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Neujahrsfeste in Vietnam, Indonesien, Laos, Sri Lanka, Thailand, Myanmar und Kambodscha

Viele buddhistische Länder feiern ihr Neujahrsfest nach dem Mondkalender. Besonders bekannt ist Losar, das tibetische Neujahrsfest, das zum Neumond im Februar/März (meist zur Zeit unserer Fasnacht) stattfindet. Bei den Vietnamesen ist es im Januar/Februar das Tet-Fest, das mit Feuern und Drachentänzen großartig gefeiert wird. In Sri Lanka, Myanmar (Burma) und Thailand wird Neujahr etwa Mitte April gefeiert. Die Burmesen feiern es mit dem Wasserfest, waschen die Buddha-Statuen und bespritzen sich gegenseitig mit Wasser. Hier ein kurzer Überblick über die Feste und Rituale.

Vietnamesisches Neujahr (16. Februar 2018)

Das Tet Nguyen Dan Fest, kurz: Tet-Fest, ist der höchste und wichtigste Feiertag in Vietnam. Die deutsche Übersetzung bedeutet so viel wie „Fest des ersten Morgens“. Hierbei handelt es sich um das Fest des neuen Jahres nach dem Mondkalender. Die Vietnamesen feiern in der Silvesternacht den Jahreswechsel und in den darauffolgenden Tagen das neue Jahr. Zum Vorabend des Festes, dem „Giao Thura“, werden die Wohnungen und Häuser sorgfältig gereinigt und mit Blumen oder Gaben für die Vorfahren geschmückt. Dieser Hausputz ist wichtig, da so das Pech, welches sich möglicherweise das ganze Jahr über angesammelt hat, hinaus gefegt wird. Um Mitternacht wird in vielen Städten ein öffentliches Feuerwerk abgeschossen.

Dreimal Silvester in Indonesien
Auf den internationalen Neujahrstag „Tahun Baru Masehi“ am 1. Januar, der im Vergleich relativ bescheiden gefeiert wird, folgen die beiden weiteren Silvestertraditionen mit bombastischen Festen: „Tahun Baru Imlek“, das chinesische Neujahrsfest, findet traditionell in einer Neumondnacht statt und läutet das neue Jahr diesmal am 16. Februar ein. Das hinduistische Neujahr „Nyepi“, der höchste Feiertag auf Bali fällt in diesem Jahr auf den 17. März. Gleich mehrere Tage lang feiern die Einheimischen den Jahreswechsel mit Tagen der Stille, Opfergaben, Umzügen sowie traditionellen Masken, die böse Geister und Dämonen vertreiben sollen. Nur die Worte, mit denen sich die Indonesier ein frohes, neues Jahr wünschen, sind zu allen drei Anlässen gleich: „Selamat Tahun Baru“.

Laos (16. Februar: chinesisches Neujahr und 14.-16. April: Pi Mai, laotisches Neujahr)

Lachende und neugierige Gesichter überall, heitere Stimmung, absolut keine Hektik. Selten werden Reisende von so fröhlichen und ausgelassenen Menschen empfangen, und das in Laos, einem der ärmsten Ländern der Welt. Die Menschen feiern „Boun Pimai“, ihr Neujahrsfest, im April lang und ausgiebig

Das „Boun Pimai“ ist im wahrsten Sinne des Wortes ein feucht-fröhliches Fest. Beim Neujahrsfest fließt aber Selters statt Sekt. Drei Tage lang beschütten sich die Laoten gegenseitig mit Wasser – aus Eimern, Krügen und allem, was sich so findet. So reinigen sie sich symbolisch, bevor sie ins neue Jahr eintreten. Gleichzeitig verabschieden sie sich von der Trockenzeit, mit den Wasserplanschereien soll auch der Monsun herbei beschworen werden. Vor allem die sonst eher zurückhaltenden jungen Laoten verlieren in diesen Tagen ihre Scheu und spritzen nach Herzenslust Schaulustige und Touristen nass.

