und genutzt, soweit es für die Begründung, Durchführung oder Beendigung des Reisevertrages mit dem Kunden und für die Kundenbetreuung erforderlich ist. COMTOUR hält bei der Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten die Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes ein.

16. Sonstiges
Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des Reisevertrages hat nicht die Unwirksamkeit des gesamten Vertrages zur Folge.
Die Reisebedingungen gelten für alle Reisen mit COMTOUR communication & tourism GmbH, Corneliusstraße 2, 45219 Essen-Kettwig, Tel.: 0049 (0) 2054 9547 0, Fax 0049 (0) 2054 9547 11/28, Notfallhandy: 0049 (0) 163 8808740


17. Gerichtsstand

Für Klagen von COMTOUR gegen den Kunden ist der Wohnsitz des Kunden maßgebend, es sei denn, die Klage richtet sich gegen Vollkaufleute oder Personen, die nach Abschluss des Vertrages ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort ins Ausland verlegt haben, oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist. In diesen Fällen ist der Sitz von COMTOUR maßgebend.
Diese AGBs gelten für Buchungen bis zum 30.06.2018

Version ABAD
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