Thailand (13. – 15.April)

Songkran ist das Neujahrsfest nach dem thailändischen Mondkalender und fällt in den April. Drei Tage dauert das Fest der Säuberung und Erneuerung. Elementare Bestandteile sind das morgendliche Opfer in den Tempeln und das „Baden“ der Buddha-Statuen mit parfümiertem Wasser. Wer an diesen Tagen auf thailändischen Straßen unterwegs ist, muss mit einer unerwarteten „Dusche“ rechnen. Bereits früh am Morgen des ersten Feiertages werden die Menschen vom Knallen der Feuerwerkskörper geweckt, die böse Geister vertreiben sollen. Besonders am zweiten Tag, dem eigentlichen Neujahrstag, versuchen die Menschen, Streitigkeiten zu vermeiden, um so auch innere Reinheit zu üben. Am dritten Tag werden die Mönche traditionell reichlich mit Speisen beschenkt. Dann wird daheim mit Verwandten und Freunden gefeiert.

Myanmar (13. -16. April Thingyan-Wasserfest)

Vor dem burmesischen Neujahrstag wird überall in Myanmar das dreitägige Wasserfest gefeiert. Alle drei Tage überschütten und bespritzen sich die Burmesen aus Eimern, Schläuchen und Spritzpistolen mit Wasser. Die drei Tage vor dem Neujahr werden ausgiebig und feucht-fröhlich gefeiert. In den Städten gibt es viele Bühnen, wo traditionelle Tänze und Theaterstücke aufgeführt werden.

Sri Lanka (14. April Sinhala und tamilisches Neujahrsfest)

Traditionell feiert man in Sri Lanka im April den Beginn eines neuen Jahres.

Andere Bezeichnungen dafür sind „Singhalese New Year“ oder „The April New Year Festival“. Die Bedeutung dieses Festes ist durchaus mit Weihnachten vergleichbar: die Familien kommen zusammen, feiern, essen, trinken gemeinsam und natürlich gibt es auch verschiedene Rituale und Traditionen. Neujahr eint Singhalesen und Tamilen, Hindus und Buddhisten, denn es wird von der überwiegenden Zahl der „Srilankaner“ gleichermaßen gefeiert. Während der Festtage werden traditionelle Spiele gespielt. Dazu gehören beispielsweise Kissenschlachten (Kotta pora) oder „die Perücke verstecken“ (Havari hengima). Daran beteiligen sich viele Familien aus den Dörfern und Gemeinden, wodurch das Fest automatisch zu einem besonderen sozialen Ereignis innerhalb der Dorfgemeinschaft wird.

Kambodschanisches Neujahrsfest – Chol Chnam (14. April)

„Sursday Chnam Thmey!“ So wünschen sich die Kambodschaner ein frohes neues Jahr. Am 14. April wird der Gruß wieder millionenfach zu hören sein „Chol Chnam Thmey“ heißt das wichtigste Fest des Jahres, was übersetzt soviel heißt wie „Eintritt ins Neue Jahr“. Es ist das traditionelle, kambodschanische Neujahrsfest der Khmer, das dem Songkran-Fest in Thailand entspricht. Brauch ist es, an diesen Tagen Opfergaben zu den Tempeln zu bringen, das Haus gründlich zu säubern und neue Kleidung zu verschenken. Diese ist oft auch nötig, wenn Sie an diesem Tag auf die Straßen gehen, denn am dreitägigen Festival sind Wasserschlachten und das Werfen mit Talkpulver keine Seltenheit. Auch als Tourist ist man davor nicht gefeit.

 Wasserfest „Bon Om Tuk“ (22. – 24. November)

Das Wasserfest wird gefeiert, wenn die Strömung des Tonle Sap Flusses, der den gleichnamigen See mit dem mächtigen Mekong verbindet, umschlägt. Am Tonle Sap lässt sich dann ein einzigartiges Naturphänomen beobachten, denn er ändert zweimal im Jahr seine Fließrichtung. Im Frühjahr führt der Mekong aufgrund des Schmelzwassers vom Himalaya so viel mehr Wasser, dass er einen Teil dieser Wassermassen landeinwärts in den Tonle Sap See drückt, der dann bis auf das etwa Siebenfache anwächst. Im Herbst ändert sich die Richtung wieder und das wird mit einem dreitägigen Fest gefeiert. Jede Stadt in Kambodscha hat ihre eigene Version. Die größte Feier mit Bootsrennen und rituellen Feierlichkeiten findet in Phnom Penh statt.

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